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Hanta-Virus

In Braunschweig sind in diesem Jahr bislang zwei Fälle einer Hantavirus-Erkrankung gemeldet worden. Das sind nicht mehr als in den vergangenen Jahren. Beide Fälle waren nicht lebensbedrohlich.

Infektionen mit dem Hantavirus verlaufen überwiegend unbemerkt, das heißt, die Krankheit verursacht so geringe Beschwerden, dass die Ansteckung dem Betroffenen gar nicht auffällt. Viele Infektionen werden deshalb auch gar nicht als solche erkannt. Die typischen Symptome sind grippeähnlich: mit drei bis vier Tage anhaltendem höherem Fieber, Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen. In schwereren Fällen können Nierenfunktionsstörungen, in Ausnahmefällen auch eine lebensbedrohliche Blutungsneigung hinzukommen.

Die Viren werden von infizierten Mäusen über Kot, Urin und Speichel ausgeschieden. Hauptüberträger sind in Mitteleuropa Rötelmaus, Brandmaus und Wanderratte. Das größte Risiko für eine Hantavirus-Infektion besteht, wenn man Kontakt mit Mäusen oder deren Ausscheidungen hat. Dies droht insbesondere im ländlichen Raum beim Aufenthalt in oder bei der Reinigung von Scheunen, Schuppen, Ställen oder verlassenen Häusern. Mäuse, Ratten und deren Exkremente sollten deshalb, falls erforderlich, nur mit Einweggummihandschuhen angefasst und betroffene Räume sorgfältig desinfiziert und ggf. mit Mundschutz gereinigt werden.