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Gedenken und Reformationsjubiläen in Braunschweig

 

 

In der Stadt Braunschweig wurde die Reformation durch die Verkündung der Kirchenordnung durch Johannes Bugenhagen am 5. September 1528 eingeführt. Größere Jubiläumsfeiern erinnerten seit dem 17. Jahrhundert zum einen an den Thesenanschlag von Martin Luther am 31. Oktober 1517 und zum anderen an das Bekenntnis der Stadt zur Annahme des lutherischen Glaubens im Jahr 1528.

Gesamtansicht der Stadt von Osten, 1628
Gesamtansicht der Stadt von Osten, 1628

 

Anlässe für weitere Gedenktage, die mit der Festigung der Reformation in engem Zusammenhang standen, waren auch die regelmäßigen Jahrfeiern zur Annahme der Augsburger Konfession (1530) und der Abschluss des Augsburger Religionsfriedens (1755).

Gedenkblatt zum 200. Jahrestag des Augsburger Religionsfriedens
Gedenkblatt zum 200. Jahrestag des Augsburger Religionsfriedens

 

 

Darüber hinaus wurden auch die Geburts- und Todestage der Reformatoren Luther und Bugenhagen im 19. und 20. Jahrhundert mit zahlreichen Veranstaltungen begangen. Die nicht selten über mehrere Tage andauernden Jubelfeiern umfassten ein vielfältiges Programm. Ausgewählte Objekte und Archivalien geben einen authentischen Einblick in den Ablauf und die Gestaltung der verschiedenen Jubiläen. Dazu zählen neben zahlreichen handschriftlichen Dokumenten, Kupferstichen, Stadtansichten und Porträts von Reformatoren auch Theaterzettel, Denkschriften, Presseberichte, Fotografien, Postkarten und Medaillen.

Programm zur Evangelischen Jubelfeier in der Hof- und Stiftskirche
Programm zur Evangelischen Jubelfeier in der Hof- und Stiftskirche

 

Zu sehen sind ferner Abbildungen von früheren, nicht mehr erhaltenen Denkmälern und Kunstwerken der nachreformatorischen Gedenkkultur, aber auch von noch heute im Stadtbild präsenten Beispielen in und an den Braunschweiger Kirchen, wie etwa das Bugenhagendenkmal an der Brüdernkirche oder die Lutherfigur an St. Martini. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Auswahl von originalen Schriftstücken aus der Reformationszeit in Braunschweig, die in den Beständen des Stadtarchivs überliefert sind.

Steinfigur von Martin Luther an der Nordostecke des Chores der Martinikirche ( Fotografie von Daniela Nielsen (Stadt Braunschweig) )
Steinfigur von Martin Luther an der Nordostecke des Chores der Martinikirche
( Fotografie von Daniela Nielsen (Stadt Braunschweig) )

 

Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten des Stadtarchivs im Foyer und der Galerie besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

In der Stadtbibliothek Braunschweig (im 2. Obergeschoss und im Zeitschriftenlesesaal) wird vom 5. September 2017 bis 31. Januar 2018 eine weitere, thematisch ergänzende Ausstellung unter dem Titel: „Luther fürs Volk – Lutherfeiern und Reformationsjubiläen“ gezeigt.