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Harxbüttel

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Harxbüttel

Kleine Ansiedlung auf einer Schunterinsel

Karte des Ensembles
1 Alter Ortskern, Insel
2 Frickenmühle

Harxbüttel wird erstmals 1007 als „Herikesgebutle“ in einer Urkunde von König Heinrich II. erwähnt. Der Name lässt jedoch auf eine Gründung im 8. oder 9. Jahrhundert schließen. Der Ort entstand wohl im Zuge der Schunterbefestigungen und lag ursprünglich auf einer Insel (1).

Nach wechselnden Grundherren, unter anderem von Wenden und von Olvenstedt, gelangte Harxbüttel 1403 zum Braunschweiger St. Blasiusstift. 1573 errichteten die Kanoniker des Stiftes im Ort ein Kapitelhaus (Wohnsitz des Stiftsvogts), den sogenannten „Tempelhof“. Ein Glasfenster der Kapelle des 1856 abgerissenen Tempelhofes befindet sich heute im Städtischen Museum in Braunschweig.

Mitte des 19. Jahrhunderts siedelten die Höfe des Dorfes aus Platzgründen von der Insel auf die Nordseite der Schunter um. Der Ort entwickelte sich zum regellosen Platzdorf. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand durch Ansiedlung von Flüchtlingsfamilien, getrennt vom alten Dorf, eine neue Siedlung. Durch ständige Bautätigkeiten in den letzten Jahrzehnten ist die anfänglich zweigeteilte Siedlung heute baulich zusammengewachsen.

Östlich von Harxbüttel liegt an der Schunter die Frickenmühle (2). Die Mühle ist der Rest des im 14. Jahrhundert wüst gewordenen Ortes Eilersbüttel. 1974 wurde Harxbüttel aus dem Landkreis Gifhorn in die Stadt Braunschweig eingemeindet.

Stadtplan
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