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Auftakt "Braunschweig Inklusiv"

Auftaktveranstaltung zur Teilhabeplanung am 2. Dezember 2013

Die Stadt Braunschweig und die Mitveranstalter konnten rund 120 Gäste beim Auftakt zu „Braunschweig Inklusiv“ am 2. Dezember 2013 begrüßen. Es ging darum, die wichtigen Partner und von diesem Thema Betroffenen zu informieren und einzubinden in einen langfristigen Prozess. Gleichzeitig ging es darum, dies auch öffentlich bekannt zu machen, denn der genannte Prozess soll die Bevölkerung als Ganze miteinbeziehen. Letztlich ist mit dem Thema Inklusion ein Prozess der Bewusstseinsveränderung angestrebt, der dazu führen soll, dass sich die Gesellschaft mehr für Menschen mit Behinderungen öffnet. Dabei sind auch bekannte Themen wie Barrierefreiheit gemeint, jedoch geht es letztlich nicht nur um verbesserten „materiellen“ Zugang zu gesellschaftlichen Möglichkeiten, sondern um grundsätzlich mehr Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen am Alltagsleben. Türen sollen offen sein, auch im übertragenen Sinne. Grundlage dafür ist auch ein verändertes Bewusstsein und die Bereitschaft zu größerer Rücksichtnahme, aber auch die Bereitschaft zur Auseinandersetzung und Diskussion. Insofern ist dies ein langfristiger und keineswegs leichter Prozess.

Deswegen wurden bei der Veranstaltung zu einzelnen Lebensbereichen (z. B. Schule, Wohnen, Mobilität, Angebote wie Sport oder Kultur) Anregungen zu Veränderungen gesammelt. Diese werden von der Stadtverwaltung ausgewertet und sollen im Rahmen einer Dokumentation der Veranstaltung im Internet zugänglich gemacht werden. Sie können eine Grundlage sein für den weiteren Prozess hin zu einer leitbildartigen Zielorientierung, wie diese etwa auch schon zum Thema Kinderarmut erstellt wurde. Die Stadt wird gemeinsam mit den anderen Akteuren wie Verbänden und Selbsthilfegruppen diese Zielorientierung im Jahr 2014 erarbeiten. Sie soll dem Rat der Stadt vorgelegt werden und dann als eine konkrete Arbeitsgrundlage dienen, aus der bei einzelnen Entscheidungen unterschiedlichster Art konkrete Handlungsempfehlungen bezüglich einer inklusiveren Gesellschaft abgeleitet werden können. So eine Handlungsanweisung soll gerade auch bei Abwägungsentscheidungen helfen, wenn gegenläufige Interessen oder finanzielle Möglichkeiten abzuwägen sind.

Erster Stadtrat Ulrich Markurth: „Es ist mir wichtig, dass Braunschweig die UN-Behindertenrechtskonvention aktiv umsetzt. Wir wollen eine Stadt sein, in der auch Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können und sich nicht ausgegrenzt fühlen. Die Veranstaltung am Montag hat gezeigt, dass wir uns dabei auf das Engagement und den konstruktiven Dialog mit vielen Partnern in der Stadt verlassen können. „Braunschweig inklusiv“ ist ein ambitioniertes Ziel, das weit über den klassischen Sozialbereich hinaus alle gesellschaftlichen Bereiche betrifft. Dazu konkrete, die Lebenslagen von Menschen mit Beeinträchtigungen direkt verbessernde Schritte zu bestimmen und gemeinsam zu gehen ist unser Auftrag.“

Kontaktadresse

Fachbereich Soziales und Gesundheit
Koordination Aktionsplanung "Braunschweig Inklusiv"
Naumburgstraße 23
38124 Braunschweig
Telefon (05 31) 4 70-50 85
Fax (05 31) 4 70-50 99
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Fachbereich Soziales und Gesundheit
Postfach 3309
38023 Braunschweig
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