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Braunschweig hat gewonnen

Für Null CO2 auf Kurzstrecken -
Braunschweig gewinnt Wettbewerb des BMU

Logo der Kampagne - Kopf an: Motor aus

Braunschweig ist eine von fünf Städten, die den Kampagnen-Wettbewerb des Bundesumweltministeriums (BMU) „Kopf an: Motor aus. Für Null CO2 auf Kurzstrecken“ gewonnen haben. Dazu gratulierte Matthias Samson, Referatsleiter Umwelt und Verkehr im Bundesumweltministeriums, den Gewinnerkommunen in Berlin.

Das Bundesumweltministerium veranstaltete am 26. Januar die Konferenz „Unsere Mission: Null Emission. Fuß- und Radverkehr - die urbane Mobilität der Zukunft" in Berlin. Nationale und internationale Experten diskutierten die Veränderungen des Stadtverkehrs in Zeiten der Klimaerwärmung.

"Zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs zu sein ist die Mobilität der Zukunft. Diese Form der Nahmobilität ist nicht nur umweltfreundlich, sondern fördert die Gesundheit und schont angesichts steigender Benzinpreise den Geldbeutel" erläuterte Michael Adler, Geschäftsführer der Projektagentur fairkehr, den Konferenzhintergrund. Wie die Menschen vom Wissen zum Handeln geleitet werden können, war Thema der Konferenz mit mehr als 150 Wissenschaftlern, Praktikern aus Kommunen und Experten aus der Kommunikations- und Mobilitätsbranche.

Preisübergabe in Berlin (Fotos: BMU)
Preisübergabe in Berlin

Berlin, Braunschweig, Freiburg, Herzogenaurach und Kiel sind die Sieger des Kampagnen-Wettbewerbs des Bundesumweltministeriums. Diese fünf Städte bekommen 2010 aus Mitteln der nationalen Klimaschutzinitiative eine Image-Kampagne finanziert.

Die Konferenz wie die Imagekampagne finden im Rahmen des Zero-Emission-Mobility (ZEM) Projekts des BMU statt. Die "Kopf an: Motor aus" Kampagne für Städte und Kommunen wurde im letzten Jahr in vier Städten Deutschlands erfolgreich umgesetzt - und geht mit der Konferenz in die zweite Runde. „Trotz der naheliegenden Vorteile und obwohl die meisten Menschen über die Folgen der Klimaerwärmung Bescheid wissen, mangelt es vielerorts an der Umsetzung" so Ulrike Saade, Geschäftsführerin der Projektagentur velokonzept. „In unseren Kampagnenstädten konnten wir mit viel Humor, Provokation und klaren Worten Denk- und Handlungsanstöße erfolgreich anbieten. In diesem Jahr werden wir die Kampagne in den fünf neuen Kommunen weiterführen und ausbauen."

Lebkuchenherz: Braunschweig für Null CO2

Das Meinungsforschungsinstitut forsa hat in den vier Städten insgesamt 1200 Menschen befragt. Das Ergebnis: Dreiviertel der Befragten haben die Kampagne wahrgenommen. Über 80 Prozent fanden die Kampagne gut, über 90 Prozent die Ziele der Kampagne richtig und wichtig. Jeder Zweite wurde durch die Kampagne zum Nachdenken gebracht und jeder Fünfte bekundete, bereits auf vielen Wegen umgestiegen zu sein.

Grundlage des Projektes sind die hohen CO2-Einsparpotentiale im Nahbereich. Derzeit gehen Bundesbürger am Tag rund 600 Meter außer Haus zu Fuß und fahren im Schnitt einen Kilometer Fahrrad. Eine Verdoppelung der Fußmeter und der Fahrradkilometer zulasten des innerorts sehr CO2-intensiven Pkw-Verkehrs würde Einsparpotenziale von 1,5 Millionen Tonnen CO2 beim Fußverkehr und von über vier Millionen Tonnen beim Fahrradverkehr eröffnen.

Preisübergabe in Berlin
Preisübergabe in Berlin