Im II. Bereich "Die Bürger- und Hansestadt" (1227-1671) sind die Auseinandersetzungen zwischen Stadt und Herzögen Thema und damit zusammenhängend die Entstehung der städtischen Selbstverwaltung, die Herausbildung der Gilden, die innerstädtischen Aufstände bis hin zum Verlust der der Selbstständigkeit infolge der Eroberung durch die welfischen Herzöge.
Aber auch die wirtschaftliche Bedeutung Braunschweigs als "Zeughaus der Hanse" mit Waffenproduktion sowie als Zentrum des Fernhandels (mit Porträts bedeutender Tuchhändler) wird gewürdigt. Das Alltagsleben und das Fürsorgewesen wie auch die wichtige Rolle der Kirche – die Stadt Braunschweig schloss sich sehr früh der Reformation an – spielen ebenfalls eine große Rolle. Die Veränderungen des Stadtbildes sowie die Errungenschaften von Kultur und Wissenschaft dieser Zeit sind weitere wichtige Stationen.
Die Blütezeit Braunschweigs – sie war in dieser Zeit eine bedeutende Großstadt und übertraf Berlin und Hannover bei weitem – wird durch Goldschmiedearbeiten, herausragende Produkte der Waffenschmiedekunst, die Tetzelkiste, das Schmalkaldische Kästchen oder auch durch das Dekachordon von Heinrich Grimme eindrucksvoll dokumentiert.


