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Ausstellungen, Wissenschaft

Dürer, Cézanne und Du. Wie Meister zeichnen

Sonderausstellung

Rembrandt Harmensz. van Rijn (1606-1669), Studie eines sitzenden Hundes, um 1637, Schwarze Kreide, 82 x 99 mm, Foto: C. Cordes, HAUM

Am 6. April 2017 ziehen meisterhafte Zeichnungen aus 6 Jahrhunderten in die neuen Sonderausstellungsräume des im Oktober eröffneten Herzog Anton Ulrich-Museums ein.

Im "Zeichenlabor" der Ausstellung können Besucherinnen und Besucher sogar selbst zu Zeichenkünstlern werden und sich dabei von mehr als 100 Kunstwerken vom Mittelalter bis zur Gegenwart inspirieren lassen.

Die erste große Sonderschau in den stark erweiterten Ausstellungssälen bietet einen Überblick über die Höhepunkte und die Vielseitigkeit gezeichneter Kunst. Der Bogen spannt sich über die verschiedenen europäischen Kunstlandschaften und Epochen, vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Vertreten sind Meister von Albrecht Dürer über Caspar David Friedrich bis Paul Klee.

Gezeigt werden mehr als 100 herausragende Meisterwerke. Außerdem können Besucherinnen und Besucher im „Labor der Zeichnung“  ihre eigenen Zeichenkünste erproben und sich von der Tradition des Zeichenstudiums von der Renaissance bis heute inspirieren lassen. In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig wird die Ausstellung hier zur Zeichenakademie.

Die kleine Skizze eines Hundes von Rembrandt Harmensz. van Rijn (1606-1669) wird in der Sonderausstellung zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Weltweit gibt es nur wenige Rembrandt-Zeichnungen von Tieren. Ab dem 6. April können Besucher eine davon in der Ausstellung "Dürer, Cézanne und Du. Wie Meister zeichnen" betrachten.

Die Kreidezeichnung, die bereits seit den 1770er Jahren im Bestand des Museums ist, wurde bis vor kurzem dem deutschen Tiermaler Johann Melchior Roos (1663-1731) zugeschrieben.  Bei einer systematischen Digitalisierung von 10.000 Zeichnungen fiel dem Leiter des Kupferstichkabinetts, Prof. Dr. Thomas Döring, die an Rembrandt erinnernde Zeichnung besonders auf.

Nach eingehenden Recherchen, darunter mikroskopische Untersuchungen, das Studium von vergleichbaren Originalen Rembrandts und Konsultationen mit internationalen Autoritäten der Rembrandt-Forschung publizierte Döring die Zeichnung als eigenhändiges Werk Rembrandts, entstanden um 1637, in der renommierten Fachzeitschrift „Master Drawings“ (Jg. 44, Nr. 3, 2016, S. 369-378). Die Neuzuschreibung wurde von renommierten Rembrandt-Forschern durchweg postiv aufgenommen und anerkannt. Demnächst wird die Zeichnung in das neue Rembrandt-Werkverzeichnis aufgenommen.

Termine und Informationen

Die Veranstaltung liegt in der Vergangenheit (06.04.2017 - 16.07.2017)



Alle Angaben ohne Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit.

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