Die Bemühungen um eine aktive und differenzierte Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit finden im Dezernat Kultur und Wissenschaft der Stadt Braunschweig ein Forum.
Mit dem Ziel, verschiedene Projekte und Initiativen in diesem Bereich zu verbinden und damit ein gesamtstädtisches "Vernetztes Gedächtnis" zu schaffen, wurde das sogenannte Gedenkstättenkonzept der Stadt Braunschweig entwickelt. Einzelprojekte des Konzepts wurden bereits realisiert. Seit 2000 sind insbesondere drei Orte entstanden, an denen Trauer, Gedenken und Nachdenken ihren Raum finden: die gestaltete Erinnerungsstätte auf dem Friedhof Hochstraße, die Gedenkstätte KZ-Außenlager Braunschweig Schillstraße und die Erinnerungsstätte für verfolgte und ermordete Braunschweiger Sinti im Altbau des Rathauses.
Darüberhinaus erinnern Gedenkplatten im Stadtbild an den Nationalsozialismus sowie an die Teilung und die Einheit Deutschlands.
Mit dem Projekt "Vernetztes Gedächtnis" entstand in Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig ein interaktiver Stadtplan zur Topografie der nationalsozialistischen Herrschaft.
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Bedeutende Braunschweigerinnen und Braunschweiger werden im Stadtbild mit bisher 36 Persönlichkeitstafeln geehrt.
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Am 22.08.2011 wurde eine Persönlichkeitstafel für den früheren Braunschweigischen Ministerpräsidenten Dr. Heinrich Jasper (21.08.1875-19.02.1945) am Bültenweg 85 enthüllt. Geehrt wurde Jasper als überzeugter Demokrat, der auch während des nationalsozialistischen Unrechtsregimes für die freiheitliche Demokratie eingetreten war und in Bergen-Belsen starb.
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Zur Erinnerung und Mahnung an die Bücherverbrennung wurde am 23. Juni 2010 auf dem Braunschweiger Schlossplatz eine Gedenkplatte enthüllt. Sie erinnert an die von Nationalsozialisten initiierte Bücherverbrennung am 10. Mai 1933.
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Am 1. Oktober 2010 wurde eine Gedenkplatte zur Erinnerung an den zwanzigsten Jahrestag der Wiedervereinigung Deutschlands an dem Fragment der ehemaligen Berliner Mauer auf dem Platz der Deutschen Einheit enthüllt.
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In Zusammenhang mit dem "Konzept zur Planung, Errichtung und Gestaltung städtischer Erinnerungsstätten zur nationalsozialistischen Gewaltherrschaft" wurden als Projekte gegen das Vergessen z. B. drei Orte des Gedenkens von Künstlerinnen und Künstlern gestaltet: Gedenkstätte KZ-Außenlager Braunschweig Schillstraße/"Offenes Archiv", Gedenkstätte Friedhof Hochstraße, Erinnerungsstätte für verfolgte und ermordete Braunschweiger Sinti. Das Konzept finden Sie hier:
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Seit 1995 erinnert der Künstler Gunter Demnig mit seinem Projekt „Stolpersteine“ bundesweit an Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Aktuell gibt es in Braunschweig 166 Stolpersteine.
Neun Stolpersteine wurden im Mai 2011 verlegt. Im Mittelpunkt standen die Schicksale der Geschäftsleute und Familien Hamburger und Littauer sowie von Emmy Vosen. Die Biographie-Recherche wurde durchgeführt von Schülern, Schülerinnen und Lehrerinnen der Realschule Maschstrasse und der Waldorfschule Braunschweig.
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