Die Filmreihe "DOKfilm im Roten Saal" des städtischen Kulturinstituts richtet den Focus auf aktuelle nationale und internationale Dokumentarfilme und versteht sich als Ergänzung zum übrigen Filmangebot in Braunschweig.
"DOKfilm im Roten Saal" wurde von der gemeinsamen Mediengesellschaft der Bundesländer Niedersachsen und Bremen "nordmedia" mit einer lobenden Erwähnung für die Gestaltung eines hervorragenden Jahresfilmprogramms im Jahr 2010 in der Kategorie nichtgewerbliche Filmtheater ausgezeichnet. Weitere informationen zur Kinoprogrammpreis-Verleihung in Lüneburg sind hier zu finden.
Es wird empfohlen, Karten für die Vorführungen im Roten Saal, Schlossplatz 1, jeweils bei den entsprechenden Filmangeboten online zu reservieren.
Eintritt: 5,00 €/4,00 € (ermäßigt)
Aktuelle Filme
DO | 24. Mai 2012 | 19:30 Uhr: Der atmende Gott
Deutschland 2011 | Regie: Jan Schmidt-Garre | 104 Min. | OmdU Durch das Jogging haben Turnschuhe ihren Eingang in die weltweite Alltagsmode gefunden; durch Yoga wurden fernöstliche Denkweisen im Westen salonfähig. So zeigt ein bekannter Weltkonzern für seine Werbekampagnen des 21. Jahrhunderts nur noch zwei Archetypen des Großstädters: Joggende und Yoginis. Männer gehen laufen, Frauen machen Yoga? Doch was ist das eigentlich, was geschieht, während man das macht? Was ist Yoga? Ein urtümlicher Ritus? Indische Gymnastik? Eine Art Religion - oder doch eher exotisches Variété, im Irgendwo angesiedelt zwischen Schlangenmenschen und gepflegter Hyperventilation? Schmidt-Garres Film ist eine Reise zu den Wurzeln des modernen Yoga, der noch im Indien des frühen 20. Jahrhunderts eine geringgeschätzte Form von Zirkus war: „Nur für Bescheuerte und Verklemmmte“, wie sich einer der Protagonisten bitter erinnert. Was Schmidt-Garre findet, ist der Zauber einer Alltagspraxis, deren mythische Verklärung uns hierzulande oft den Blick auf das unerzählt Wesentliche verstellt. „Der Atmende Gott“ ist dabei vor allem auch ein aufregendes Zeitdokument, das die maßgeblichen Erfinder des modernen Yoga vor einer Kamera vereint.
DO | 21. Juni 2012 | 19:30 Uhr: A letter to the future
Brasilien/Deutschland/Portugal 2011 | Regie: Renato Martins | 88 Min. | OmdU
Mit seinem Film ist dem brasilianischen Regisseur Renato Martins ein bewegendes Porträt der kubanischen Familie Torres gelungen. Die Familie, bestehend aus vier Generationen, hat die gesamte Entwicklung der kubanischen Revolution in den letzten 50 Jahren durchlebt. Was ist aus den Anliegen, Träumen und Hoffnungen der Revolution geworden? Was wird die Zukunft bringen? Über sieben Jahre wurde die Familie Torres in Havanna in ihrem Alltag bei den Herausforderungen des täglichen Lebens gefilmt: wenn der Strom ausfällt, das Wasser nur mit Trickserei fließt und der Sohn das Land verlässt. Die Familie offenbart aber auch viel Liebe und Patriotismus für das Land, die Heimat und die Revolution. Martins Film dokumentiert all dies ohne Wertung, mit viel Sensibilität, ganz nah an den Menschen, ihrer Situation, ihren Gefühlen.
„A Letter to the Future zeigt keine Oppositionellen. Er erwähnt auch nicht die politischen Gefangenen, die in den Gefängnissen Kubas sitzen.(...) Aber dieser Film gibt einen tiefen Einblick in das tägliche Leben und den täglichen Kampf auf der Insel (...) Er zeigt Kubaner in ihrem Alltag mit ihren Problemen und ihren Wünschen. Deswegen ist „A Letter to the Future“ ein sehenswerter Film.“ (Die Zeit)
DO | 19. Juli 2012 | 19:30 Uhr: 6 x Venedig - Sei Venezia
Italien 2010 | Regie: Carlo Mazzacurati | 95 Min. | OmdU
Wie ist es, in einer der unnormalsten Städte der Welt zu leben? Wie ist der Blick der Bewohner auf ihre Stadt und das Leben in ihr? Unterscheidet sich ihr Lebensrhythmus von unserem?
Ein Jahr, vom Herbst bis zum Sommer, hat Mazzacurati seine Zeit mit sechs Venezianern in der Lagunenstadt verbracht. Durch sie will er das Wesen Venedigs entdecken und „einen Schlüssel finden, mit dem er die geheimen und unsichtbaren Türen der Stadt öffnen kann“, so Mazzacurati.
Bei Tag und Nacht leuchtet er in Venedigs Ecken und hört den
Geschichten der Bewohner, einem Archivar, einem Zimmermädchen, einem Archäologen, einem Künstler, einem ehemaligen Dieb und einem Jungen zu. Die Drehorte sind die Orte, an denen diese Personen leben und arbeiten, die Landschaft und das Wasser: Mestre, das Hotel Danieli, St.
Alvise, Murano, eine Bar in San Marco und Sacca Fisola.
„6 X VENEDIG“ zeigt, dass es in Venedig weit mehr gibt als Markusplatz, Lido, Vaporetto fahren, Biennale und Karneval.
Kontaktadresse
Roter Saal
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| Telefon | 0531 470 4861 |
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| Anfahrt | Mit allen Straßenbahnen: Der Nordflügel des Schlosses liegt in unmittelbarer Nähe zu der Haltestelle „Rathaus”. Dort stehen Ihnen die Linien M 1, M 2, M 3 und M 4 zur Verfügung. Die Haltestelle „Schloss”, ebenfalls sehr nah, wird zudem von der Linie M 5 angefahren.
Mit vielen Buslinien: Die Bushaltestelle „Rathaus” befindet sich ebenfalls in direkter Nähe. Dort verkehren die Buslinien 418, 420, 422, 443, 450, 452, 480, 493, 560, M 11, M 13 und M 16. |
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Archiv "DOKfilm im Roten Saal"
Hier erhalten Sie einen Überblick über die im Rahmen der Dokumentarfilmreihe "DOKfilm im Roten Saal" präsentierten Filme.






