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Reformationsjubiläum 2017

500-jähriges Reformationsjubiläum in Braunschweig

Gemälde: "Bugenhagen proklamiert die Reformation 1528 vom Rathaus zu Braunschweig" (Foto: Städtisches Museum, Dirk Scherer )

Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Ablass. Dieses Ereignis war zugleich der Beginn der Reformation, die tiefgehende kirchliche und gesellschaftliche Veränderungen mit sich brachte. In der Stadt Braunschweig hielt die Reformation 1528 Einzug. Am 5. September verkündete der enge Luthervertraute und Stadtpfarrer von Wittenberg, Johannes Bugenhagen, vom Balkon des Altstadtrathauses die von ihm erarbeitete evangelische Kirchenordnung.Diese Ordnung wirkte vorbildhaft für Bugenhagens anschließende reformatorische Tätigkeit in den Hansestädten Hamburg und Lübeck sowie in Skandinavien, u. a. Kopenhagen, wo sein Wirken bis heute hoch geschätzt wird.

Die Stadt Braunschweig und die Reformation

Die Veröffentlichung der 95 Thesen Martin Luthers war der Beginn vielfältiger und tiefgreifender Veränderungen in Kirche und Gesellschaft. Die Stadt Braunschweig hat in diesem Kontext eine durchaus beachtenswerte Rolle gespielt und so gibt es ausreichend Anlass, auch in unserer Stadt an das Zeitalter der Reformation zu erinnern.

Braunschweig als Reformationsstadt Europas

Die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) hat Braunschweig aufgrund seines bedeutenden Anteils an den europäischen Reformationsprozessen im 16. Jahrhundert den Titel "Reformationsstadt Europas" verliehen.

Die Besonderheit Braunschweigs bestehe darin, dass es die Bürgerinnen und Bürger waren, die die Reformation zunächst und in erster Linie gefordert haben. An Braunschweig werde deutlich, dass die Reformation zuerst ein städtisches Ereignis mit europäischer Ausstrahlung war.

Reformation in Braunschweig kurz erklärt

Das Leben Bugenhagens bildlich nacherzählt

Mit einem Augenzwinkern und leicht verständlich zeichnet der Comic „Johannes Bugenhagen – Die Reformation im Norden“ die geschichtliche Entwicklung der Reformation und insbesondere das Leben und Wirken Johannes Bugenhagens nach.

Zahlreiche Veranstaltungen im Jubiläumsjahr

Zum 500-jährigen Jubiläum finden, initiiert vom evangelisch-lutherischen Kirchenverband Braunschweig, dem Braunschweigischen Landesmuseum, der Stadt Braunschweig sowie weiteren Akteuren zahlreiche Veranstaltungen wie Ausstellungen, Führungen, Konzerte, Lesungen, Vorträgen, Gottesdiensten und Predigtreihen statt.

Programmbroschüre

Titel Programmbroschüre

Aus Anlass des Reformationsjubiläums hat die Braunschweig Stadtmarketing GmbH eine Programmbroschüre mit den Angeboten im Jubiläumsjahr herausgegeben. Die Broschüre informiert außerdem über Braunschweigs Reformationsgeschichte.

Die Broschüre ist unter anderem in der Touristinfo, in kirchlichen Einrichtungen, in Museen, in der Bürger-Information und anderen städtischen Einrichtungen mit Publikumsverkehr erhältlich.

Ausstellungsprojekt "Im Aufbruch. Reformation 1517-1617"

Ausstellungsplakat (Landesmuseum)

In Kooperation mit der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig und der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Hannover realisiert das Braunschweigische Landesmuseum gemeinsam mit der Evangelischen Akademie Abt Jerusalem in Braunschweig ein großes Ausstellungsprojekt an drei Standorten anlässlich des 500-jährigen Jahrestages der Reformation 2017. Die Ausstellungen werden vom 7. Mai bis zum 19. November 2017 zu sehen sein.

Veranstaltungsprogramm am 5. September

Am 5. September 1528 verkündete Johannes Bugenhagen vom Braunschweiger Balkon des Altstadtrathauses die von ihm erarbeitete evangelische Kirchenordnung. Diesen Jahrestag feiert Braunschweig mit folgenden Veranstaltungen:

Führungsprogramm

Die neue Saison der Stadtführungen lockt Besucherinnen und Besucher in die Löwenstadt. (Foto: Braunschweig Stadtmarketing GmbH / Frank Sperling)

Erfahren Sie mehr über die Reformationsgeschichte Braunschweigs mit verschiedenen Stadtführungsangeboten, Ausstellungsführungen sowie den Führungen zu den Orten der Reformation. Einige Führungen sind auf Anfrage auch für Gruppen und Schulklassen buchbar.

Künstlerische Intervention im öffentlichen Stadtraum - Projekt: Tetzel-Kiste

Die Ablasstruhe des Predigers Johann Tetzel ist bis heute ein markantes Symbol im Kontext der Reformation. Die Tetzel-Kiste aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts befindet sich im Bestand des Städtischen Museums Braunschweig. Sie als Vorlage für eine neugebaute große, begehbare Tetzel-Kiste, die nach den Sommerferien an wechselnden Standorten im Stadtraum stehen wird und einen Prozess des Nachdenkens über die Reformation bis in die Gegenwart initiieren soll. Sie wird durch das Kulturnetzwerk „Die Stadtfinder“ bespielt.

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