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Interkultureller Garten

Im Interkulturellen Garten der Stadt Braunschweig treffen sich Mensch und Natur.

Wegbeschreibung & Öffnungszeiten

Eine genaue Adresse - mit Straßennahmen und Hausnummer - des Interkulturellen Gartens gibt es nicht. Der Interkulturelle Garten befindet sich innerhalb des Kleingärtnervereins Heideland e.V..

Auf dem Flyer des Interkulturellen Gartens finden Sie eine Wegbeschreibung.

Straßenbahn:

Mit den Tramlinien 4 oder 7 fährt man bis zur Haltestelle "Hansestraße". Von der Haltestelle bis zum Interkulturellen Garten sind es nur noch ca. 5 Min. Fußweg: Haltestelle "Hansegarten" - Interkultureller Garten (Online-Karte).

Öffnungszeiten Garten:

Dienstags, Mittwochs & Donnerstags: 14 - 19 Uhr

Samstags: 14 - 19 Uhr

 

Projektleitung und Koordination

Die Stadt Braunschweig, Fachbereich Soziales und Gesundheit, Büro für Migrationsfragen begleitet dieses Gartenprojekt und stellt u.a. finanzielle Mittel für die Unterhaltung des Gartens sowie Räume für Veranstaltungen und Beratung zur Verfügung.

Der Landesverband Braunschweig der Gartenfreunde e.V. und der Förderverein ROOTS e.V. unterstützen den Interkulturellen Garten ideell und finanziell.

Neben den direkten Öffnungszeiten im Garten vergibt Projektkoordinatorin Martina Krüger zusätzliche Beratungstermine im Büro für Migrationsfragen.

Projektleitung
Martina Krüger
Auguststraße 9-11
38100 Braunschweig
Erreichbarkeit im Büro für Migrationsfragen:
Dienstags: 10 - 15 Uhr
Telefon (0531) 470 7356
Fax (0531) 470 7310
E-Mail geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

...die Idee dahinter

Das Konzept wurde für die Zielgruppe der in Braunschweig lebenden Flüchtlinge sowie deren Familien erstellt. Ausgangspunkt ist, dass es gerade für diese Zielgruppe besonderer Anstrengungen bedarf.

In allen wichtigen gesellschaftlichen Bereichen, insbesondere dem existenziell wichtigen Bereich der Gesundheit, bestehen hohe Hürden. Sie haben es mit ihren sehr individuellen Voraussetzungen und speziellen Problemlagen, ihrer marginalisierten gesellschaftlichen Position und den fehlenden Partizipationschancen für sich und ihre Familien deutlich schwerer in die bestehenden Integrationsmaßnahmen eingebunden zu werden.

Flüchtlinge können in diesem informellen Umfeld wieder soziale Bindungen und das Gefühl für Zugehörigkeit aufbauen. Er bietet einen geschützten räumlichen Bereich, in dem sich Flüchtlinge sicher fühlen können.

Als Mittelpunkt für den kommunaktiven Austausch und den sozialen Zusammenhalt untereinander  spielt im Garten die familiäre Atmosphäre und der regelmäßige Tagesablauf eine wichtige Rolle. Spielregeln für ein solidarisches Miteinander, Achtsamkeit und Respekt im Umgang untereinander, aber auch Rituale wie das gemeinsame Kochen und miteinander essen tragen beispielsweise dazu bei, Flüchtlingen Halt und Orientierung zu bieten.

 

...wer kann kommen?

Jede/r ist im Interkulturellen Garten willkommen!

Hier begegnen sich Menschen unterschiedlicher ethnischer, kultureller und sprachlicher Herkunft, verschiedener Lebensformen und Altersgruppen.

Im Vordergrund stehen Flüchtlinge, die den Garten wegen Beratungszwecken aufsuchen, im geschützten Raum entspannen wollen, mit anderen Menschen in Kontakt treten oder einfach nur Lust auf gärtnern haben.

Übrigens:

Der Interkulturelle Garten hat schon bei vielen Braunschweiger/innen das Interesse geweckt.

Und auch die Nachbar/innen des Interkulturellen Gartens schauen regelmäßg vorbei, helfen mit ihrem Garten- und Pflanzenwissen aus und sind natürlich jedes Jahr bei dem großen Sommer-Abschieschluss-Fest im Interkulturellen Garten dabei!

