Brunesguik - Braunschweig
Eine Urkunde aus dem Jahr 1031 enthält mit „Brunesguik“ die erste Überlieferung des Stadtnamens, woraus sich im Spätmittelalter zunächst Brunswiek und dann die seit Mitte des 16. Jh. aufkommende Bezeichnung Braunschweig entwickelte. Während man bei der Ersterwähnung Braunschweigs historisch auf halbwegs sicherem Boden steht, entwickelte sich zur Gründungsgeschichte der Stadt seit dem 13. Jh. eine Sage, wonach die Gründung auf das Jahr 861 datiert wurde.
Innenstadt - von Stapelplatz zur Handelsmetropole
Die Geschichte der Innenstadt ist bis 1800 überwiegend auch die Geschichte der gesamten Stadt Braunschweig. Der Rast- und Stapelplatz ("Wik") entwickelte sich zu einem wichtigen Zentrum mittelalterlichen Fernhandels. Die Stadt lag günstig im Schnittpunkt bedeutender Fernhandelsstraßen von Osten nach Westen (Frankfurt, Köln, Aachen nach Magdeburg, Halle, Leipzig) und von Norden nach Süden (Seestädte Bremen, Hamburg und Lübeck in Richtung Harz, Nürnberg). Die Oker wurde schiffbar und wies dem von Süden kommenden Verkehr über Aller und Weser den Weg über Bremen zur Nordsee. Der wirtschaftliche Erfolg durch die verkehrsgünstige Lage trug Braunschweig im 13. Jahrhundert bis zu deren Auflösung im 17. Jahrhundert die Mitgliedschaft in der Hanse ein.
Gemeinsam mit Altewiek bildet die Altstadt den ältesten Teil Braunschweigs. Bereits im 11. Jahrhundert befand sich am westlichen Ufer der Oker im Bereich des heutigen Kohlmarkts eine Kaufmannssiedlung, die um das Jahr 1000 entstand. Heute wird sie als Kohlmarktsiedlung bezeichnet. Rund um die St. Magni Kirche sind zahlreiche malerische Fachwerkbauten erhalten geblieben. Auch sie zeugen von der lebhaften, über tausendjährigen Geschichte der Stadt.
Welfengeschichte und Stadtwerdung
Braunschweigs Geschichte ist eng mit den Welfen Heinrich dem Löwen und seinem Sohn Otto IV., dem ersten und einzigen Welfenkaiser verbunden. Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt wie der Dom St. Blasii oder die Burg Dankwarderode erinnern noch heute an den mächtigen Welfenherzog Heinrich, der Mitte des 12. Jahrhunderts Braunschweig zu seiner Residenzstadt machte. Der Welfenfürst ließ auch die Altstadt weiter ausbauen und spätestens in diesem Verlauf entwickelte sich die Altstadt zum dominierenden wirtschaftlichen und politischen Zentrum der Stadt. Sein Löwe, als bronzenes Standbild über die Jahrhunderte erhaltenes Wahrzeichen seiner Macht, ist das Wappentier der Stadt. Am 4. Oktober 1209 rückte Braunschweig in den Mittelpunkt Europas, wurde Kaiserstadt, „urbs regia“ - Stadt des Reiches und Residenz des Welfenkaisers Ottos IV.
Auseinandersetzungen mit dem Landesherrn
Braunschweig- Residenzstadt der Welfen
Die erneute Rolle Braunschweigs als Residenzstadt der Welfen (seit 1753/1754) dokumentiert das aufwändig rekonstruierte Residenz-Schloss mit seiner imposanten Fassade mit vielen Originalbauteilen nach dem Vorbild des zwischen 1833 und 1841 unter Herzog Wilhelm von Hofbaumeister Carl Theodor Ottmer erbauten historischen Welfenschlosses.
Die Zerstörungen durch den Bombenangriff von 1944 haben das Erscheinungsbild der Innenstadt nachhaltig verändert. Trotzdem ist in der Braunschweiger Innenstadt die Geschichte noch zu spüren. Herrschaftlichen Plätze und stattlichen Gebäude, die z.T. nach historischen Vorlagen wieder erreichtet wurden begegnen den Besuchern zahlreich bei einem Rundgang durch die Innenstadt.
Zu diesem Thema
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Ausführliche Informationen über die Geschichte der Innenstadt sowie der gesamten Stadt Braunschweig
Die verschiedenen Etappen der Stadtgeschichte geben einen ersten Überblick über die wechselvolle Historie Braunschweigs. -
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