Menü und Suche
Ausstellungen

Alexander Calvelli - "Zwischen Zucker und Zink - Gemälde einer unzugänglichen Welt"

Alexander Calvelli

Neben-Ausstellungsorte: Augustinum, Bankhaus Löbbecke, Hauptbahnhof, Industrie- und Handelskammer, Stadthalle Braunschweig, Buchhandlung Graff

Vom 18. September bis 9. November 2014 sind erstmals in Braunschweig Werke des Kölner Künstlers Alexander Calvelli zu sehen. Calvelli gehört zu der relativ kleinen Gruppe von Malern, die sich mit der Industrie als Motiv
auseinandersetzen.

Calvelli malt fotorealistisch in der Tradition der französischen, holländischen oder auch amerikanischen Maler wie Courbet, Rembrandt oder auch Edward Hopper. Seine Gemälde sind auf mehrfache Weise staunenswert. Die Gemälde, die im ersten Moment oft als Fotografie wahrgenommen werden, wirken wie riesige Wandfüllende Museumsformate, sind oft jedoch nur wenige Zentimeter groß. Und durch die subtile Auswahl und Veränderung der Motive verleiht er den Gemälden eine Aussage bzw. Funktion.

Diese erschließt sich dem Betrachter oft erst nach dem Erhalt von Zusatzinformationen oder durch versteckte hinweise in den Bildern. Seine fotorealistischen Bilder dokumentieren oft Orte die vor einer Veränderung stehen. Die kurz vor der Schließung stehen, bereits stillgelegt sind oder einer Umnutzung zugeführt werden sollen.

Seine Bilder sind „gemalter Denkmalschutz“, so Calvelli. Nicht jede Maschine,
Landschaftssituation oder Fabrik kann erhalten, konserviert werden. So halten Calvellis Gemälde meist etwas fest, dass der Normalbürger so noch nie gesehen hat oder so nicht sehen wird oder im diese Welt gänzlich unzugänglich bleibt.

Zechen, Häfen und Werkshallen sind die Orte, die Alexander Calvelli (51) als
Künstler antreiben. In seinen fast akribisch detailgetreuen Bildern dokumentiert der Kölner „Stätten der Arbeit“, die als unmodern, überholt oder ineffizient gelten und deshalb dem Verfall preisgegeben sind. Viele seiner Kunstwerke entstanden im Ruhrgebiet, in stillgelegten Zechen und Stahlhütten, in denen der Einzelne ein ganzes Leben oder sogar mehrere Generationen eingebunden war. „Ich verschönere nichts, bewerte nichts“, sagt Alexander Calvelli dabei über sich und seine Rolle. Dennoch ist seine fotorealistische Malweise mehr als reine Fotografie.

Ist das Abbild oder Ausdruck, ist es Foto oder Gemälde, gibt es das, was du siehst wirklich (gab es das jemals) oder malt er deine Erinnerungen,
sind es deine Gedankenbilder?

Für die Ausstellung in der Jakob-Kemenate hat Alexander Calvelli, der an der Kölner Fachhochschule Kunst studierte und unter anderem Stadtmaler der Stadt Leverkusen war, fast zwei Jahre lang intensiv im Braunschweiger Land recherchiert.

Die Ausstellung, umfasst daher zwei große Motivgruppen:
1. Motive aus dem Braunschweiger Land,
2. Motive aus Industrieanlagen, Landschaften, Werkshallen, Tagebau aus ganz Deutschland.

Das Resultat sind mehr als 140 Werke die zusätzlich zu den Gemälden aus ganz Deutschland, die Industrieanlagen in der Region dokumentieren, darunter das umstrittene atomare Endlager Asse, die Hüttenwerke in Ilsede sowie die „fast“ untergegangene Zucker- ,Bahn-, Salz-, Konserven-, Gemüse-, Erdöl-, Mühlen-, Hütten- und Zinkindustrie. Zeugen sind überall im Braunschweiger Land zu finden, nur deuten kann sie heute kaum noch jemand.

Termine und Informationen

Die Veranstaltung liegt in der Vergangenheit (18.09.2014 - 09.11.2014)

Ort: jakob-kemenate, Eiermarkt 1 a und dezentrale Orte
Eintritt: 5 € pro Person / Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren frei

Veranstaltungsreihe

Weitere Informationen sowie alle Veranstaltungen der Reihe:
Begleitprogramm zur Ausstellung "Alexander Calvelli"



Für Texte von Veranstaltern ist die Terminredaktion nicht verantwortlich. Alle Angaben ohne Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit.

zurück zur Suche
Fester Link auf diese Veranstaltung.

Weitere Informationen Externe Links