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Aktuelle Informationen

Aktuelle Zahlen

Bislang ist seit Anfang 2020 in Braunschweig bei insgesamt 3.092 Fällen (+43 seit 21.01.) das Virus "SARS-CoV-2" mit einem PCR-Test nachgewiesen worden. Bei einem positiven PCR-Test ist mit großer Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass eine Infektion vorliegt. Nicht jede Infektion führt aber zum Auftreten von Krankheitszeichen (Symptomen), so dass manche Infektionen auch unbemerkt ablaufen und nur zufällig durch eine Testung entdeckt werden. 

2.632 der oben genannten festgestellten Fälle sind bereits genesen (+53 seit 21.01.), d.h. sie sind gemäß den Vorgaben aus dem Infektionsschutzgesetz aus der Quarantäne entlassen worden. Somit gibt es derzeit in Braunschweig 395 Personen, bei denen das Virus mit einem PCR-Test nachgewiesen wurde und die noch nicht aus der Quarantäne entlassen sind, also noch nicht als genesen gelten können.  

Bisher hat es in Braunschweig 65 Todesfälle (+6 seit 21.01.) in Zusammenhang mit dem Corona-Virus gegeben. Die verstorbenen Personen waren zwischen 54 und 96 Jahren alt. Bei den jüngsten Todesfällen handelt es sich um eine 94-jährige Frau und einen 74-jährigen, einen 76-jährigen sowie einen 79-jährigen, einen 81-jährigen und einen 91-jährigen Mann. 

Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 86,2 (82,6 am 21.01.).

Häufig wird gefragt, warum der Wert der 7-Tages-Inzidenz zwischen Land Niedersachsen und Stadt Braunschweig unterschiedlich ausfallen. Dies liegt zum einen am Meldeverzug der Zahlen vom Land. Dies erklärt das Land auch auf seiner Internetseite. Eine weitere Ursache liegt darin begründet, dass Land und Stadt bis November 2020 unterschiedliche Einwohnerzahlen als Grundlage der Berechnung der Inzidenz verwendet haben. Um hier möglichst eine einheitliche Grundlage zu schaffen, verwendet die Stadt seit Dezember 2020 die Einwohnerzahl des Landesamtes für Statistik (249.406 Einwohner), nicht mehr die Zahl des Braunschweiger Melderegisters (251.551 Einwohner, Stand 31.12.2019). 

Aufgrund des erläuterten Verzugs wird es zwischen den Angaben zur Inzidenz auf der Webseite des Landes, des Robert-Koch-Instituts und der Stadt Braunschweig weiterhin zu Differenzen der Zahlen kommen. Grundsätzlich können Meldeverzüge zu temporären Unschärfen bei den veröffentlichten Infektionszahlen generell führen. Wesentlich bleibt anzumerken, dass der Inzidenz-Wert für Braunschweig und damit einhergehende eventuelle Einschränkungen gemäß der Landesverordnung zur Corona-Pandemiebekämpfung anhand der Inzidenz-Ampel des Landes Niedersachsen und des dort aufgeführten Inzidenzwertes rechtswirksam bestimmt werden. Weitere Informationen und die landesweiten Zahlen unter dem Lagebericht des Landes. (https://www.apps.nlga.niedersachsen.de/corona/iframe.php)

(Stand 22.01.2021. Die nächste Aktualisierung erfolgt am 25.01.2021).

Hinweise zu Patientinnen und Patienten in Zusammenhang mit Corona in den Braunschweiger Krankenhäusern: 

In den Braunschweiger Krankenhäusern werden aktuell 59 Menschen (+0 seit 20.01.) in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie behandelt. Diese Personen können jedoch auch aus dem Umland stammen und können daher nicht unbedingt mit der Zahl der Infektionsfälle in Braunschweig in Zusammenhang gesehen werden. 

(Stand: 22.01., nächste Aktualisierung am 25.01.2021).

Hinweise zu der aktuellen Zahl der Personen, die bereits eine COVID-19 Schutzimpfung erhalten haben, finden Sie hier.

