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Gesundheitsförderung

Ansprechpartnerin

Doris Freudenstein
Doris Freudenstein

Doris Freudenstein
Gesundheitspädagogin

Stadt Braunschweig
Gesundheitsamt
Gesundheitsförderung
Hamburger Str. 226
38114 Braunschweig

Tel. 05 31 / 4 70 70 04
E-Mail: doris.freudenstein@braunschweig.de

Gesundheitsförderung im Gesundheitsamt

Die Gesundheitsförderung arbeitet seit vielen Jahren erfolgreich mit Schulen, Kindertagesstätten und Jugendeinrichtungen in Braunschweig zusammen. Präventive Angebote für Schulen, Unterstützung von Lehrer/innen und pädagogischen Fachkräften sowie Fortbildungsangebote stehen im Mittelpunkt der Arbeit. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt im Bereich Suchtprävention mit Alkohol-, Rauch- und Cannabisprävention. Bei der Entwicklung und Durchführung der suchtpräventiven Konzepte gibt es eine enge Verzahnung mit Braunschweiger Institutionen wie Jugendberatungsstellen oder Drogenberatungsstellen. Auch bei der Umsetzung bundesweiter Konzepte (z.B. HaLT = Hart am Limit; Konzept zur Alkoholprävention) ist die Gesundheitsförderung maßgeblich beteiligt. Grundlage für die produktive Zusammenarbeit ist der Braunschweiger Arbeitskreis Suchtprävention: ein Ort, an dem bereits zahlreiche Studien und Befragungen sowie Konzepte entwickelt wurden.

Braunschweig hat bereits mehrfach Preise für gelungene suchtpräventive Konzepte erhalten: die jüngste Auszeichnung wurde von der Akademie für öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf ausgesprochen: den Qualitätspreis 2010 erhielt das Projekt „Alles im Griff?“ –Alkoholprävention für Schulklassen. Dieses Angebot zur Alkoholprävention wird fortlaufend durchgeführt und steht Schulen zur Unterstützung ihrer präventiven Arbeit ständig zur Verfügung.

Suchtprävention - Angebote für Schulklassen

Suchtprävention möchte dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen ein (sucht-) freies und gesundes Leben führen können!
Untersuchungen zeigen, dass erste Erfahrungen mit Suchtstoffen in der Regel in der Jugendzeit erfolgen. Ob es beim Experimentieren bleibt oder ob sich eine schleichender Prozess in die Abhängigkeit entwickelt, hängt von vielen Faktoren ab: dem Suchtstoff selbst (Nikotin beispielsweise hat ein sehr hohes Abhängigkeitspotential), vom individuellen Menschen mit seinen unterschiedlichen genetischen und sozialen Voraussetzungen (manche Menschen sind aufgrund ihrer biologischen Veranlagung schneller suchtgefährdet!) und von den Einstellungen der jeweiligen Gesellschaft (gehört Alkohol meistens dazu?).
In Deutschland sterben noch immer jeden Tag 380 Menschen durch Tabakkonsum (das sind 140.000 im Jahr: so viele Menschen wie in der Stadt Heidelberg leben!). Alkohol wird von Jugendlichen durchschnittlich mit 13,5 Jahren das erste Mal probiert und 8 Monate später gibt es die erste Trunkenheitserfahrung. Eigentlich dürfte erst mit 16 getrunken werden und das wäre gut so, weil Alkohol die Intelligenz und Denkfähigkeit langfristig beeinträchtigt, die normale Entwicklung hemmt und das Risiko einer Abhängigkeit enorm steigt. Die Statistik spricht von 73.000 Alkoholtoten pro Jahr. Alkohol ist für 60 verschiedene Krankheiten verantwortlich und stellt das drittgrößte Risiko für Krankheit und Tod dar (siehe Factsheet, dhs, Binge-Drinking und Alkoholvergiftungen, 2009). Besonders Besorgniserregend sind die Veränderungen beim Trinkverhalten Jugendlicher, wobei die folgenden Zahlen lediglich die Spitze eines Eisberges darstellen: vom Jahr 2000 bis 2008 hat die Zahl der Alkoholvergiftungen unter Jugendlichen um 170% zugenommen. Derzeit werden in der Bundesrepublik 27 000 Jugendliche pro Jahr im Krankenhaus mit Alkoholvergiftung behandelt!
Aufgrund dieser Problematik setzt die Gesundheitsförderung Schwerpunkte bei Angeboten zur Alkohol-, Rauch- und Cannabisprävention.

