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Ausflüge und Führungen, Ausstellungen

Öffentliche Führung zur Ausstellung "Michael Riedel - Besuchte und nicht besuchte Ausstellungen [Einladungen 1997-2015]"

Haus Salve Hospes, erbaut 1805-1808 von Peter Joseph Krahe (Stadtseite) Foto: Thomas Müller

Seit seines Studiums an der Frankfurter Städelschule gestaltet Michael Riedel (*1972) Einladungskarten und Plakate, um auf seine Ausstellungen, Performances und andere Ereignisse hinzuweisen, die sein vielgestaltiges Werk charakterisieren. Dabei ist die Einladung als solche immer schon wesentlicher Teil seiner künstlerischen Strategie, mit dem er sich in die Kunstgeschichte einschreibt. Sie steht für ein potentielles Ereignis, an dem man hätte teilnehmen können, tatsächlich teilgenommen hat oder noch teilnehmen wird.

Für seine Einzelausstellung im Kunstverein Braunschweig werden erstmals sämtliche Einladungen, die seit 1997 bis heute von Michael Riedel gestaltet wurden, zu sehen sein und mit den jeweils assoziierten Inhalten verknüpft. Dadurch wird deutlich, wie dicht und eng verwoben das Werk des Künstlers ist, das sich aus seinem Motto „record – label – playback“ (aufnehmen – labeln – abspielen) ergibt.

Während er sich einem Schöpfungsprozess im traditionellen Sinne verweigert, entscheidet sich Michael Riedel für das Ab-Schöpfen dessen, was das Feld der Kunst an Kommunikaten pausenlos hervorbringt. So entstehen Werke, mit denen er – teilweise sehr humorvoll – innerhalb des Systems Kunst agiert und dieses im selben Moment eine Außenperspektive einnehmend kommentiert.

Im Kunstverein Braunschweig macht der Künstler außerdem den Ausstellungsraum an sich zum Sujet und durchsetzt die gesamte Architektur der Villa Salve Hospes mit seiner Idee eines Ausstellungsdisplays. Indem er jede Öffnung – Fenster wie Türen – in Form von weißen Platten reproduziert und in den jeweiligen Räumen platziert, weist er die Unterbrechungen der Wände in den Ausstellungsräumen hin, an denen Kunst hängen könnte.

Die Platten, teilweise an den Wänden und mitunter vor den Fenstern positioniert, schließen den Raum an vielen Stellen nun mehr ab und suggerieren einen White Cube, der paradoxerweise durch die Präsenz dieser als Ausstellungsdisplay sogleich hinterfragt wird. Riedels Arbeiten werden ausschließlich an diesen Wänden platziert und lassen darüber hinaus den Raum frei für diverse Sound-Einspielungen und Videos, die ausschnitthaft verschiedene Ereignisse veranschaulichen.

Termine und Informationen

Die Veranstaltung liegt in der Vergangenheit (06.12.2015 - 14.02.2016)



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