Impfung in den Alten- und Pflegeheimen hat höchste Priorität (22.01.2021)

Task-Force-Leiter Dr. Kornblum: „Impfung der Bewohnerinnen und Bewohner in den Alten- und Pflegeheimen hat höchste Priorität“

Rund 18.000 Braunschweigerinnen und Braunschweiger, die bereits das 80. Lebensjahr vollendet haben und damit zu dem vordringlich gegen das Coronavirus zu impfenden Personenkreis gehören, erhalten in den nächsten Tagen ein Informationsschreiben der Stadt Braunschweig. Darin wird in Ergänzung des Schreibens des Landes u. a. dargelegt, wie eine Terminvereinbarung im Impfzentrum erfolgen kann und wie sich der Impfablauf gestaltet.  

Offen muss allerdings noch bleiben, wann das Impfzentrum Braunschweig seinen Betrieb aufnehmen wird, da die Impfpriorität derzeit im Einklang mit den einschlägigen fachlichen Empfehlungen bzw. Vorgaben bei den Bewohnerinnen und Bewohnern von Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie beim medizinischen und pflegerischen Personal liegt.

"Ohne verlässliche Aussagen über die Lieferung von ausreichend großen Chargen des Impfstoffes können wir jetzt leider noch keine Termine für Impfungen vor Ort im Impfzentrum Braunschweig vergeben. Die Impfung der Bewohnerinnen und Bewohner in den Alten- und Pflegeheimen durch die mobilen Teams hat für uns bei der derzeitigen weiterhin zu geringen Versorgung mit Impfstoff Vorrang, denn hier besteht das höchste Infektionsgeschehen. Wir bemühen uns derzeit beim Land um einen einheitlichen Terminstart aller Impfzentren in Niedersachsen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass quasi ein "Impftourismus" zu dem Impfzentrum entsteht, das als erstes Impftermine freigibt. Schließlich können derzeit Städte und Kreise mit weniger Pflege- und Altersheimen früher Termine in ihren Impfzentren anbieten als Braunschweig mit einer hohen Zahl solcher Einrichtungen." sagt Organisationsdezernent Dr. Thorsten Kornblum als Leiter der Task Force "Impfzentrum". Dementsprechend müsse die Impfstoffverteilung des Landes organisiert werden. "Sobald genug Impfstoff da wäre, dass wir Menschen in Heimen und über 80-Jährige außerhalb von Heimen impfen können, machen wir das sofort. Eine Sonderverteilung des Impfstoffs durch das Land in Städte und Kreise mit einer hohen Anzahl Alten- und Pflegeheime wäre wünschenswert. So könnten alle Städte gleichzeitig mit dem Impfen vor Ort im Impfzentrum beginnen."

Bisher konnten ca. 2.200 Bewohnerinnen und Bewohner in Alten- und Pflegeheimen in Braunschweig mit der Schutzimpfung gegen COVID-19 durch die zwei mobilen Teams des Impfzentrums versorgt werden. Am heutigen Freitag, den 22. Januar, erhalten die Bewohnerinnen und Bewohner sowie das pflegerische und medizinische Personal in einigen Alten- und Pflegeheimen bereits ihre Zweitimpfung. Am Vortag hat das Impfzentrum jeweils 975 Impfdosen zur Fortsetzung der Erstimpfungen sowie zum Beginn der Zweitimpfung erhalten. Mit Ende des heutigen Arbeitstages der mobilen Impfteams sind die Bewohnerinnen und Bewohner sowie das pflegerische und medizinische Personal von 22 Alten- und Pflegeheimen in Braunschweig geimpft worden.    

Aufgrund von Quarantänefällen in elf Braunschweiger Alten- und Pflegeheimen musste die Erstimpfung in den betroffenen Heimen teilweise ausgesetzt werden. "Wir machen uns die Entscheidung natürlich nicht leicht und können das Unverständnis der Betroffenen und Angehörigen nachvollziehen. Die Leitung des Impfzentrums muss in diesen Fällen genau abwägen und die Gegebenheiten vor Ort sowie die Sicherheit aller Beteiligten berücksichtigen. Wir können hier nur um Geduld bitten", sagt Prof. Dr. Karl Wessel, medizinischer Leiter des Impfzentrums Braunschweig.

