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Regeln für Infizierte und Kontaktpersonen

Mit der Niedersächsischen Absonderungs-Verordnung vom 7. Mai gelten neue Reglungen für die Isolation von Erkrankten und die Quarantäne von Kontaktpersonen. Die Landesregierung setzt damit die Empfehlungen des Bundesgesundheitsministeriums und des Robert-Koch-Institutes zu den Regeln für Isolation und Quarantäne um.

Die Isolationsdauer für nachweislich positiv getestete Personen ist auf fünf Tage verkürzt, sofern die Betroffenen mit Ablauf der Frist mindestens 48 Stunden symptomfrei sind. Darüber wird allen betroffenen Bürgerinnen und Bürgern empfohlen, ihre Isolation erst nach einem negativen Schnelltest zu beenden.

Die Pflicht zur Quarantäne für enge Kontaktpersonen wird im Zuge der Verordnungsänderung aufgehoben. Nach Kontakt zu einer infizierten Person wird jedoch dringend empfohlen, sich für fünf Tage selbst zu testen und die eigenen Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren. Für Beschäftigte im Gesundheitswesen sowie in Alten- und Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten, die enge Kontaktpersonen geworden sind, besteht die Pflicht, sich täglich vor Dienstantritt bis zum fünften Tag zu testen. 

Es gilt weiterhin die Pflicht, einen positiven Corona-Schnelltest mittels PCR-Testung zu bestätigen.

Welche Regelungen für Infizierte und Kontaktpersonen gelten, erklären die folgenden Grafiken.

© Land Niedersachsen

Quarantäne: Infizierte müssen ihre Kontakte informieren

Mit der dynamischen Entwicklung der Infektionslage wird es für die Gesundheitsämter zunehmend schwieriger, neben der Information der Infizierten („Indexpersonen“) auch die Kontaktpersonen anzusprechen. 

Grundsätzlich gilt, dass alle Indexpersonen und Kontaktpersonen selbständig  Quarantänemaßnahmen einleiten bzw. ihre Kontaktpersonen informieren müssen. Dies ist gesetzlich vorgeschrieben. 

Mit Bekanntwerden der Infektion gelten für alle Indexpersonen die Quarantäneregeln, die die Grafik oben erläutert. In Quarantäne müssen sie sich also unverzüglich begeben, nicht erst mit dem Erhalt des behördlichen Anrufs oder Schreibens.  

Zugleich werden die Indexpersonen gebeten, ihre Kontakte eigenständig zu informieren – ebenfalls nicht erst mit dem Erhalt des Schreibens oder Anrufs, sondern schon dann, wenn sich ihre Infektion bestätigt hat. Kontaktpersonen sind diejenigen, mit denen Indexpersonen ab zwei Tagen vor Auftreten von Symptomen und/oder ab zwei Tagen vor Durchführung des positiven Tests engen Kontakt hatten. Diese Kontaktpersonen erhalten dann per Post ein Informationsschreiben, sich ab dem letzten Kontakt, den sie mit der infizierten Person hatten, in Quarantäne zu begeben. Dieses Schreiben kann beim Arbeitgeber vorgelegt werden.

Der Begriff „Enger Kontakt“ ist in der Übersicht des RKI unten auf dieser Seite erläutert. Als enger Kontakt gilt, wer entweder mit einer infizierten Person über einen Zeitraum von mehr als zehn Minuten bei weniger als 1,50 Meter Abstand zusammengestanden hat, oder ein Gespräch mit einer infizierten Person geführt hat von unbestimmter Länge bei einem Abstand von weniger als 1,50 Meter – in beiden Fällen dann, wenn beide keinen ausreichenden Maskenschutz hatten. Zugleich zählt man nach gemeinsamem Aufenthalt mit einer infizierten Person von mehr als zehn Minuten in einem schlecht gelüfteten Raum als enge Kontaktperson. Wer so als Kontaktperson gilt, muss sich selbst isolieren.

Wie lange die Quarantäne dauert und wie die Quarantäne von Kontaktpersonen verkürzt werden kann, zeigt die folgende Grafik.

© Land Niedersachsen

Teststellen bieten kostenlose PCR-Tests für anspruchsberechtigte Personen ohne Symptome

Labore und Arztpraxen sind derzeit im Hinblick auf PCR-Tests stark ausgelastet. Menschen, die keine Symptome des Coronavirus aufweisen (asymptomatische Personen), aber gemäß Coronavirus-Testverordnung Anspruch auf einen PCR-Test haben, werden deshalb gebeten, vom Besuch einer Arztpraxis abzusehen. Um den Verdacht einer Infektion zu bestätigen oder zu widerlegen, können diese asymptomatischen Personen stattdessen eine der aktuell 19 Braunschweiger Teststellen, die PCR-Tests anbieten, aufsuchen. Anspruchsberechtigte asymptomatische Personen erhalten dort einen kostenlosen PCR-Test. 

Die Braunschweiger Teststellen finden Sie hier (Öffnet in einem neuen Tab). Um nur die Einrichtungen anzeigen zu lassen, die einen PCR-Test anbieten, ist links unter der interaktiven Karte das Häkchen bei "Kombination Schnelltest & PCR" zu setzen.

 Ein kostenloser PCR-Test ist derzeit unter folgenden Voraussetzungen möglich:

  • bei Symptomen, die auf eine Erkrankung an COVID-19 hindeuten, unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus;
  • nach einem positiven Ergebnis im Antigen-Schnelltest, Antigen-Selbsttest oder PCR-Pooltest;
  • bei Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall;
  • in Einrichtungen wie Kitas oder Schulen, Krankenhäusern, Arztpraxen, Pflegeheimen, Rehabilitationseinrichtungen oder Gemeinschaftsunterkünften sowie in der ambulanten Pflege oder in Arztpraxen, wenn dort COVID-19-Fälle auftreten;
  • vor der Aufnahme oder Wiederaufnahme in Krankenhäusern, Pflege- und weiteren medizinischen Einrichtungen sowie vor ambulanten Operationen.

Menschen mit Symptomen des Corona-Virus wenden sich bitte weiterhin an eine Arztpraxis. Sie werden gebeten, weder eine Teststelle noch das Gesundheitsamt aufzusuchen.

Wer einen roten Hinweis in der Corona-Warnapp hat, sollte zunächst einen Antigen-Schnelltest machen. Erst nach positivem Schnelltest ist eine kostenfreie PCR-Testung möglich.

 

Weitere Informationen

Weitere Informationen für Infizierte und Kontaktpersonen finden Sie in der Corona-Absonderungsverordnung (Öffnet in einem neuen Tab) des Landes und beim RKI. (Öffnet in einem neuen Tab)