Innovationsflügel: Braunschweigs Coworking Space für die Mobilitätsbranche

Mit dem Innovationsflügel hat die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Braunschweig Zukunft seit vergangenem Jahr ein ganz besonderes Angebot für Gründer, Projektpartner und kleine Unternehmen am Start: Beheimatet im hypermodernen Lilienthalhaus am renommierten Forschungsflughafen und in direkter Nachbarschaft zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, ist die Mischung aus moderner Bürogemeinschaft, inspirierendem Coworking Space und unterstützendem Gründerzentrum eine exklusive Heimat für junge Unternehmen aus den Bereichen Luft-, Raumfahrt und Verkehrstechnik.

© ARCHITEKTENRÜDIGER, cube VisualisierungenAls Teil des geplanten Lilienthalquartiers befindet sich der Innovationsflügel auf 350 Quadratmetern im Lilienthalhaus.

„Wer sich hier einmietet, möchte nicht nur günstige Büros und einen repräsentativen Besprechungsraum, sondern auch Teil des Clusters werden“, erzählt mir Carola Meyer. Gemeint ist der Mobilitätscluster am Forschungsflughafen mit seinen namhaften Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen wie dem DLR und dem NFF sowie über 40 Unternehmen, darunter einige Weltmarktführer. Ein Standort von internationaler Bedeutung also und mit inzwischen mehr als 3.000 Mitarbeitern eine maßgebliche Säule dessen, was Braunschweig-Wolfsburg zu einer der forschungsstärksten Regionen Europas macht.

© Stephen Dietl / Braunschweig Stadtmarketing GmbHCarola Meyer ist als Projektleiterin Mobilitätscluster und Forschungsflughafen bei der Braunschweig Zukunft GmbH zuständig für alle Fragen rund um den Innovationsflügel.

Heimat des Innovationsflügels ist das futuristische Lilienthalhaus, 2017 von der Volksbank BraWo errichtet als Besucher- und Dienstleistungszentrum für Luft-, Raumfahrt und Mobilität. Es markiert den Beginn des Ausbaus rund um den Lilienthalplatz zum LilienthalQuartier mit weiteren geplanten Bürogebäuden und Geschäftsflächen einschließlich Flaniermeile und Restaurants. „Als Wirtschaftsförderung möchten wir die besten Bedingungen schaffen und das Umfeld entsprechend gestalten“, erklärt mir Projektleiterin Carola Meyer, während sich im Hintergrund die Fenster des Konferenzraums wegen der Sonneneinstrahlung wie von Zauberhand blau färben. “Gut aussehend und zugleich funktionell – die Leute sollen hier nicht nur arbeiten, sondern sich auch wohlfühlen.“

© Hanno Keppel image photographyDas Lilienthalhaus bietet auf ca. 5.100 m² und vier Geschossen moderne und flexible Büroflächen.

Ein Rundum-Sorglos-Paket

Doch was unterscheidet den Innovationsflügel im Lilienthalhaus von konventionellen Büroflächen und bereits existierenden Coworking Spaces in der Löwenstadt? „Ich bin seit 2005 in der Wirtschaftsförderung und habe in meinen Beratungsgesprächen immer wieder festgestellt, dass es für junge Unternehmer eine große Hürde ist, eigene Büroräume anzumieten. Denn finanziell kommt da schnell einiges zusammen“, weiß Meyer, die zugleich auch Geschäftsführerin der Forschungsflughafen Braunschweig GmbH ist.

© Stephen Dietl / Braunschweig Stadtmarketing GmbHDer Innovationsflügel bietet hochwertige Büroflächen mit Glasfaseranschluss, Besprechungsraum und moderner Präsentationstechnik.

Im Innovationsflügel hingegen erhält man ein Rundum-Sorglos-Paket mit kurzzeitigen Mietverträgen einschließlich aller Nebenkosten für pauschale 700 Euro. Dies ist dank der Förderung des Projektes durch die Stadt Braunschweig möglich. Darin enthalten ein möbliertes Büro mit Glasfaser-Internet, repräsentativem Besprechungsraum und Kaffeeküche – sowie natürlich die Beratungsleistung von Netzwerkerin Meyer. „Da können Sie hochkarätige Gäste einladen und die merken gar nicht, dass Sie hier bloß einen Raum haben,“ verspricht sie. „Nach Unterzeichnung des Mietvertrags müssen Sie nur noch ihren Computer und ihr Handy mitbringen und sich um nichts weiter kümmern. So sind die Fixkosten überschaubar und alles gut planbar.“

Beste Aussichten

Einzige Voraussetzung: Man muss in den Bereichen Luft-, Raumfahrt oder Verkehrstechnik tätig sein. „Wir leisten mit dem Innovationsflügel auch einen Beitrag zur Entwicklung des Mobilitätsclusters“, erklärt mir Meyer, denn es gehe um Synergie-Effekte: „Es ist wichtig, Gleichgesinnte in der Nähe zu haben, deren Sprache man spricht, und die eben auch potentielle Kunden und Kooperationspartner sind.“ Aber natürlich ist man grundsätzlich auch offen für andere Professionen, sofern ihr unternehmerischer Schwerpunkt einen Bezug zum Mobilitätscluster hat, versichert Meyer: „Es muss halt einfach passen.“

Einer, bei dem es gepasst hat, ist Frank Ehrich. Er hat sich mit GEMITEC auf Datenbanken und Datenanalyse im Mobilitätssektor spezialisiert. Zuvor im Home Office tätig, erschien irgendwann eine Professionalisierung an der Zeit. Als er vom Innovationsflügel hörte, zögerte er nicht lange: „Die Lage ist optimal und das Netzwerk unbezahlbar,“ erklärt der Informatiker. „Die Kundschaft liegt fußläufig rund um den Flughafen. Zudem ist es ein sehr repräsentatives Gebäude mit Wow-Effekt. Das ist gerade für ein IT-Unternehmen vorteilhaft. Und es ist flexibel, ich kann mich jederzeit vergrößern. Hier passt einfach alles.“ Und wen all das noch immer nicht überzeugt: „Man kann im Konferenzraum den Flugzeugen beim Landen zuschauen“, schwärmt Ehrich. „Allein dieser Ausblick schafft eine ganz besondere Atmosphäre.“

Text: Stephen Dietl, 29.10.2019