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Interkulturelle Beratung

Eine vielfältige Kundschaft  hat unterschiedliche Bedarfe und nutzt verschiedene Zugangswege.

Um die gleichberechtigte Teilhabe aller Braunschweigerinnen und Braunschweiger – unabhängig von ihrer Herkunft – an den kommunalen Angeboten zu gewährleisten, bietet das iko -Team den beteiligten Organisationseinheiten eine Beratung hinsichtlich der Kultursensibilität der vorgehaltenen Dienstleistungen und Angebote an.

Bedarfsklärung

Zunächst werden in einem gemeinsamen Gespräch folgende Fragen erörtert:

  • werden unsere Dienstleistungen und Angebote von Kund/inn/en mit Migrationshintergrund wahr – und angenommen?
  • haben Braunschweiger/inn/en mit Migrationshintergrund einen zusätzlichen oder anderen Bedarf, der bisher nicht berücksichtigt wurde?
  • wird die zugewanderte Bevölkerung von dem bereitgestellten Informations- und Aufklärungsmaterial erreicht?
  • wie können wir dazu beitragen, dass Kund/inn/en mit Migrationshintergrund sich angesprochen und willkommen fühlen?
  • welche kulturspezifischen Besonderheiten sind bei der Planung von neuen Angeboten und Dienstleistungen zu berücksichtigen?
  • wie können wir dazu beitragen, dass präventive und freiwillige Angebote und Dienstleistungen auch bei der zugewanderten Bevölkerung ankommen?

Kultursensible Anpassung der Dienstleistungen und Angebote

Anschliessend beraten wir gemeinsam, wie die Dienstleistungen und Angebote so verändert werden können, dass sie auch von der zugewanderten Bevölkerung wahr- und angenommen werden. Mögliche Maßnahmen können dabei beispielsweise sein:

  • Übersetzung von Infomaterial in die wichtigsten Herkunftssprachen
  • Einbindung von Dolmetschern, Lotsen und Mittlern
  • Gestaltung von Eingangs- und Aufenthaltsräumen, um eine Willkommensatmosphäre zu schaffen
  • Vernetzung und Zusammenarbeit mit Migrantenvereinen, um den kulturspezifischen Bedarf zu erheben und die eigenen Angebote vor Ort bekannt zu machen
  • Erschließung von Informationskanälen, die von der zugewanderten Bevölkerung genutzt werden

Beispiele

Flüchtlingskinder im neuen Spielzimmer

Gestaltung des Wartebereichs für Flüchtlinge im Gesundheitsamt

Bei einem Gespräch mit den Mitarbeiterinnen des Gesundheitsamtes wurde die Wartesituation für die Asylbewerber angesprochen. Die Räumlichkeiten des Gesundheitsamtes boten nicht ausreichend Platz und Spielmöglichkeiten für die Flüchtlinge und ihre Kinder, die von der ZAAB Braunschweig zur Routineuntersuchung in das Gesundheitsamt geschickt werden.

In einer gemeinsamen Aktion wurde innerhalb kürzester Zeit für die Flüchtlingskinder ein Spielzimmer eingerichtet, das von diesen voller Freude in Anspruch genommen wird und zur einer erheblichen Entspannung der Wartesituation für alle Beteilgten beigetragen hat.