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Fachwerk im Spätmittelalter

Eindrucksvolle Bautätigkeiten

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Für die Zeit um 1500 kann man sich ein relativ klares Bild über die Wohnbebauung in der Stadt machen. Das Straßennetz der fünf Teilstädte war inzwischen weitgehend geschlossen bebaut.

Die Bebauung schließt sich.

In den Bereichen um die Marktplätze, insbesondere um den Altstadtund den Hagenmarkt, gab es zahlreiche Massivbauten, oft schon aus der Zeit um 1300. Diese Häuser wurden ab etwa 1450 häufig mit Fachwerkgeschossen aufgestockt. Im übrigen herrschte der Fachwerkbau vor, der zu jener Zeit schon fast vollständig aus Traufenhäusern bestand.
So entstanden nach und nach geschlossene Häuserzeilen, die
sich je nach Grundstücksbreite über drei bis 20 Gefachbreien erstrecken konnten.

Die Wohnqualität nimmt zu.

Der Zugang zu den Höfen erfolgte über Durchgangsdielen. In den
Häusern gab es einen zur Diele hin offenen Küchenbereich und zur Straße hin eine abgeteilte, heizbare Stube. Über der Stube war häufig noch eine Schlafkammer untergebracht. Die eigentlichen Obergeschosse, die sich an Fachwerkbauten durch die wirkungsvollen Vorkragungen abzeichneten, dienten als Speicherraum. In größeren Häusern mit Kemenaten erweiterte sich der Wohnbereich durch heizbare Räumlichkeiten. Die großen Patrizierhäuser besaßen in den Obergeschossen sogar repräsentative Säle.

Das Fachwerk wird geschmückt.

Mit dem Spätmittelalter begann auch die Ausgestaltung der Fachwerkbauten mit Schnitzwerk. Dies wurde durch die Vorkragungen mit ihren Balkenköpfen, Knaggen und Stockwerkschwellen begünstigt. Typisch für das Braunschweiger Fachwerk der Spätgotik war das Treppenfries Balkenköpfe und Knaggen wurden gern kräftig profiliert oder auch mit Köpfen, Masken, Fratzen und Heiligenfiguren verziert.