Im IV. Bereich "Die Industriestadt" (1830-1945) kommen die politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen von der Vertreibung des Herzogs in der Revolution von 1830 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zur Darstellung, wobei Erster Weltkrieg, Novemberrevolution, Weimarer Republik und NS-Zeit eine wichtige Rolle spielen.
Außerdem wird auf den wirtschaftlichen Strukturwandel als Folge der Industrialisierung eingegangen; deren Leitsektoren in Braunschweig wie Zucker- und Konservenindustrie, der Maschinen- anlagenbau, die Verpackungsindustrie wie auch die erst deutsche Staatseisenbahn werden gesondert vorgestellt. Außerdem finden wichtige Spezialfirmen wie Grotrian-Steinweg, Voigtländer oder Westermann Erwähnung. Die grundlegenden Veränderungen im sozialen Bereich wie auch der Wandel des Frauenbildes spielen ebenfalls eine bedeutende Rolle. Die kulturellen Höhepunkte – erinnert sei an den Schriftsteller Wilhelm Raabe, den Komponisten Franz Abt oder den Maler Heinrich Brandes – , das religiöse Leben oder die Vielfalt der Vereine vermitteln das Bild einer lebendigen Stadt von der Mitte des 19. Jh. bis hin zu den Tagen ihrer Zerstörung am 14./15. Oktober 1944, die den Verlust des historischen Stadtbildes nach sich zog. Wichtige Exponate dieser Abteilung sind Produkte und Erinnerungsstücke Braunschweiger Firmen, Gegenstände aus dem Alltagsleben wie die Miele-Waschmaschine von 1904, der silberne Chanukkaleuchter aus dem Besitz Max Jüdels wie auch die Türbekrönung der alten Synagoge vom Kohlmarkt. Eine Attraktion ist die Rekonstruktion eines Luftschutzkellers aus dem Zweiten Weltkrieg