Da Integration eine wechselseitige Aufgabe ist, hat die Verknüpfung und der Kontakt zu den Nachbargärten eine hohe Bedeutung und spielt im Integrationsprozess der Flüchtlinge, die den Garten nutzen, eine entscheidende Rolle.

...was hier stattfindet: Angebote

Um die Teilhabe von Flüchtlingen am gesellschaftlichen und kulturellen Leben in Braunschweig zu stärken und ihr gesellschaftspolitisches Engagement zu fördern, werden sehr unterschiedliche Maßnahmen auf den Weg gebracht.

Der Interkulturelle Garten bietet Raum für viele Aktivitäten.

Gemeinsam mit Anderen werden Gartenfrüchte angebaut und geerntet, Erfahrungen ausgetauscht und angewendet und das Einsetzen für eine gemeinsame Sache gestärkt.

Es gibt - neben gärtnerischen Tätigkeiten - die Möglichkeit, sich zu entspannen, miteinander zu reden und zu kochen oder an Veranstaltungen teilzunehmen.

Themen sind z.B.

Garten-, Kräuterkunde oder Gesundheit, ergänzt durch gesellschaftspolitische Tagesseminare oder verschiedene Feste

Gewaltprävention durch ein Selbstbehauptungstraining,

sportliche Aktivitäten und vieles mehr ergänzen das Angebot.

 

...und im Winter?

Während gärtnerische Aktivitäten im Interkulturellen Garten auf die Gartensaison beschränkt sind, werden verschiedene Informationsveranstaltungen oder Workshops, zum Umweltlernen, Kultur u.v.m., im Winterhalbjahr durchgeführt.

Der Schwerpunkt der Angebote jedoch liegt in der warmen Jahreszeit, während die Beratung durchgängig stattfindet.

"Pepinos International"

ist eine Musikgruppe, die aus dem Interkulturellen Garten heraus entstanden ist. Unter Anleitung eines erfahrenen Musikpädagogen und aktiven Musiker bringen Musiker/innen unterschiedlicher Herkunft ihre Talente ein. Die Gruppe trifft sich regelmäßig und tritt im Rahmen von (Kultur-)festen, Stadtteilfesten oder privaten Engagements auf.

...ein Überblick des Arbeitsansatzes

Flüchtlinge haben einen besonderen Bedarf an medizinischer und therapeutischer Versorgung sowie sozialer Beratung. Für sie gibt es erhebliche Barrieren im Zugang zu den Gesundheitsdiensten und einen dringenden Bedarf nach fachlich kompetenten Anlaufstellen/Angeboten sowie kultursensiblen Akteure und Diensten.

Durch die intensive Betreuung, Beratung und Weitervermittlung (z.B. an die Regeldienste im Gesundheitswesen u.A.) der Mitarbeiter im Interkulturellen Garten erschließen sich für die Flüchtlinge konkrete gesundheitliche Hilfen gesundheitlicher Dienste und Akteure sowie Fähigkeiten, durch die sie in die Lage versetzt werden, mit ihren Belastungen besser umzugehen.

Zum einen aktivieren Angebote und Kurse zur Gesundheitsbildung die Selbsthilfepotentiale von Flüchtlingen in ihren gesundheitlichen Belangen, zum anderen kann die Bewirtschaftung des Interkulturellen Gartens als sozialtherapeutischer Arbeitsansatz insgesamt angesehen werden. Denn die Gartenarbeit stellt für viele Flüchtlinge wieder den Bezug zur Natur und Heimat her, die ihnen dabei hilft, durch die Arbeit mit Erde und Pflanzen sich zu stabilisieren und ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen.

So wurden auch drei Personen aus dem Kreis der Flüchtlinge und Migranten zu Fachberatern für das Kleingartenwesen ausgebildet, wobei einer davon in der Kleingartenanlage Heideland e.V. in dieser Funktion eingesetzt wurde. Neben der persönlichen Zuwendung der Mitarbeiter, die quasi Brücken zu gesundheitlichen und sozialen Netzen herstellen, sind Beratung und Hilfen zur Alltagsbewältigung ein weiterer wichtiger Faktor für eine gelingende Integration.