Alkoholprävention


„Alles im Griff?“ – Alkoholprävention für Schulen (7. – 9. Klassen)

Die "Rauschbrille" simuliert einen Alkoholrausch von 1,3 Promille
Die "Rauschbrille" simuliert einen Alkoholrausch von 1,3 Promille

Die Jugendberatung mondo X und das Gesundheitsamt bieten Schulklassen ein Präventionsangebot in einer Altersstufe, in der sich Jugendliche mit dem Thema Alkohol auseinandersetzen, aber noch keine Konsumgewohnheiten entwickelt haben! Jugendliche sollen beim Erlernen eines gesunden und verantwortungsvollen Umgangs mit Alkohol unterstützt werden. Interaktionsspiele, ein Quiz und das Erleben mit der sogenannten „Rauschbrille“ sorgen in entspannter Atmosphäre für ein nachhaltiges Erlebnis und geben Anlass für eine produktive Auseinandersetzung.


Rauchprävention

Die Angebote zur Rauchprävention richten sich an die Altersgruppe 5. – 7. Schuljahr. Ziel ist es, Jugendliche zum Nichtrauchen zu motivieren. Erfreulicherweise gab es im Jahr 2010 einen historischen Tiefststand beim Rauchverhalten Jugendlicher: Niemals waren so viele Jugendliche Nichtraucher (Statistik der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung = BZgA)! Obwohl heute in vielen 7. und 8. Klassen das Rauchen als „uncool“ gilt, gibt es auch solche, in denen viele Schüler/innen dem Rauchen positiv gegenüber stehen. Für diese Gruppen finden Sie Angebote in unserem Flyer:

Cannabisprävention



Planspiel für 8. und 9. Klassen

Drogenberatungsstelle, Polizei und Gesundheitsamt haben ein Planspiel zur Cannabisprävention entwickelt. Es geht darum, Jugendlichen (Schwerpunkt 8. Klasse) die möglichen Konsequenzen beim Konsum von Cannabis ganz realitätsnah zu vermitteln. Die Jugendlichen erleben in der Rolle einer fiktiven Person, was passieren kann, wenn man Haschisch konsumiert, verschenkt oder besitzt. Das besondere ist, dass die Institutionen und Personen (Richter, Polizisten, Berater in Jugendberatungsstellen, …) ganz real vor Ort erlebt werden. Da insgesamt 10 Institutionen am Planspiel beteiligt, lassen sich pro Jahr nicht mehr als 6 Termine durchführen.

"Cannabis - Quo Vadis?"

Interaktiver Präventionsparcours für Schulklassen zum Thema Cannabis

Schwerpunkt 9. Jahrgangsstufe

Braunschweig bietet den im Dreiländereck entwickelten Präventionsparcours der Villa Schöpflin nun auch an: er wurde in Frankreich, der Schweiz und in Deutschland getestet, evaluiert und es konnten längerfristig positive Effekte bei den Schüler/innen festgestellt werden.

Das besondere dieses Braunschweiger Konzeptes ist, dass es von der Drogenberatungsstelle und dem Gesundheitsamt angeboten wird, bzw. es kann auch kooperativ durchgeführt wer-den. (z.B. kann jeweils eine Klassenhälfte die Prävention in der Drogenberatungsstelle und im Gesundheitsamt zeitgleich erleben). Es ist eine Präventionsveranstaltung, die sich an Schüler/innen aller Schulformen (13 – 18 Jahre) wendet (universelle Prävention). „Cannabis-Quo Vadis“ regt zur inhaltlichen Auseinandersetzung an, indem man sich an 6 Stationen mit den psychischen, körperlichen, rechtlichen und gesellschaftlichen Aspekten von Cannabis beschäftigt.