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Standortkonzept Flüchtlingsunterbringung

8 dezentrale Standorte zur Flüchtlingsunterbringung

Weil der Stadt Braunschweig vom Land Niedersachsen seit Anfang des Jahres 2016 erstmalig Flüchtlinge zur ständigen Unterbringung zugewiesen werden, hatte die Verwaltung bereits Ende des Jahres 2015 ein Standortkonzept für dezentrale Flüchtlingsunterkünfte entwickelt, das vom Rat der Stadt am 21. Dezember 2015 einstimmig beschlossen wurde.

Das dezentrale Konzept sah zunächst 15 Standorte für Flüchtlingsunterkünfte vor, in denen jeweils bis zu 100 Personen untergebracht werden sollten. Gem. Bescheid des Niedersächsischen Innenministeriums vom Dezember 2015 wurde für die Stadt Braunschweig eine Zuweisungsquote von 437 Personen festgelegt, die zunächst bis Ende März 2016 gelten sollte aber bis Dezember 2016 gültig war. Aufgrund des seit Mitte März 2016 verminderten Flüchtlingsstroms wurden im Jahr 2016 "nur" 434 Flüchtlinge zugewiesen Die Stadt ging bei ihren Planungen von etwa 1.000 Flüchtlingen aus. Für das Jahr 2017 beträgt die Zuweisungsquote 492 Personen.

Kriterien für die Auswahl der Standorte waren in erster Linie: Lage, Sozialverträglichkeit, Verträglichkeit mit Nachbarnutzungen, Nahversorgung, Erschließung im Blick auf ÖPNV und Individualverkehr, schulische Versorgung, technische Erschließung, eigentumsrechtliche Situation (städtisches Grundstück) und Planungsrecht. Wichtig war auch, dass keine anderen Planungen, etwa Wohnbau, auf diesen Grundstücksflächen vorgesehen waren.

Der verminderte Flüchtlingsstrom hat die Stadt Braunschweig dazu veranlasst, nicht alle 15 Standorte zu realisieren. Die derzeit in der baulichen Umsetzung befindlichen 8 Standorte, von denen die der Bauphase 1 bereits von Flüchtlingen bewohnt werden, sind:

Bauphase 1 - Melverode (Glogaustraße)
- Gartenstadt (Alte Frankfurter Straße / "Elzweg")
- Bienrode (Im großen Moore)
Bauphase 2 - Ölper (Biberweg)
- Hondelage (Ackerweg)
Bauphase 3 - Gliesmarode (Hungerkamp)
- Nordstadt (Mendelssohnstraße)
- Lamme (Bruchstieg)

Bei den Gebäuden, die für die Unterbringung von max. 100 Flüchtlingen errichtet werden, handelt es sich um schlichte, in der Regel zweistöckige Wohnunterkünfte in Massivbauweise, deren 26 Wohneinheiten modulartig aufgeteilt sind (10 x 1-Zimmer mit ca. 22 qm, 8 x 2-Zimmer mit ca. 42 qm, 8 x 3-Zimmer mit ca. 62 qm). In den Wohneinheiten für 2, 4 oder 6 Personen, in die ein eigener Sanitärbereich und eine kleine Küche integriert sind, stehen somit etwa 10 qm Wohnfläche pro Flüchtling zur Verfügung. Familien werden zusammen in einer Wohneinheit untergebracht.

Darüber hinaus stehen folgende Räumlichkeiten zur Verfügung:

  • Gemeinschaftsraum (für bis zu 50 Personen)
  • Waschraum (mit 4 Waschmaschinen und 4 Trocknern)
  • Büroräume (Sozialarbeit, Verwaltung, Hausmeister, Sicherheitsdienst)
  • Innenhof als geschützter Raum und Begegnungsstätte

Zwischenzeitlich hat der Rat der Stadt am 28.03.2017 mit großer Mehrheit das "Konzept zur Nutzung der Flüchtlingsunterkünfte in Braunschweig" beschlossen, das für vier der acht Wohnstandorte, die ursprünglich für die dezentrale Flüchtlingsunterbringung vorgesehen waren, eine alternative Nutzung (studentisches und gemischtes Wohnen) vorsieht.

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