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Ausstellungen

Wechselausstellung: Auf Umwegen ins Schloss - Fundstücke und ihre Geschichte(n)

Entwurf von Peter Joseph Krahe, 1825/26

Sie erzählt von der wechselvollen Geschichte des Schlossinventars und von den verschlungenen Wegen, auf denen die Möbel und Kostbarkeiten zurück nach Braunschweig fanden.

Über Generationen hinweg fallen Schätze aus dem ehemaligen Schloss in Braunschweiger Wohnzimmern, Kellern und Dachböden in einen tiefen Dornröschenschlummer. An manchen von ihnen nagt der Zahn der Zeit. Andere werden als Erinnerungsstücke an das mittlerweile abgerissene Schloss und die einstige Bedeutung Braunschweigs als Residenzstadt in Ehren gehalten – so, wie man auch die Steinquader aus dem Portikus des Schlosses letztlich nicht vernichtet, sondern lediglich vergräbt. Die „Aura“, aber auch die außerordentliche kunsthandwerkliche Qualität der Schlossobjekte lassen sie die wechselnden Moden der Zeit überdauern.

Im Jahr 2003 beginnen die Pläne zur Wiederrichtung des Residenzschlosses und der Einrichtung eines neuen Schlossmuseums Gestalt anzunehmen und die Spurensuche nimmt an Fahrt auf. Bereits seit den 1990er Jahren war durch geradezu kriminalistische Recherchearbeit und durch etliche Presseaufrufe an die Bevölkerung so manches Inventar aus dem Brauschweiger Schloss
wieder aufgetaucht. In den Archiven wurden Bauakten studiert, Inventarlisten durchforstet, Möbelstempel identifiziert und Kleinodien entstaubt. Im Jahr 2005 können auf der berühmten Welfenauktion Gemälde, Hausrat und Möbel teilweise zurückgewonnen werden. Museen steuern wesentliche Leihgaben bei. Ensembles werden wieder vereint. Die dringend notwendigen Restaurierungsarbeiten bringen so manche Überraschung mit sich: Unter dem himmelblauen Velours eines Sofas kommen nicht nur eine rote Seide sondern darunter ein goldgelber Seidenbezug mit Brandlöchern der herzoglichen Rauchgesellschaft zum Vorschein. Das ist nur ein Beispiel für die „Vielschichtigkeit“ der Objekte und ihrer wechselvollen Nutzungsgeschichte.

Mit der Rückkehr zahlreicher Einrichtungsgegenstände in das Schloss, für das sie einst geschaffen wurden, schließt sich ein Kreis und es öffnet sich eine Bühne, auf der ihre Geschichten erzählt werden können. Die Ereignisse der Vergangenheit, die sich in den Räumen des Residenzschlosses abgespielt haben, existieren nur noch in den Quellen der Geschichtsforschung und in unserer Vorstellung. Doch die Sessel, Kommoden und Stühle, die die Kulisse dieser Geschichte gebildet haben, stehen nach langer Reise wieder vor uns im Schloss und laden uns dazu ein, über die seltsamen Zufälle und Geschichten zu staunen, die das Leben schreibt.

Termine und Informationen

Die Veranstaltung liegt in der Vergangenheit (04.05.2012 - 20.01.2013)



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