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Westliches Ringgleis

Herstellung des Teilabschnitts Broitzemer Str. bis Hugo-Luther-Str. (Westbahnhof) abgeschlossen

Westliches Ringgleis

Hintergrund:
Das Projekt 50 TOP! ist eines von 63 Projekten, das durch die Initiative „Perspektive 50 PLUS – Beschäftigungspakte in den Regionen“ der Bundesregierung gefördert wird. Diese mit erheblichen finanziellen Mitteln verbundene Förderung erhielten die Arbeitsgemeinschaften Braunschweig, Wolfenbüttel und Salzgitter gemeinsam zur Realisierung ihres ausgezeichneten Projektantrages.
Hauptintention dieses Projektes ist die Integration von ca. 200 Arbeitslosen über 50 Jahre in den 1. Arbeitsmarkt. Daneben sollen sich aber u. a. auch Impulse für die Region ergeben und Vorbehalte gegenüber älteren Arbeitnehmern abgebaut werden. Außerdem sollen Selbstbewusstsein und Motivation der Betroffenen wiederhergestellt werden.

Eine Säule des in der Region Braunschweig, Wolfenbüttel und Salzgitter umzusetzenden Projektes stellt die Beschäftigung von über 50-jährigen Alg II-Beziehern in sog. „Marktersatzprojekten“ dar, d. h. die Beschäftigung in Arbeitsgelegenheiten, sog. „1-Euro-Jobs“. Dadurch können bedeutungsvolle regionale  Projektideen umgesetzt werden, die sonst nicht oder ggf. erst in späteren Jahren realisiert werden könnten.
Dazu gehört auch neben weiteren Projekten in  Braunschweig der weitere Ausbau des Ringgleises zu einem Rad- und Wanderweg im Sanierungsgebiet westliches Ringgebiet in enger Kooperation mit dem Programm „Soziale Stadt“. Zur Zeit setzen 15 Teilnehmer aus Braunschweig, Wolfenbüttel oder Salzgitter ihre Arbeitskraft dafür ein, werden ihren Fähigkeiten entsprechend qualifiziert und gefördert.

Westliches Ringgleis

Das Projekt:
Mit dem Ringgleis gelang es in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Bahntrasse um die gesamte Stadt Braunschweig zu legen. Die Eisenbahn wurde zum Motor für die wirtschaftliche Entwicklung Braunschweigs. Insbesondere im Westen der Stadt siedelten sich entlang der Strecke zahlreiche Industriebetriebe an.
Nach Stilllegung der Strecke in den 80er Jahren und der Schließung bzw. Standortverlagerung von Industriebetrieben entwickelte sich im Westlichen Ringgebiet ein charakteristisches Nebeneinander von Industriebrachen, Wohnquartieren und Gewerbegebieten.
Im September 2001 wurde das westliche Ringgleis im Sanierungsgebiet Westliches Ringgebiet von der Oker/Celler Str. bis zur Broitzemerstr. in das Förderprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen, wodurch dem Fachbereich Stadtgrün die Herstellung eines fast 4 km langen  Fuß- und Radweges bis 2003 ermöglicht wurde.

Langfristiges Ziel bleibt jedoch weiterhin die Erschließung des kompletten ehemaligen Ringgleises für Fußgänger und Radfahrer mit der Möglichkeit das lokale Wegenetz auszubauen und in ein überregionalen Rad- und Wanderroutennetzes zu integrieren sowie die Ausstattung der bereits fertig gestellten Grün- und Wegeverbindungen mit Sitzmobiliar, Spielangeboten, Leuchten und ergänzenden Pflanzungen mit positiven stadtökologischen Wirkungen.

Westliches Ringgleis

Im April 2007 wurde ein weiterer Abschnitt zwischen Broitzemer Straße und Hugo-Luther-Str. - Bereich Westbahnhof - fertig gestellt und zur öffentlichen Nutzung übergeben.
Dieser Abschnitt setzt den bereits angelegten Streckenabschnittes fort. Die erforderlichen Flächen hierfür konnte die Stadt Ende 2004 von der Bahn ankaufen. Die Arbeiten wurden erfolgreich und mit viel Engagement von den Teilnehmern des Beschäftigungsprojekts 50 TOP durchgeführt.

Im aktuellen Abschnitt wurden unter der Bauleitung des Fachbereichs Stadtgrün die Flächen von Müll und Unrat gereinigt, Sämlinge in den Wegetrassen beseitigt, Brombeerhecken zurückgeschnitten und die Wegeflächen zwischen den Gleisen mit Schotter aufgefüllt. Die vorhandenen Gleisanlagen blieben hier erhalten, ebenso wie einzelne Weichensteller und andere Bahnrelikte, die in Zusammenarbeit mit der Braunschweiger Zeitschiene wieder aufgestellt wurden.
Die Wege wurden zunächst, wie im bereits hergestellten Ringgleisabschnitt, als provisorische Freizeitwege mit einfacher wassergebundener Splittdecke hergestellt. Die vorhandene Fußgängerbrücke über der Gleisanlage wurde renoviert und neu gestrichen, und steht als Aussichtspunkt wieder zur Verfügung. Strauchpflanzungen, Bäume und Bänke ergänzen die Gestaltung.
Die Übergänge und Anbindung an die Broitzemerstraße und Hugo-Luther-Str. werden zu einem späteren Zeitpunkt mit hellem Klinker gepflastert, wie vergleichbare, bereits realisierte  Ringgleisquerungen auch.

Westliches Ringgleis

Der nächste Ringgleisabschnitt bis zur Arndtstraße – und damit bis zur Grenze des Förderbereichs ‚Soziale Stadt’ –  wird bereits von den Teilnehmern des Projektes 50 TOP bearbeitet. Die Fertigstellung und Freigabe dieses weiteren Abschnitts wird voraussichtlich Ende September 2007 erfolgen.
Die Planung des Fachbereichs Stadtgrün sieht auf der ehemaligen Gleistrasse (die Schienen wurden hier von der Bahn ausgebaut) einen 3m breiten Fuß- und Radweg vor, in gleicher Art und Bauweise wie der vorhergehende Ringgleisabschnitt.  Auch hier gibt es punktuelle Sitzgelegenheiten. Die vorhandene Vegetation wird ergänzt, Lücken werden geschlossen.

Westliches Ringgleis

Auch an anderer Stelle wird sich eine Lücke im Ringgleisweg schließen: die Wegeverbindung (als 1. Bauabschnitt) zwischen Celler Str. und Ernst-Amme-Str. über den Werksteig ist bereits im Bau und wird im Frühjahr 2008 fertig gestellt sein.

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