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Pflegeversicherung - Was sind Pflegestufen?

Pflegebedürftig sind Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen.

Die Feststellung der Pflegebedürftigkeit erstreckt sich auf vier Bereiche:

Die Körperpflege, die Ernährung, die Mobilität und die hauswirtschaftliche Versorgung. Der Anteil der Pflege (Körperpflege, Ernährung und Mobilität) muss dabei überwiegen. Es können keine Leistungen der Pflegekasse bezogen werden, wenn nur oder fast nur hauswirtschaftliche Versorgung benötigt wird.

Für die Feststellung der Pflegebedürftigkeit ist die Pflegekasse, die in der Regel der jeweiligen Krankenkasse angegliedert ist, zuständig. Für die Gewährung von Leistungen an Pflegebedürftige sind drei Pflegestufen eingerichtet worden:

Pflegestufe I: Erhebliche Pflegebedürftigkeit
Pflegebedürftige der Pflegestufe I sind Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität für wenigstens zwei Verrichtungen aus einem oder mehreren Bereichen mindestens einmal täglich der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen. Der Zeitaufwand muss im Tagesdurchschnitt mindestens 90 Minuten betragen, davon müssen auf die Grundpflege mehr als 45 Minuten entfallen.

Pflegestufe II: Schwerpflegebedürftigkeit
Pflegebedürftige der Pflegestufe II sind Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität mindestens dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen. Der Zeitaufwand muss im Tagesdurchschnitt mindestens drei Stunden betragen, davon müssen auf die Grundpflege mindestens zwei Stunden entfallen.

Pflegestufe III: Schwerstpflegebedürftigkeit
Pflegebedürftige der Pflegestufe III sind Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität täglich rund um die Uhr, auch nachts, der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen. Der Zeitaufwand muss im Tagesdurchschnitt mindestens fünf Stunden betragen, davon müssen auf die Grundpflege mindestens vier Stunden entfallen.

Ansprechpartner sind:

1. Kranken- und Pflegekasse
AOK, DAK, Barmer Ersatzkasse, IKK, TKK, ...

2. Sozialhilfeträger
Fachbereich Soziales und Gesundheit, Hilfe zur Pflege