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Pädagogische Konzeption

Kindertagesstätten in Trägerschaft des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie

Wir sind

34 städtische Kindertagesstätten, die zurzeit von 276 Kindern unter drei Jahren (Krippenkinder), 2.051 Kindern im Alter von drei Jahren bis zur Einschulung (Kindergartenkinder) und 423 Kindern im Grundschulalter (Hortkinder) besucht werden (Stand September 2008). Unser Auftrag leitet sich ab aus dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) sowie aus dem Gesetz über Tageseinrichtungen für Kinder (KiTaG). Kern dieses Auftrages ist es, durch familienergänzende Betreuung, Erziehung und Bildung die Entwicklung der Kinder zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu unterstützen.

Hierbei geht es insbesondere um

  • die Förderung der individuellen und sozialen Entwicklung,
  • den Abbau oder die Vermeidung von Benachteiligungen,
  • die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen,
  • die Unterstützung und Beratung der Erziehungsberechtigten.
  • Gemäß § 22 KJHG soll sich Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern pädagogisch und organisatorisch an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien orientieren.

Neben den Angeboten freier Träger und Elterninitiativen trägt der Fachbereich Kinder, Jugend und Familie mit seinen Kindertagesstätten zur Angebotsvielfalt und zu einem wohnortnahen und bedarfsgerechten Betreungsangebot in der Stadt Braunschweig bei. Die städtischen Einrichtungen sind konfessionell und weltanschaulich nicht gebunden und stehen allen Kindern - unabhängig von ihrer Kultur und Religion - offen. In den Kindertagesstätten gibt es pädagogische und regionalspezifische Schwerpunkte und Angebotsformen, die sich in der entsprechenden Konzeption jeder einzelnen Einrichtung wiederspiegeln und die gemäß dem Bedarf weiterentwickelt werden.

Stundenbuchungen

Seit August 2003 besteht die Möglichkeit, die benötigten Betreuungsstunden zu "buchen". Bei einer Mindestzeit von 4 Stunden kann bei einer stündlichen Staffelung die Betreuung auf derzeit bis zu 10 Stunden und mehr täglich ausgeweitet werden.

Die Buchung der Betreuungszeiten gilt für ein Kindergartenjahr.

Die Öffnungszeiten der Einrichtungen und der einzelnen Gruppen orientieren sich an dem Bedarf der Eltern. Da nicht jede Einrichtung das komplette Angebot sowohl nach Betreuungsart als auch nach Stundenumfang anbieten kann, wird nach Absprache sichergestellt, dass der Betreuungswunsch in einer wohnortnahen Kindertagesstätte erfüllt werden kann.

Inhaltliche Schwerpunkte im Kindergarten

Das Angebot "Kindergarten" beinhaltet die Bildung, Erziehung, Betreuung und Versorgung dreijähriger Kinder bis zum Schuleintritt. Die Einrichtungen sind wohnortnah und bieten bedarfsgerechte Betreuungszeiten.

In der pädagogischen Arbeit werden die kulturelle und soziale Herkunft der Kinder sowie ihr jeweiliger Entwicklungsstand berücksichtigt und die Weiterentwicklung aller Kinder durch entsprechende Angebote gefördert. Es werden durch spielerisches, informelles Lernen frühe Bildungsprozesse unterstützt und Basiswissen (-kompetenzen) gezielt vermittelt, z. B. sinnliche Wahrnehmung, Bewegung, künstlerische Gestaltung, Sprache etc.

Anerkannt behinderte Kinder werden ebenfalls möglichst wohnortnah in bestehende Gruppen aufgenommen, integriert und in gleicher Weise gefördert.

Die Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten bildet die erforderliche Grundlage für eine optimale Entwicklung der Kinder.

Inhaltliche Schwerpunkte in der Krippe

Durch das Angebot "Krippe" erhalten Sorgeberechtigte eine zuverlässige möglichst wohnortnahe Betreuung ihrer Säuglinge und Kleinstkinder bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres.

Das Tagesgeschehen wird im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten auf die individuellen Bedürfnisse und Weiterentwicklungsmöglichkeiten des einzelnen Kindes abgestimmt und bietet erste Gruppenerfahrungen.

