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Braunschweig: stark gegen Diskriminierung

Braunschweig: auf dem Weg zu einer institutionalisierten Antidiskriminierungsarbeit

Zahlreiche Akteurinnen und Akteure arbeiten seit vielen Jahren aktiv gegen Diskriminierung, egal vor welchem Hintergrund sie auftritt.

Mit der im November 2019 auf einen Ratsbeschluss gestützten Demokratiekonferenz „Diskriminierung (k)ein Thema in Braunschweig?! – Ein Fachtag rund um das Thema Antidiskriminierungsarbeit in der Stadt Braunschweig“ wurden die Weichen für die Einrichtung einer institutionalisierten Antidiskriminierungsstelle und -arbeit gestellt.

Als wesentliche Ergebnisse der Konferenz können festgehalten werden:

sowohl Prävention als auch Beratung und Betreuung für Betroffene von Diskriminierung, Rassismus, Ausgrenzung auf Grund von Geschlecht, sexueller Orientierung oder auch Glaubensangehörigkeit müssen Gegenstand einer einzurichtenden Stelle sein.

Und als zweites zentrales Ergebnis: der weitere Aufbau einer Antidiskriminierungsstelle muss im Prozess unter breiter Beteiligung stattfinden, auch über den Zeitpunkt hinaus, an dem diese Stelle ihre Arbeit beginnt.

Vor diesem Hintergrund arbeiten derzeit verschiedene Instrumente im Themenfeld; immer mit dem Ziel, eine unter Beteiligung eingerichtete Antidiskriminierungsstelle und breitflächige Antidiskriminierungsarbeit umzusetzen.

Instrument | Leitungsgremium

Die Koordination des Prozesses zur Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle übernimmt ein dreiköpfiges Team aus

Stadt Braunschweig | Büro für Migrationsfragen

Fach- und Koordinierungsstelle Demokratie leben! Braunschweig

Volkshochschule Braunschweig GmbH | VHS International

Worum geht es? Der Prozess muss in seiner Umsetzung koordiniert werden. Wer trifft sich wann mit wem und was ist jeweils zu entscheiden? Wer muss wo beteiligt sein? Wie gelingt der Transfer des Status  Quo in die Stadtverwaltung und die politischen Gremien der Stadt Braunschweig - denn die Ergebnisse des Prozesses - und final das Konzept zur Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle - werden hier zur Entscheidung vorgelegt.

 

 

Instrument | Initiatorinnen- und Initiatorengruppe

Die im November ausgerichtete Konferenz „Diskriminierung (k)ein Thema in Braunschweig?! – Ein Fachtag rund um das Thema Antidiskriminierungsarbeit in der Stadt Braunschweig“ war der Startschuss des Prozesses.

Hier wurde festgehalten, dass der Prozess zur Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle unter breiter Beteiligung weitergehen muss.

Eine Initiatorinnen- und Initiatorengruppe bereitet zurzeit die Gründung eines Antidiskriminierungsnetzwerkes in Braunschweig vor.

Diese Initiatorinnen- und Initiatorengruppe besteht aus je einem Mitglied:

Haus der Kulturen Braunschweig e. V. | Arbeiterwohlfahrt-Bezirksverband Braunschweig e. V. | Caritasverband Braunschweig e. V. | Gleichstellungsreferat, Stadt Braunschweig | Volkshochschule Braunschweig GmbH | Inklusionsbeauftragte, Stadt Braunschweig | Büro für Migrationsfragen, Stadt Braunschweig | Seniorenrat, Stadt Braunschweig

Um Netzwerk-Mitglieder zu gewinnen und um einen Ist-Zustand der örtlichen Antidiskriminierungsarbeit abzubilden, wurden Telefoninterviews durchgeführt. 

Hierbei wurde der Bedarf nach einer Antidiskriminierungsberatungsstelle bestätigt, aber auch die Notwendigkeit eines Antidiskriminierungsnetzwerks zwecks gegenseitiger Unterstützung, Austausches und Entwicklung gemeinsamer Projekte betont. 

Instrument | Der erste Workshop

Als zusätzliches Angebot fand im Juli 2020 der Workshop „Antidiskriminierungsberatung Grundmodul“ mit Daniel Bartel vom Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd) statt. Teilnehemende waren die Mitglieder der Initiatorinnen- und Initiator*innen-Gruppe und interessierte Zivilpersonen.

Dieser Workshop bot einen Einblick in die Praxis und Konzepte der Antidiskriminierungsberatung und richtete sich an alle, die Anregungen und eine Stärkung ihrer Handlungskompetenz für ihre Arbeit mit von Diskriminierung betroffenen Menschen suchen. Zwei Tage wurde sich über die Definition und Formen von Diskriminierung, Antidiskriminierungsarbeit im Arbeitsalltag und Erfahrungen auch aus dem Privatleben der Teilnehmenden ausgetauscht und diskutiert. 

Instrument | Antidiskriminierungsnetzwerk Braunschweig

Der Auftakt des Netzwerkes ist pandemiebedingt auf den Sommer 2021 verschoben. Die Veranstaltung wird rechtzeitig auf dieser Website angekündigt. 

Hier wird diskutiert werden: 

- wie soll eine Antidiskriminierungsstelle in Braunschweig aufgestellt sein?

- welche Aufgabe(n) hat die Stelle konkret

- wie muss sie dafür ausgestattet sein?

- wo soll die Stelle angebunden werden (Trägerschaft)?

Die Liste der eingeladenen Akteurinnen und Akteure ist lang und deckt alle im Allgemeinen Gleichstellungsgesetzt vertretenen Diskriminierungsformen ab.

Das Netzwerk wird dem Austausch der Braunschweiger Akteur*innen, Interessierten und Zivilgesellschaft dienen, um die Antidiskriminierungsarbeit in Braunschweig gemeinsam und betroffenenorientiert umzusetzen und voranzubringen. Geplant ist, verschiedene Themenfelder wie Prävention und Sensibilisierung zu bespielen und gemeinsame Aktionen, Veranstaltungen und Projekte umzusetzen. Zudem dient das Netzwerk als gegenseitiges Unterstützungs- und Beratungsinstrument für Akteur*innen.

Auftakt | Antidiskriminierungsnetzwerk Braunschweig

Die Auftaktveranstaltung zur Gründung eines Antidiskriminierungsnetzwerkes in Braunschweig verschiebt sich pandemiebedingt auf den Sommer 2021. Nähere Informationen werden an dieser Stelle rechtzeitig bekannt gegeben. 

Stadt Braunschweig

Büro für Migrationsfragen

Audrey Grothe

Anschrift

Schuhstraße 24
38100 Braunschweig

Kontakt

Tel.: 0531 4707353

Raum: 402

Fax: 0531 4707310

Fach- und Koordinierungsstelle Demokratie leben! Braunschweig

Melanie Prost

Anschrift

Schuhstraße 24
38100 Braunschweig

Kontakt

Tel.: 0531 4707359

Raum: 308

Fax: 0531 4707310

Volkshochschule Braunschweig GmbH

VHS International

Tanja Pantazis

Anschrift

Alte Waage 15
38100 Braunschweig