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Ausstellungen

Open House - A group show on hospitality

Gruppenausstellung

Slavs and Tatars, Mother Tongues and Father Throats, 2012, Wollteppich, 500 x 300 cm, Installationsansicht 25th International Biennial of Graphic Design, Brno, 2012, Courtesy the artists and Kraupa-Tuskany Zeidler, Berlin

Zum ersten Mal seit 2007 füllt eine thematische Gruppenausstellung die Räume der Villa Salve Hospes: Die Ausstellung OPEN HOUSE – a group show on hospitality versammelt elf internationale künstlerische Positionen, deren Werke die Gastfreundschaft als gesellschaftliches, kulturelles und politisches Phänomen kommentieren.

Der Gastfreundschaft eine Schau im Kunstverein Braunschweig zu widmen, legt bereits der Schriftzug „Salve Hospes“ (lat. Sei gegrüßt, Gast) nahe, der als Motto oberhalb des Eingangsportals dem Ausstellungsgebäude seinen Namen gibt. Tatsächlich sieht die ursprüngliche Raumaufteilung des Architekten Peter Joseph Krahe gleich mehrere Zimmer vor, die der Gastlichkeit zugedacht sind: Empfangs-Foyer, Festsaal, Fremdenzimmer.

Jedoch kann, über diesen konkreten Ortsbezug hinaus, Gastfreundschaft ganz generell als charakteristische Struktur für den Kunstbetrieb gelten, wenn Künstlerinnen und Künstler eingeladen werden, um vor Ort Ausstellungen zu realisieren: Dann gilt es, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich die Künstler-Gäste wohl und ‚wie zuhause fühlen’, um Arbeiten zu entwickeln und letztlich eine Ausstellung zu realisieren.

Außerdem ist OPEN HOUSE als einladende Geste an Künstler wie Publikum zu verstehen, sich mit Fragen des Gast- sowie des Gastgeber-Seins und mit den spezifischen Sichtweisen und Zusammenhängen, die sich damit verknüpfen, auseinanderzusetzen.

In der Ausstellung entfalten sich Konzepte und Vorstellungen zur Gastfreundschaft zwischen Hotelzimmerwänden, sprachlichen Differenzen und Brückenschlägen, Spuren, die der Gast hinterlassen hat, bis hin zu Verweisen auf Exil, Kolonialismus und Flüchtlingspolitik.

OPEN HOUSE zeigt die Gastfreundschaft – per se an Bedingungen geknüpft und daher im Widerspruch zum Kerngedanken – in ihrer Ambivalenz zwischen Willkommenswärme und Strapaze. Mit größtenteils eigens für diese Ausstellung neu produzierten Installationen, bildhauerischen Werken, Videos und fotografischen Arbeiten, zeigt sich das Thema in seiner Vielgestalt und Komplexität.

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:
Bianca Baldi (*1985, Johannesburg, ZA), Yael Bartana (*1970, Kfar-Yehezkel, IL), Kasia Fudakowski (*1985, London, GB), Philipp Grünewald (*1989, Frankfurt/Main, DE), Sven Johne (*1976, Bergen auf Rügen, DE), Peles Empire (Katharina Stöver, *1982, Gießen, DE & Barbara Wolff, *1980, Fogaras, RO), Thomas & Renée Rapedius (*1975/*1973, Niedersachsen, DE), Ani Schulze (*1982, Frankenberg, DE), Slavs and Tatars (gegr. 2006 in Eurasien), Florian Slotawa (*1972, Rosenheim, DE), Heimo Zobernig (*1958 in Mauthen, AT)

Termine und Informationen

Die Veranstaltung liegt in der Vergangenheit (12.09.2015 - 22.11.2015)



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