Eine gemütliche, liebevoll gestaltete Atmosphäre und die vertauensvolle, enge Zusammenarbeit mit den Eltern sind wesentliche Merkmale dieses Angebotes.

Inhaltliche Schwerpunkte in der Schulkindbetreuung

Im Rahmen der Schulkindbetreuung erfahren schulpflichtige Kinder - in der Regel im Alter von sechs bis zehn Jahren - eine zuverlässige, bedarfsgerechte und möglichst wohnortnahe Versorgung im Anschluss an die Verlässliche Grundschule (VGS).

Orientiert an ihrer kulturellen und sozialen Herkunft sowie dem jeweiligen Entwicklungsstand erhalten die Kinder Unterstützung bei der Bewältigung ihrer Alltagssituation sowie Zuwendung und Hausaufgabenbetreuung durch vertraute Bezugspersonen innerhalb der Gruppe.

Die Kinder praktizieren Möglichkeiten der Mitgestaltung - insbesondere bezogen auf den Freizeitbereich -, entwickeln zunehmend Eigenständigkeit und erweitern ihre Erfahrungsräume.

Die Zusammenarbeit mit den Eltern und den Lehrkräften der Grundschule sind wesentlicher und fester Bestandteil des Angebotes.

Anmeldeverfahren

Sie melden Ihr Kind in der Kindertagesstätte (Kita) Ihrer Wahl - nach Möglichkeit in der Zeit von Mitte September bis Ende Oktober - an.

Angemeldet werden können:

  • Kinder unter drei Jahren für den Krippenbesuch,
  • Kinder, die im laufenden sowie im darauffolgenden Kindergartenjahr das dritte Lebensjahr vollenden für den Kindergartenbereich
    (der Zeitraum eines Kindergartenjahres bezieht sich auf den 1. August bis 31. Juli des darauffolgenden Jahres),
  • Kinder, die schulpflichtig sind, für den Besuch einer Schulkindbetreuungsgruppe.

Die zur Verfügung stehenden Plätze werden in der Regel nach den Sommerferien zum 1. August/1.September vergeben. Dies ist bewährte Praxis, um den Kindern einen gemeinsamen Beginn zu ermöglichen. Darüber hinaus ist eine Aufnahme auch im laufenden Kindergartenjahr möglich. Sie erhalten durch die jeweilige Kita-Leitung eine schriftliche Platzzusage.

Sollte zu dem von Ihnen benötigten Aufnahmezeitpunkt in dieser Einrichtung kein Platz für Ihr Kind zur Verfügung stehen, wird die Leitung Ihnen bei der Platzsuche in einer anderen Kindertagesstätte behilflich sein.

Entgeltregelung

Für die von Ihnen gewünschte Betreuungsform wird der Elternbeitrag einkommensabhängig errechnet. Die Gesamtübersicht dieser Sozialstaffel erhalten Sie vor Ort in den Kindertagesstätten.

Die Beiträge werden im Fachbereich Kinder, Jugend und Familie, Campestraße 7 basierend auf den von Ihnen einzureichenden Einkommensnachweisen berechnet und festgesetzt. Die hierfür erforderlichen Unterlagen erhalten Sie bei der Aufnahme Ihres Kindes in der Kindertagesstätte.

Das Entgelt für das Mittagessen wird gesondert erhoben.

Gruppenarten und -stärken

In den Kindertagesstätten werden in altersgemischten Kindergartengruppen bis zu 25, in Krippengruppen bis zu 15 und in Hortgruppen bis zu 20 Kinder betreut und gefördert.

Einige Kindertagesstätten verfügen über Integrationsgruppen, d. h. wenn Ihr Kind behindert ist, kann es zusammen mit nichtbehinderten Kindern gefördert werden. Weiterhin besteht die Möglichkeit, abhängig von den gegebenen Rahmenbedingungen, jeweils ein behindertes Kind im Rahmen einer Einzelintegration im Kindergarten aufzunehmen. Ebenso ist eine gezielte Förderung von entwicklungsverzögerten und/oder verhaltensauffälligen Kindern im Kindergarten selbstverständlich.