Ziel sei es weiterhin, Ende Februar die Impfungen durch die mobilen Teams in den Alten- und Pflegeheimen abzuschließen.

"In dem Anschreiben an unsere über 80-jährigen Mitbürgerinnen und Mitbürger klären wir einerseits über die Terminvergabe, die Formulare und den Ablauf im Impfzentrum auf, werben aber auch um Verständnis, das wir noch nicht unmittelbar Termine für das Impfzentrum vergeben können - auch wenn wir seit dem 15. Dezember 2020 betriebsbereit sind", sagt Dr. Thorsten Kornblum.

Das Land Niedersachsen hatte angekündigt, die Hotline für Impf-Termine bereits am 28. Januar 2021 freizugeschalten, u.a. in einem Informationsschreiben des niedersächsischen Sozialministeriums an die über 80-jährigen Bürgerinnen und Bürger in Niedersachen. Da die Adressdaten des vom Ministerium beauftragten Postdienstleisters nicht vollständig waren, wurden viele ältere Menschen auf diesem Weg nicht erreicht. Städte und Gemeinden wurden daher vom Land gebeten, die jetzt Impfberechtigten auf Basis ihres Melderegisters anzuschreiben und über die Impfung in den Impfzentren zu informieren.

Neues Video des Krisenstabs „Corona“ (22.01.2021)

Das neue Video des Braunschweiger Krisenstabs „Corona“ vom 15.01.2021 finden Sie hier.

Infektionen in Heimen (19.01.2021 - 10:00 Uhr)

Nach wie vor stehen Alten- und Pflegeheime im Zentrum der Aufmerksamkeit bezüglich des aktuellen Infektionsgeschehens mit dem SARS-CoV-2-Virus. In elf Einrichtungen und vier Pflegediensten sind derzeit Infektionen bekannt. Die Stadtverwaltung setzt das systematische, anlasslose Screening mit Testungen in den Einrichtungen daher fort, um möglichst frühzeitig Infektionen feststellen zu können und größere Ausbrüche zu verhindern.

Das Gesundheitsamt steht in engem Austausch mit den Heimen, hat täglich Kontakt zu betroffenen Einrichtungen und bespricht nötige Maßnahmen. Bei einer Häufung von Fällen wird im Regelfall ein Betretungsverbot als wichtigste Maßnahme vereinbart, aber auch die stärkere Trennung von Wohnbereichen auch in Bezug auf das pflegende Personal, sowie verstärkte Hygieneregelungen und regelmäßige Kontrolltestungen.

Derzeit gibt es weiterhin ein größeres Ausbruchsgeschehen in folgenden Einrichtungen, über die bereits berichtet wurde: Helmstedter Straße (50 Infektionsfälle bei Bewohnern und Mitarbeitern), Sielkamp (16), Hannoversche Straße (24) sowie in geringerem Ausmaß Donaustraße (4). Zum Teil werden die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner im Krankenhaus behandelt.

Screeningaktion in Alten- und Pflegeheimen (15.01.2021)

Die Braunschweiger Hilfsorganisationen haben gemeinsam mit der Feuerwehr und dem Gesundheitsamt Ende Dezember mit flächendeckenden Screenings der in Alten- und Pflegeheimen lebenden und beschäftigten Personen begonnen, um mit PCR-Tests unentdeckte Infektionsfälle zu finden. Auch aktuell finden Screenings in Heimen statt, wie hier kürzlich im Pflegewohnstift am Ringgleis. Dort wurden etwa 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 250 Bewohnerinnen und Bewohner getestet. Insgesamt hat sich bisher die Einschätzung bestätigt, dass viele Alten- und Pflegeheime von Infektionen betroffen sind, und hier neben der Virusweitergabe im Familien- oder Freundeskreis der Schwerpunkt des Infektionsgeschehens in Braunschweig liegt. Durch die flächendeckenden Screenings konnten bereits in einigen Fällen Ausbrüche schon sehr früh festgestellt und eingedämmt werden. Von den 34 stationären Braunschweiger Pflegeeinrichtungen haben bisher 17 Heime am Screening teilgenommen (Stand 14.01.2021). Das Screening der restlichen teilnehmenden Einrichtungen wird noch bis voraussichtlich Ende Januar dauern.

