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OB startet Bundeskampagne „Kopf an: Motor aus“

Anerkennung für Umweltarbeit der Stadt

Logo der Kampagne - Kopf an: Motor aus

Die Kampagne „Kopf an – Motor aus: Für null CO2 auf Kurzstrecken“ ist heute, 16. April, auf dem Platz der Deutschen Einheit gestartet worden. Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann enthüllte das erste Großplakat mit dem Slogan „Wer gut zu Fuß ist, ist gut zum Klima“. Die Kampagne des Bundesumweltministeriums (BMU) wirbt mit Plakaten im Stadtgebiet sowie mit Aktionen, Anzeigen, Radio- und Kinospots dafür, das Auto auf kurzen Strecken stehen zu lassen und stattdessen mit dem Rad zu fahren oder zu Fuß zu gehen. Braunschweig hatte sich als eine von fünf Siegerstädten im bundesweiten Wettbewerb „Kopf an: Motor aus“ durchgesetzt. Mit der Kampagne honoriert das BMU die erfolgreichen Projekte und Maßnahmen, mit denen in Braunschweig klimafreundliche Mobilität per Rad oder zu Fuß gefördert wird.

Vor dem enthüllten ersten Plakat der Kampagne: Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann (hinten r.) und Stadtbaurat Wolfgang Zwafelink mit Kindern der Klasse 4a der Grundschule Klint.
Vor dem enthüllten ersten Plakat der Kampagne: Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann (hinten r.) und Stadtbaurat Wolfgang Zwafelink mit Kindern der Klasse 4a der Grundschule Klint.

„In Braunschweig nimmt der Umweltschutz einen hohen Rang ein, deshalb freuen wir uns über diese Auszeichnung und sehen das als Anerkennung unserer Arbeit an“, sagte der OB bei der Enthüllung. „Wer vom Auto aufs Rad steigt oder zu Fuß geht, leistet einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, und der sollte uns allen am Herzen liegen - im Alltag wie in der Freizeit. Eine gute Infrastruktur - wie beispielsweise unsere Fahrradstraßen, das in den vergangenen Jahren stark ausgebaute Geh- und Radwegenetz oder das neue Routensystem für Radfahrer - macht es in Braunschweig leicht, das Auto auch mal stehen zu lassen.“

Bis Ende September werben in Braunschweig auffällige Plakate mit verschiedenen Slogans für die Kampagne. Ein Bus wird komplett in das Kampagnendesign gehüllt. Andere Aktionen kommen hinzu: Radfahrer und Fußgänger werden als „Klima-Helden“ „geblitzt“, Aktionsteams verteilen „Coaching-Packs“ mit Informationsmaterial an Autofahrer. Die Bürgerinnen und Bürger werden dort angesprochen, wo sie Auto fahren: auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen, vor Schulen und an belebten Kreuzungen.

Für Grundschüler gibt es „Klima Bonus Hefte“. Sie sollen bei ihren Eltern Überzeugungsarbeit leisten: Für jede Autofahrt, die ihre Eltern einsparen, können sich die Mädchen und Jungen mit einem Bonuspunkt belohnen – am Ende kann die Klasse sogar etwas gewinnen. Die ersten „Klima Bonus Hefte“ wurden zum Auftakt auf dem Platz der Deutschen Einheit an eine Klasse der Grundschule Klint verteilt. Die Webseite www.kopf-an.de informiert über weitere Einzelheiten, lokale Hintergründe und laufende Aktionen.

Bundesweit liegt die Hälfte aller Autofahrten zwischen null und sechs Kilometern, hier sind die Einsparpotentiale bei Kohlendioxid wegen des überproportionalen Verbrauchs bei kaltem Motor besonders hoch. 55 Kommunen hatten sich um den Zuschlag für die Kampagne beworben. Neben Braunschweig entschieden Berlin, Freiburg, Herzogenaurach und Kiel das Rennen für sich. Die fünf Gewinnerstädte wurden von der BMU-Expertenjury in einem zweistufigen bundesweiten Bewerbungsverfahren ausgewählt.