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20 Oker und Häfen

Unter Herzog Julius (1568-1589) wurde die Okerschifffahrt systematisch ausgebaut.
Wichtig für die Städte Wolfenbüttel und Braunschweig war die Flößerei von Bauholz aus dem Harz. Aber auch auf Lastkähnen wurden Steine aus dem Ösel und dem Thieder Lindenberg und andere Güter transportiert. Es war eine Treidelschifffahrt, bei der die Besatzung in Stöckheim wechselte. Auf der Karte von 1767 ist auf dem Grundstück des Dorfkruges (Ass.33) ein Hafen festzustellen.
Unter der Regentschaft von Herzog Karl I.(1735-1780) ist die Oker systematisch weiter ausgebaut worden. Es entstanden die Wehre mit Schleusen bei Rüningen und Eisenbüttel. Gegen Ende des 18. Jh. verliert die Okerschifffahrt zunehmend an Bedeutung und wird mit der Eröffnung der ersten Staatseisenbahn (1838) von Braunschweig nach Wolfenbüttel und später bis nach Bad Harzburg ganz eingestellt.

Der Schriftsasse Commisionsrath Lutterloh hatte auf seinem Gelände (Ass 27) einen Lusthafen anlegen lassen. Von beiden Häfen ist heute nichts mehr zu sehen.(Reihenhausbebauung)

Rudolf Zehfuß

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