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Christian Rohlfs, Käthe Kollwitz und Ernst Barlach

Städtisches Museum zeigt Neuwerbungen aus der Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch

Christian Rohlfs, Gott zeichnet Kain, 1919, © VG Bild-Kunst, Bonn 2007

Aus dem Fundus der Neuerwerbungen der Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch zeigt das Städtische Museum ab dem 11. Oktober 2007 eine Auswahl. Den Auftakt macht Rohlfs’ impressionistisch aufgefasster „Herbstwald bei Weimar“ aus dem Jahr 1890. Um die Jahrhundertwende findet bei dem Künstler eine künstlerische Zäsur statt: er öffnet sich avantgardistischen Strömungen. Sein 1919 entstandenes „Kainsmal“ von 1919 zeigt dies anschaulich mit expressiv bewegten Figuren.

Ernst Barlach, Das Opfer, 1924, © Ernst Barlach Lizenzverwaltung Ratzeburg

Barlachs druckgraphische Arbeiten begleiten sein bildhauerisches Werk seit der Jahrhundertwende. Insbesondere für den Paul Cassirer Verlag in Berlin schuf der Künstler mehrere druckgraphische Zyklen. Am Beginn stehen Lithographien, ab 1910 dann auch Holzschnitte, eine Technik, die dem Künstler sehr viel mehr lag, da er so gezwungen war, die Figuren auf wenige Formen zu reduzieren. Teilweise beziehen sich die Graphiken auf eigene literarische Werke, teilweise illustrieren sie Klassiker der Weltliteratur. Im Mittelpunkt stehen aber immer auch die Grundkonflikte menschlichen Daseins.

Käthe Kollwitz, Schwangere Frau, 1910, © VG Bild-Kunst, Bonn 2007

Käthe Kollwitz schlägt in ihren Arbeiten einen stärker sozial ausgerichteten Ton an. Sie versuchte mit ihren Graphiken unmittelbar auf gesellschaftliche Missstände zu reagieren. So sind von ihr auch Plakate erhalten, in denen sich die Künstlerin offen gegen Hunger und Not wendet. In technischer Hinsicht zeigt sie ein wesentlich breiteres Spektrum. Neben Radierung, Holzschnitt und Lithographie gibt es auch Blätter, die verschiedene Techniken kombinieren.

Die Zusammenschau der Arbeiten der drei Künstler in der Ausstellung veranschaulicht unterschiedliche künstlerische Formensprachen, in deren Zentrum jedoch stets der Mensch steht.

Dank ihres Stiftungskapitals kann die Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch jedes Jahr Kunstwerke erwerben. Die Sammlung der Stiftung wächst so kontinuierlich und das Braunschweiger Publikum kann sich immer wieder über Neuerwerbungen freuen. In den vergangenen beiden Jahren wurden zwei Gemälde von Christian Rohlfs, über 130 Graphiken von Ernst Barlach sowie mehr als 60 graphische Arbeiten von Käthe Kollwitz in die Stiftung eingebracht. Damit befinden sich im Städtischen Museum Braunschweig bedeutende Konvolute graphischer Arbeiten von Kollwitz und Barlach, die in Niedersachsen einmalig sein dürften.

Städtisches Museum
Am Löwenwall
38100 Braunschweig

Öffnungszeiten:
Di – So 10 – 17 Uhr
Eintritt frei!

Gruppenführungen (ab 10 Personen, 1.50 € p. P.) auf Anfrage: 0531-470-4505

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Impressum

Stadt Braunschweig
Platz der Deutschen Einheit 1
38100 Braunschweig
Telefon: +49 5 31 4 70-1
E-Mail: stadt@braunschweig.de
Umsatzsteuer-ID: DE 114878770

Die Stadt Braunschweig ist eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts.
Sie wird vertreten durch den Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann.

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