© Malteser BraunschweigScreeningaktion Braunschweiger Hilfsorganisationen in Alten- und Pflegeheimen der Stadt

Aktuelles Infektionsgeschehen in Alten- und Pflegeheimen (13.01.2021)

Unverändert gibt es in einer Reihe Braunschweiger Alten- und Pflegeheime sowie bei Pflegediensten Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus. Das Infektionsgeschehen bleibt dynamisch, es kommen weitere Einrichtungen hinzu. So wurden in einem Senioren- und Pflegezentrum an der Helmstedter Straße insgesamt mehr als 20 Personen positiv auf das Virus getestet. Daher werden heute die rund 400 dort lebenden oder arbeitenden Menschen abgestrichen. Mit den Ergebnissen wird in den nächsten Tagen gerechnet. Einige Infektionsfälle gibt es auch in einem Seniorenzentrum in der Straße Hinter der Masch.

Hinweis: Es werden hier in der Regel nur Alten- und Pflegeheime benannt, in denen mehrere Infektionsfälle aufgetreten sind. Insgesamt bestätigt sich die Einschätzung, dass viele Alten- und Pflegeheime von Infektionen betroffen sind, und hier neben der Virusweitergabe im Familien- oder Freundeskreis der Schwerpunkt des Infektionsgeschehens in Braunschweig liegt. Dementsprechend steht das Gesundheitsamt in engem Austausch mit den Einrichtungen und bespricht kontinuierlich nötige Hygiene-, Schutz- und Testmaßnahmen.

Kindertagesstätten schließen und bieten Notbetreuung (08.01.2021)

Aktuelles Infektionsgeschehen in Einrichtungen (05.01.2020)

Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus gibt es derzeit nach wie vor in zahlreichen Braunschweiger Alten- und Pflegeheimen sowie bei Pflegediensten. Zum Teil handelt es sich um wenige bestätigte Fälle bzw. um Verdachtsfälle, die dann durch Testungen abgeklärt werden. Die Stadtverwaltung reagiert zum Teil auch darauf, indem sie die ohnehin geplanten großflächigen Testungen in einzelnen Einrichtungen vorzieht, wenn es Anzeichen auf eine mögliche Häufung von Infektionen gibt.

So gab es bei vier Bewohnerinnen/Bewohnern sowie in einem Fall in der Mitarbeiterschaft eines Alten- und Pflegeheims in der Hannoverschen Straße zuletzt positive Testergebnisse. Dort steht derzeit auch ein flächendeckender Test an. Zudem gibt es im Alten- und Pflegeheim am Sielkamp erneut mehrere positive Fälle.

Das Braunschweiger Impfzentrum steht bereit (04.01.2021)

© Stadt Braunschweig / Michaela HeyseWenn entsprechend Impfstoff verfügbar ist, wird das Impfzentrum in der Braunschweiger Stadthalle in Betrieb genommen. Termine können dann über die Hotline des Landes Niedersachsen vereinbart werden.

Das in der Stadthalle Braunschweig errichtete Braunschweiger Impfzentrum kann jederzeit seinen allgemeinen Betrieb aufnehmen. Voraussetzung ist, dass vom Land Niedersachsen der erforderliche Impfstoff zur Verfügung gestellt wird. Oberbürgermeister Ulrich Markurth stellte am Montag, 4. Januar, das Impfzentrum den Medien vor, gemeinsam mit Dr. Thorsten Kornblum, Organisationsdezernent und Leiter der Task Force "Impfzentrum“; Peter Kropf, dem organisatorischen Leiter des Impfzentrums, und Prof. Dr. Karl Wessel, dem medizinischen Leiter.

