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Die Ringe des Königs - Aus der Sammlung König Ernst Augusts I. von Hannover

1837 endete mit dem Tod König Wilhelms IV. von England die 123 Jahre dauernde Personalunion zwischen England und Hannover. Die durch das Salische Recht festgeschriebene Bevorzugung männlicher Thronfolger in Hannover besiegelte ihr Ende. Während seine Nichte Viktoria in London gekrönt wurde, erbte Ernst August (1771-1851), Herzog von Cumberland, als ältester noch lebender Sohn König Georgs III. von England, den Hannoveraner Thron. Mit 66 Jahren wurde er Herrscher des Königreiches, das 1814 aus dem Kurfürstentum Hannover hervorgegangen war.

Erstmalig präsentiert das Herzog Anton Ulrich-Museum in der Kemenate der Burg Dankwarderode 19 Ringe aus der privaten Sammlung des Königs Ernst August von Hannover. Die Siegel- und Erinnerungsringe zeigen Wappen und heraldischen Motive des Herrscherhauses sowie die Profilbildnisse enger Verwandter des Königs. Darunter befinden sich gleich mehrere Ringe mit den Porträts seines Vaters, Georg III. von England, und seines ältesten Bruders Georg IV. von England. In dieser Sammlung spiegelt sich auf einmalige Weise der dynastische Anspruch des Welfenkönigs.

Ringe wurden und werden als persönliches Zeichen, als Ausdruck von Macht und Selbstverständnis und nicht zuletzt als Schmuck getragen. Neben den Ringen des Königs stehen weitere Fingerringe aus dem 16. bis 19. Jahrhundert in der Ausstellung für diese Vielfalt der Funktionen und Bedeutungen. Kostbarkeiten wie der vermeintliche Doktorring Martin Luthers und der sogenannte Verlöbnis- und Trauring Luthers und Katharinas von Bora – Lutherreliquien des späten 16. Jahrhunderts – ergänzen die Präsentation der königlichen Sammlung.

Edelsteine faszinieren die Menschen seit jeher. Die äußerst fein und minutiös in Karneol, Aquamarin oder Chrysopras eingeschnittenen Porträts und Wappen, die die Ringe aus der Sammlung des Königs schmücken, sind ausgezeichnete Beispiele für die Steinschneidekunst des 18. und frühen 19. Jahrhunderts. Ausgewählte Gefäße sowie antike und neuzeitliche Gemmen und Kameen geben darüber hinaus Einblick in die Sammlung geschnittener Steine des Herzog Anton Ulrich-Museums.

Termine und Informationen

Die Veranstaltung liegt in der Vergangenheit (20.09.2012 - 13.01.2013)
Ort: Herzog Anton Ulrich-Museum (Burg Dankwarderode)
Eintritt: Erw. 5 € / erm. 2,50 €, Kinder 4 bis 14 Jahre 1 € (inkl. Epochal)
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