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Peter Joseph Krahe

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Peter Joseph Krahe

geb. 08.04.1758 • gest. 07.10.1840

Peter Joseph Krahe wurde in Mannheim geboren, studierte Malerei an der Düsseldorfer Kunstakademie, wo er 1780 zum Professor berufen wurde. Während einer Studienreise nach Italien entschied er sich 1783, in das Berufsfach des Architekten zu wechseln.


Die in Italien erlangten Kenntnisse über die antiken Bauten sowie die Auseinandersetzung mit der Villen-Architektur Palladios und den Prinzipien der sogenannten „Revolutionsarchitektur“ fanden, zurück in Deutschland, Eingang in Krahes Bauschaffen. Er zählt damit zu den Wegbereitern des Klassizismus in Deutschland.


Krahe arbeitete bis 1789 als freier Architekt, bevor er 1790 zum Hofkammerrat in Koblenz ernannt wurde. Die Umstände der napoleonischen Besetzung Deutschlands führten ihn im Jahre 1803 über Hannover nach Braunschweig, wo er die Leitung des herzoglichen Bauwesens übernahm. Hier wirkte er, unterbrochen nur durch die napoleonische Besetzung des Herzogtums zwischen 1806 und 1813, bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand 1837.

Der Wallring um die Braunschweiger Innenstadt im Luftbild (Foto: © Dieter Heitefuß)
Der Wallring um die Braunschweiger Innenstadt im Luftbild
(Foto: © Dieter Heitefuß)
Krahe wurde eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Bauaufgaben übertragen: Theater und Orangerien, Villen, Gutshäuser, Reithallen und Denkmäler, aber auch technische Anlagen wie Brücken, Schleusen und Brunnen. Während im hochbaulichen Bereich die Villa ‚Salve Hospes' hervorzuheben ist, zählt im städtebaulichen vor allem die Gesamtplanung für die Anlage der Wallpromenaden auf dem Gelände der aufgelassenen barocken Bastion zu seinen bedeutendsten Leistungen.


P. J. Krahe starb 1840 in Braunschweig und wurde auf dem Nicolai-Friedhof beigesetzt. Seit 1972 befindet sich seine letzte Ruhestätte auf dem St. Magnifriedhof. In Anerkennung und zur Förderung baukünstlerischer Leistungen stiftete die Stadt Braunschweig 1954 den ‚Peter Joseph Krahe-Architekturpreis'.

Die Aufstellung des Schildes wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von Frau Dorit Gereke.

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