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Stürze vermeiden

Stürze sind eine der häufigsten Ursachen für die Pflegebedürftigkeit älterer Menschen. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass die Hälfte aller 70-Jährigen bereits einmal oder mehrmals gestürzt ist. Die Folge sind oft schmerzhafte Hämatome (Blutergüsse), Prellungen bis hin zu ernsthafteren Verletzungen.

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Video des Marienstifts Braunschweig zur Sturzprophylaxe
(Marienstift Braunschweig)

Sturzursachen erkennen

  • Falsche Körperhaltung.
    Vor allem ältere Menschen verkleinern ihre Schritte und heben die Füße beim Gehen nicht mehr genügend an. So werden bereits kleinste Unebenheiten für sie zur Stolperfalle.
  • Verzögerung des Balancereflexes.
    Beim Stolpern haben betagte Menschen oft Schwierigkeiten sofort ausgleichende Bewegungen auszuführen, um einen Sturz noch rechtzeitig abzufangen.
  • Sehstörungen.
    Z.
    B. Weit- und Kurzsichtigkeit erhöhen die Stolpergefahr
  • Benommenheit durch Arzneimittel.
    Insbesondere bei später Einnahme von Schlaf- und Beruhigungsmitteln wird das Arzneimittel häufig bis zum nächsten Morgen nicht vollständig abgebaut. Die Betroffenen sind dann schläfrig und benommen und daher besonders sturzgefährdet.
  • Stolperfallen
    wie umherliegende Kabel oder schlecht erkennbare Stufen.
  • Zu lange Kleidung,
    die auf dem Boden schleift und schlecht sitzende Schuhe verändern den Gang und führen zu Gehunsicherheit.
  • Veränderungen im Zimmer bzw. in der Wohnung.
    Ältere Patienten brauchen meist länger als jüngere, sich an ein verändertes Umfeld anzupassen. Sie stolpern daher leichter über Hindernisse, die sich vorher an einem anderen Platz befanden.

Schutz vor Stürzen

Folgende Maßnahmen bieten ihren Angehörigen Schutz vor Stürzen und sturzbedingten Verletzungen:

  • Veränderungen im Zimmer morgens vornehmen. So ist genug Zeit, sich bis zur Nacht auf die veränderte Umgebung einzustellen.
  • Schlafmittel nicht zu spät verabreichen.
  • In Duschen oder Badewannen rutschfeste Matten verwenden.
  • Gut sitzende und rutschfeste Hausschuhe tragen.
  • Auf eine ausreichende, nicht blendende Beleuchtung in der Wohnung achten.
  • Regelmäßige Bewegungsübungen verbessern die Schritt- und Standfestigkeit.
  • Regelmäßige Fußpflege veranlassen, um schmerzhaften und bewegungseinschränkenden Wunden vorzubeugen.
  • Handlauf und Geländer installieren und benutzen.
  • Gehhilfen verwenden. 
  • Immer die an Betten oder Rollstühlen befindlichen Bremsen feststellen und Fußstützen an Rollstühlen nach unten klappen; beim Aufstehen Fußstützen wegklappen, damit der Rollstuhl beim Ein- bzw. Aussteigen nicht vornüberkippt.
  • Hüftprotektoren schützen bei Stürzen.

Diese Informationsseite wurde von Schülern der Krankenpflegeschule des Marienstifts Braunschweig erstellt.

Im Rahmen der Ausbildung haben sie sich mit den Themen Sturz, Sturzursachen und Sturzprophylaxe beschäftigt und ihre Erkenntnisse in dieser Internetseite für Sie zusammen gefasst.

Bei weiteren Fragen dürfen Sie sich gerne an die Krankenpflegeschule des Marienstifts wenden.

Kontaktadresse

Marienstift Braunschweig
Krankenpflegeschule - GKP 06/09
Helmstedter Straße 35
38102 Braunschweig
E-Mail geschützte E-Mail-Adresse als Grafik
Webseite www.marienstift-braunschweig.de

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