„Pünktlich zum 15. Dezember haben wir, wie vom Land gefordert, unser Impfzentrum einsatzbereit gemacht, das Personal hat seither in einer Reihe von Schulungen die Abläufe eingeübt“, sagt Oberbürgermeister Ulrich Markurth.  „Wir sind bereit, können das Impfzentrum jederzeit für die Öffentlichkeit in Betrieb nehmen. Voraussetzung ist, dass das Land uns den erforderlichen Impfstoff zur Verfügung stellt. Bislang haben wir lediglich 1000 Dosen erhalten. Das ist ein Anfang, reicht indes nicht einmal für alle Bewohnerinnen und Bewohner von Braunschweiger Pflegeeinrichtungen.“

© Stadt Braunschweig / Michaela HeyseBlick in die Impfkabinen.

Am Silvestertag hatte das Impfzentrum Braunschweig mit zwei mobilen Teams die Seniorinnen und Senioren im Rudolfstift als erste Braunschweiger und Braunschweigerinnen geimpft. Weitere Alten- und Pflegeeinrichtungen folgten am Wochenende, und auch derzeit sind die Teams noch unterwegs.

Wann die Impfungen im Impfzentrum selbst beginnen, steht noch nicht fest. Zunächst sollen über 80-jährige Personen, die nicht in Senioren- und Pflegeheimen leben, eingeladen werden. Die Einladung erfolgt über das Terminmanagementsystem des Landes Niedersachsen, das derzeit aber noch nicht freigeschaltet ist. Die Seniorinnen und Senioren werden zudem von der Stadtverwaltung persönlich angeschrieben und informiert. Dr. Thorsten Kornblum: „Wir können verstehen, dass gerade die Älteren zeitnah einen Impftermin vereinbaren möchten. Wir können hier nur um Geduld bitten. Wir haben mit der Einrichtung des Impfzentrums, der Organisation der Infrastruktur und des Personals unseren Beitrag bis hierher geleistet und warten nun auch auf die weiteren Signale des Landes.“

© Stadt Braunschweig / Michaela HeyseDer Impfstoff wird in Trockeneis angeliefert. Rechts OB Ulrich Markurth, daneben der organisatorische Leiter des Impfzentrums, Peter Kropf. Links der medizinische Leiter, Prof. Dr. Karl Wessel.

Der Leiter des Impfzentrums, Peter Kropf, nahm heute 30 weitere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Hilfsorganisationen, aus der Bundeswehr und Verwaltung in Empfang. Kropf: „Wir sind gut aufgestellt, werden uns weiter intensiv einarbeiten und freuen uns darauf, als Team zusammenzuwachsen und mit den Impfungen auch hier vor Ort zu beginnen zu können.“ 

Wenn die Impfungen in der Stadthalle beginnen, werden die Besucher durch ausgeschilderte Impfstraßen im Einbahnsystem geführt. Eine Impfstraße gliedert sich in Anmeldung, Registrierung, ärztliches Beratungsgespräch sowie Impfstation. Für das ärztliche Beratungsgespräch sind vier, für die Impfung 16 Kabinen mit Stühlen, Tisch und Liegen eingerichtet. Im Anschluss an die Impfung stehen die geimpften Personen in einem Wartebereich für eine viertelstündige Ruhephase unter Beobachtung.

Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen haben die Möglichkeit, sich mit ihren Fragen rund um die Covid-19-Impfung an die Hotline unter der Rufnummer 0800 9988665 zu richten. Die Hotline steht für allgemeine Fragen zum Impfen, aber noch nicht zur Vereinbarung von Impfterminen zur Verfügung.

Impfungen gegen das Corona-Virus haben begonnen (31.12.2020)

© Stadthalle Braunschweig / Kerstin LangeOberbürgermeister Ulrich Markurth (3. v. r.) mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Impfzentrums und der mobilen Impfteams. In den Kühlboxen befindet sich der Impfstoff.

Die Impfungen zur Immunisierung gegen das Corona-Virus haben am heutigen Silvestertag in Braunschweig begonnen. Zwei mobile dreiköpfige Teams unter Führung der Berufsfeuerwehr wurden am Impfzentrum in der Stadthalle mit dem Serum versorgt, in die Abläufe eingewiesen und sind bis in den Abend hinein im Alten- und Pflegeheim Rudolfstift im Einsatz. Rund 100 Personen werden dort geimpft. Weitere Pflegeeinrichtungen werden ab Samstag folgen.

