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Wanderausstellung

Seit mehr als dreißig Jahren engagieren sich Menschen, Organisationen und Kommunen in der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V. gegen die Atommüllprojekte in der Region Braunschweig und für einen Ausstieg aus der Atomenergienutzung und können auf beachtliche Erfolge zurückblicken:

  • 1988 sollte die Einlagerung von Atommüll in Schacht KONRAD ursprünglich beginnen – derzeit redet der Betreiber von frühestens 2027.
  • Nach dem Ende der DDR sollte über mindestens 10 Jahre Müll aus westdeutschen Atomkraftwerken in das marode DDR-Atommülllager Morsleben gleich hinter Helmstedt eingelagert werden – 1992 wurde die Einlagerung vorübergehend gerichtlich gestoppt, 1998 endgültig.
  • 1989 wollte der damalige Betreiber der ASSE II Versuche mit hochradioaktiven Strahlenquellen durchführen – 1992 wurde das Projekt nach massiven Protesten aufgegeben.

Und natürlich ging es nie nur um die Atommüllprojekte in der Region Braunschweig. Ein verantwortbarer Umgang mit den radioaktiven Gefahren fängt mit der Stilllegung der Atomanlagen an. Deshalb hat die AG Schacht KONRAD viele landesweite und bundesweite Aktionen mit organisiert und andere Initiativen an anderen Atomstandorten unterstützt.

Auf 12 Tafeln werden Informationen über die Atommüllprojekte Schacht KONRAD, ASSE II, Morsleben und Eckert & Ziegler (Braunschweig) gezeigt sowie die Aktivitäten der AG Schacht KONRAD in der Region und auf Landes- und Bundesebene dargestellt.

3. September – 13. Oktober 2018
Zeitschriftenlesesaal, 2. OG
Eintritt frei