Für die gemeinsame Erziehung behinderter und nichtbehinderter Kinder sowie für die Arbeit mit verhaltensauffälligen und/oder entwicklungsverzögerten Kindern hat der Rat der Stadt Braunschweig ein Konzept mit der Möglichkeit der Reduzierung der Gruppenstärke beschlossen.

Ausführliche Informationen hierzu erhalten Sie in Ihrer Kindertagesstätte sowie im Fachbereich Kinder, Jugend und Familie in der Abteilung Kindertagesstätten, Eiermarkt 4 - 5 unter der Rufnummer 0531 470-8493.

Personaleinsatz

In der Regel ist jede Gruppe (Krippe, Kindergarten und Schulkindbetreuung) mit zwei pädagogischen Fachkräften besetzt. Bei besonderen Anforderungen, wie z. B. in einer Integrationsgruppe, erfolgt Unterstützung durch eine zusätzliche Fachkraft.

Darüber hinaus gibt es Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bei Krankheit, Fortbildung oder Urlaub Vertretungstätigkeiten übernehmen, um die kontinuierliche Betreuung und Förderung der Kinder sicherzustellen.

Die pädagogischen Fachkräfte jeder Gruppe haben die Möglichkeit der Vor- und Nachbereitung der pädagogischen Arbeit. Zurzeit stehen hierfür pro Gruppe insgesamt 7,5 Stunden wöchentlich zur Verfügung. Diese Zeiten werden durch den Einsatz einer zusätzlichen Vertretungskraft für den Gruppendienst gewährleistet.

Dem Personal wird die Teilnahme an Arbeitsgruppen und Fachtagungen ermöglicht. Darüber hinaus steht ein umfangreiches Fortbildungsprogramm zu aktuellen/gewünschten Themen zur Verfügung, um die Qualität der Arbeit vor Ort zu sichern. Hierbei werden die Fachkräfte durch zwei Fachberaterinnen unterstützt.

Essenversorgung

Jede Kindertagesstätte gestaltet die Speisepläne individuell, wobei die Wünsche der Kinder berücksichtigt, aber auch neue, ihnen unbekannte Gerichte angeboten werden.

Eine Ernährungsberaterin unterstützt die Einrichtungen bei der Zusammenstellung vollwertiger, ausgewogener Mahlzeiten.

Bei besonderem Verpflegungsbedarf, z. B. bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien sowie in Bezug auf erforderliche Diäten, wird im Bedarfsfall auf Nachfrage Beratung angeboten. Auch die Verpflegung mit einer schweinefleischfreien Kost ist selbstverständlich.

Die Angebote der Ernährungsberatung für das hauswirtschaftliche und pädagogische Personal gewährleisten, dass die neuesten ernährungswissenschaftlichen Erkenntnisse bei der Nahrungszusammensetzung und -zubereitung berücksichtigt werden.

Pädagogische Schwerpunkte und Projekte

Jede Einrichtung bietet in der pädagogischen Arbeit inhaltliche Schwerpunkte an, wie z. B. Malwerkstatt, Bewegungsbaustelle, zweisprachige (bilinguale) Erziehung, Integration und vieles mehr.

Darüber hinaus werden unterschiedlichste Projektvorhaben in den Kindertagesstätten umgesetzt.

Nähere Auskünfte hierzu erteilt gern die jeweilige Einrichtungsleitung. Diese Informationen können auch der hauseigenen Konzeption jeder Kindertagesstätte entnommen werden.

Zusammenarbeit mit Eltern

Eltern sind uns besonders wichtig und willkommen. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit ist eine der Grundlagen für unsere pädagogische Arbeit.

Verschiedene Veranstaltungen speziell für Eltern, aber auch für die gesamte Familie ermöglichen sowohl einen Einblick in den Kindertagesstättenalltag als auch ein aktives Miteinander (z. B. Feste, Spielnachmittage, Elternabende usw.)

Zu Beginn eines jeden Kindergartenjahres werden in allen Gruppen Elternvertreterinnen/Elternvertreter gewählt, die sich für die Interessen der Eltern und Kinder einsetzen. Aus ihrer Mitte werden wiederum Vertreterinnen/Vertreter in den Stadtelternrat gewählt, der die Interessenvertretung gegenüber dem Kindergartenträger, Politikerinnen/Politikern und der Stadtverwaltung wahrnimmt.