Als allgemeinen Starttermin hatte das Land Niedersachsen den kommenden Montag, 4. Januar, avisiert. Nachdem die Impfungen in den von der Corona-Pandemie am stärksten betroffenen westlichen Landesteilen begonnen hatten, wählte das niedersächsische Sozialministerium vor dem allgemeinen Start am 4. Januar sechs weitere Städte für einen umgehenden Impfbeginn aus, darunter Braunschweig. Insgesamt stehen hier zunächst rund 1000 Impfdosen zur Verfügung. Sie wurden heute am Vormittag angeliefert.

© Stadthalle Braunschweig / Kerstin Lange

Oberbürgermeister Ulrich Markurth reagierte erfreut auf den Beginn der Impfungen: „Das ist eine sehr gute Nachricht. Es zahlt sich aus, dass wir uns in Braunschweig sorgfältig, umfassend und schnell vorbereitet haben. Wir haben uns gut aufgestellt, standen in den Startlöchern und sind nun in der Lage, sofort nach dem Eintreffen des Serums in Braunschweig zu reagieren und mit den Impfungen noch am letzten Tag des Jahres zu beginnen. Diese präzise Vorbereitung hat auch das Land honoriert, indem unsere Stadt für den vorzeitigen Impfbeginn mit ausgewählt wurde. Ich danke allen Einsatzkräften sehr herzlich, die den heutigen Einstieg ins mobile Impfen mit großem persönlichen Engagement möglich machen und dafür auf einen ruhigen Jahresausklang verzichten.“

© Stadthalle Braunschweig / Kerstin LangeDie Ampullen mit dem Serum.

Organisationsdezernent Dr. Thorsten Kornblum als Leiter der Task Force „Impfzentrum“ wies darauf hin, dass das Impfzentrum pünktlich zum 15. Dezember einsatzbereit gemacht wurde: „Damit haben wir die Basis auch für den jetzigen mobilen Einsatz geschaffen. Einen großen Beitrag leisten die vielen beteiligten Hilfsorganisationen. Derzeit absolvieren wir in einer der vier Impfstraßen Schulungen und machen das Personal mit Abläufen und Hygienestandards vertraut. Wir können den allgemeinen Betrieb des Impfzentrums jederzeit aufnehmen, wenn uns vom Land der entsprechende Impfstoff zur Verfügung gestellt wird.“

Corona-Infektionen in Wohn- und Pflegeheim (30.12.2020)

In einem Wohn- und Pflegeheim an der Okerstraße sind 20 Bewohnerinnen und Bewohner sowie neun Angehörige der Mitarbeiterschaft positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Im Rahmen des Screening-Programms der Stadt Braunschweig waren alle in der Einrichtung lebenden und arbeitenden Personen abgestrichen worden. Einige wenige Ergebnisse stehen noch aus. Das Gesundheitsamt steht in engem Kontakt mit der Einrichtung, die erforderlichen Maßnahmen werden ergriffen.

Die Stadt Braunschweig hatte vor Weihnachten mit einer flächendeckenden Testung aller in Heimen lebenden und beschäftigten Personen begonnen. Ziel dieses Screenings ist, mit einem PCR-Test auch unentdeckte und nicht symptomatische Infektionsfälle mit dem Corona-Virus zu identifizieren.

Der Bundesinnenminister hat für dieses Jahr ein bundesweites Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern angeordnet. Zugleich ist das Zünden pyrotechnischer Gegenstände zum Jahreswechsel in Niedersachsen nicht grundsätzlich verboten, nachdem das Oberverwaltungsgericht Lüneburg eine entsprechende Verordnung des Landes aufgehoben hat. 

Deshalb erinnert die Stadt Braunschweig an die geltenden Regelungen für das Abbrennen von Feuerwerkskörpern. In unmittelbarer Nähe von besonders brandempfindlichen Gebäuden oder Anlagen darf kein Feuerwerk abgebrannt werden. Das betrifft insbesondere Stadtbereiche mit reetgedeckten Dächern, wie in Riddagshausen, sowie mit Fachwerkhäusern in engen oder besonders gefährdeten Lagen, z. B. im Magniviertel, in der Echternstraße, der Bruchstraße, am Burgplatz und am Wollmarkt. 

