
Projekt Stolpersteine
Projekt Stolpersteine
Ein kleiner, in den Fußweg vor der letzten frei gewählten Wohnstätte eingelassener Würfel holt die Opfer aus der Anonymität heraus und dorthin zurück, wo sie als Nachbarn gelebt haben. Eine schlichte Messingplatte, verankert an der Oberfläche des Würfels, trägt die Aufschrift “Hier wohnte“ und darunter folgen Namen, Geburtsdatum und das weitere Schicksal des jeweiligen Opfers.
Was als limitierte Kunstaktion im öffentlichen Raum begann, entwickelte sich zur „Bürgerbewegung“, in der Einzelpersonen und Initiativen das Schicksal verschleppter Mitbürger in ihrer Stadt recherchierten und den Künstler Gunter Demnig beauftragten, es mit „Stolpersteinen“ für die Nachwelt sichtbar zu machen.
Seit einigen Jahren werden auch in Braunschweig „Stolpersteine“ verlegt. Dabei arbeitet der für das Projekt gegründete Verein „Stolpersteine für Braunschweig Förderverein e.V.“ eng mit Braunschweiger Schulen zusammen, deren Schülerinnen und Schüler ab dem 9. Jahrgang die Biografien der Opfer recherchieren. Bereits 192 Stolpersteine gibt es in Braunschweig, weitere Steine werden im Jahr 2012 folgen. Für einige Opfer wurde bzw. wird ein zweiter Stein vor der ehemaligen Schule oder der ehemaligen Arbeitsstätte verlegt.
Unter dem Titel „Stolpersteine mahnen“ bietet das KulturTeam Braunschweig e. V. seit 2010 Führungen an, die die Biografien einiger Opfer verbinden und ihren Anteil an Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft Braunschweigs würdigen.
Zu diesem Thema
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"Stolpersteine für Braunschweig Förderverein e.V."
Homepage des Vereins -
„KulturTeam Braunschweig e. V.“
Homepage des Vereins mit Führungsterminen

