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Ausstellungen

Maria Loboda - "Dead Guardian"

Maria Loboda, The houses are all gone under the sea, 2013, schwarz patinierte Bronze, je 7 x 28 x 22 cm, Ausstellungsansicht Museo Nacional Centrde Arte Reina Sofíao, Foto: Joaquín Cortés and Román Lores / MNCARS 2013, Work produced by the Museo Nacional Centro de, Arte Reina Sofía, 2013

Maria Loboda (geb. 1979 in Krakau) hat eine Vorliebe für verschlüsselte Botschaften und Bedeutungen. In ihren Skulpturen, Installationen und Collagen verschleiert das Schöne und Harmlose den teils unheimlichen, teils bedrohlichen Wesenskern der Dinge. So beziehen sich die Arbeiten unter anderem auf rätselhafte Legenden und Protagonisten sowie historische Begebenheiten.

In ihrem dOCUMENTA 13-Beitrag This Work is Dedicated to an Emperor (2012) beispielsweise enttarnte Loboda die romantische Schönheit der Natur als unberechenbare Camouflage: Zwanzig eingetopfte Zypressen ahmten auf der Karlsaue Heeresformationen nach und ordneten sich fast wie von Geisterhand täglich neu.

Nicht nur das Verhältnis zur Natur, auch das geistig-spirituelle Verständnis von Raum und Interieur des beginnenden 20. Jahrhunderts greift Loboda in ihrer Kunst auf. Ganz nach Sigmund Freuds Aussage „Das Ich ist nicht Herr im eigenen Haus“ wird in ihrer Braunschweiger Ausstellung das Unbekannte von den Räumen der Villa Salve Hospes Besitz ergreifen. Das ehemalige Wohnhaus wird zu einem entrückten und verbotenen Ort, an dem die zurückgelassenen Gegenstände und Objekte ein verborgenes Eigenleben zu führen scheinen.

In Abwesenheit des Menschen hat sich auch die Natur ihr Revier bereits zurückerobert. So ragt ein Falknerhandschuh aus einer Wand hervor und wartet lautlos, aber fordernd auf den Landeanflug des Greifvogels. Und Her Artillery, die steinerne Löwin, wacht – halb schlafend, halb lauernd – über ihrer ungewöhnlichen Beute. Die sonst so erhabene und stolze Villa wird in subtiler Weise aus dem Gleichgewicht gebracht und in ihren Räumen herrscht eine sonderbar angespannte Stille, die sprichwörtliche „Ruhe vor dem Sturm“.

Maria Loboda hat bis 2008 an der Städelschule in Frankfurt bei Mark Leckey studiert. Neben der dOCUMENTA 13 in Kassel nahm sie an zahlreichen Gruppenausstellungen teil, unter anderem im Museum of Modern Art, Dublin (2013) und im Hamburger Bahnhof, Berlin (2011).

Einzelausstellungen widmeten ihr beispielsweise der Kunstverein Bielefeld (2010), das Ludlow 38, New York (2012) und das Museo Reina Sofia, Madrid (2013). Im Frühjahr 2014 wird ein Künstlerbuch (de/engl.) zur Ausstellung erscheinen. Ausstellung und Katalog werden maßgeblich unterstützt durch den Förderpreis „Kataloge für junge Künstler“ der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.

Termine und Informationen

Die Veranstaltung liegt in der Vergangenheit (22.03.2014 - 01.06.2014)



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