Das gesetzliche Verbot, pyrotechnische Gegenstände zu zünden, gilt auch in unmittelbarer Nähe von Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen und Kirchen.

Darüber hinaus hat die Stadtverwaltung auf Grundlage der Corona-Verordnung in diesem Jahr  folgende Orte festgelegt, an denen Feuerwerke zur Vermeidung von Menschenansammlungen angesichts der Pandemie verboten sind: den Schlossplatz, den Platz am Ritterbrunnen sowie den Bohlweg zwischen Steinweg und Damm; den Prinz-Albrecht-Park und angrenzende Flächen, nördlich begrenzt durch die Grünewaldstraße, westlich begrenzt durch die Herzogin-Elisabeth-Straße, südlich begrenzt durch die Ebertallee und östlich begrenzt durch die Straße Am Nußberg.

Das Abrennen und Mitführen von Feuerwerkskörpern ist in diesen Bereichen untersagt. Das Gebot zur Kontaktreduzierung findet über Silvester und Neujahr besondere Bedeutung. Ansammlungen in der Öffentlichkeit außerhalb der zulässigen Kontakte (nur 2 Hausstände, höchstens 5 Personen) sind auch dann nicht zulässig, wenn die Abstandsregelungen eingehalten werden können. Die Stadt Braunschweig und die Polizei werden insbesondere an den neuralgischen Punkten erforderliche Kontrollen durchführen und Verstöße konsequent ahnden.

Stadt startet Corona-Screening aller Pflegeeinrichtungen (21.12.2020)

In den vergangenen Wochen ist es in Braunschweiger Pflegeeinrichtungen zu mehreren Ausbrüchen des Coronavirus gekommen. Die Stadt Braunschweig startet deshalb am Montag, 21. Dezember mit einem flächendeckenden Screening aller in den Heimen lebenden und beschäftigten Personen, um auf diese Weise mit einem PCR-Test unentdeckte Infektionsfälle zu identifizieren. Es besteht die Sorge, dass sich weiterhin in größerem Umfang nichtsymptomatische Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen aufhalten. Bei Bewohnerinnen und Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen ist das Risiko signifikant erhöht, dass eine Infektion mit dem Coronavirus zu einem schweren, im schlimmsten Fall tödlichen Krankheitsverlauf führt.

"Die Situation in den Pflegeeinrichtungen macht uns in Anbetracht der insgesamt hohen Infektionszahlen große Sorgen, daher wollen wir mit dieser Aktion einen Sachstand zum Infektionsgeschehen erheben", sagt Dr. Christine Arbogast, Sozialdezernentin und Leiterin der Gefahrenabwehrleitung (GAL). "Dies soll flankierend zu den jetzt anlaufenden deutlich ausgeweiteten Schnelltestungen in Heimen für mehr Sicherheit sorgen. Ein erneuter Kraftakt für die durchführenden Einsatzkräfte bei Feuerwehr, Gesundheitsamt und Hilfsorganisationen, der aber hoffentlich hilft, mögliche Coronaausbrüche frühzeitig zu erkennen und damit einzudämmen."

Die überwiegende Anzahl der Einrichtungen hat sich bei einer Abfrage an einer Teilnahme interessiert gezeigt. Auch die individuelle Teilnahme ist freiwillig, für einwilligungsunfähige Personen muss mindestens eine mündliche Einverständniserklärung des gesetzlichen Vertreters vorliegen. Das Screening wird aufgrund des erheblichen Umfangs einerseits und der begrenzten personellen und sachlichen Ressourcen andererseits voraussichtlich bis Ende Januar dauern.

Um zukünftig den Zeitraum zwischen einem positiven Corona-Schnelltest (PoC-Test) und dem dann notwendigen PCR-Test zu verkürzen und am gleichen Tag zu ermöglichen, bietet das Gesundheitsamt den Pflegeeinrichtungen parallel zur Screeningaktion an, je drei ausgewählte Fachkräfte am Tag der Abstrichnahme entsprechend zu schulen.