Stadtchronik Braunschweig

Die Chronik bietet Ihnen Einträge zu politisch, kulturell und wirtschaftlich bedeutsamen Ereignissen und Personen, die einen Überblick zur Stadtgeschichte geben.

Stadtchronik

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Stadtchronik

Einträge für das Jahr 1944

Anzahl: 61

Eröffnung einer Zweigstelle der Öffentlichen Bücherei in Mascherode - Siedlung.
Stadtverwaltungsdirektor Otto Brandes in Goslar im 74. Lebensjahr verstorben (* 03. Oktober 1870 in Braunschweig).
Beginn der planmäßigen Luftangriffe. Fünfter Luftangriff auf Braunschweig. Zerstörung von drei Hallen des Lutherwerkes bei Bienrode. Sieben Tote.
Professor an der Technischen Hochschule , Biologie, Dr. Ernst Stolley, ist verstorben (* 16. September 1869 in Kiel).
Oberstudiendirektor Prof. Heinrich Krüger verstorben (* 02. April 1860 in Rostock).
Sechster Luftangriff auf Braunschweig. Hauptschadensstellen: Eisenbahnsignalbauanstalt Limbeker Hof, Charlottenhöhe, Gartenstadt, Melverode. 14 Tote. Stärker wurde der Landkreis Wolfenbüttel getroffen.
Gedenkfeier im Dom für die am 11. und 14. Januar durch die Luftangriffe Gefallenen.
Zweite Braunschweiger Dichterwoche. Lesungen der Stadtbraunschweiger Dichter Robert Jordan, Adolf Beiß, Hans Ullrich. Die Leseabende werden veranstaltet von der Literarischen Vereinigung.
Siebenter Luftangriff, mittags. Klaggesstadt, Rüningen, Melverode, Versorgungslager der Reichswerke Hermann Göring, Lager sowjetischer Kriegsgefangener und Zwangsarbeiter, Chemische Fabrik Helmstedter Straße, Griepenkerlstraße, Klingemannstraße, Lönsstraße, Herzogin-Elisabeth-Straße, Salzdahlumer Straße, Leisewitzstraße, Viewegstraße, Georg-Wolter-Straße, Riddagshausen, Rautheimer Kasernen, Bahnstrecken. 14 Tote.
Achter Luftangriff abends: Donnerburg-Siedlung, Schubert-Werke. Keine Toten.
Museumsdirektor Prof. Dr. Karl Steinacker verstorben (* 02. September 1872 in Wolfenbüttel).
Gedenkfeier für die am 30. Januar Gefallenen.
Neunter schwerer Luftangriff. Schadensstellen Innenstadt: Hagenmarkt, Fallersleber Straße, Wendenstraße, Küchenstraße, Reichsstraße, Beckenwerker Straße, Bäckerklint, Alte Waage, Hintern Brüdern, An der Petrikirche, Schützenstraße, Neue Straße, Bankplatz, Sack, Packhof, Wilhelmstraße, Bohlweg, Steinweg, Langer Hof, Langedammstraße, Taschenstraße, Damm, Stobenstraße, Ackerhof, Schlossstraße, Ölschlägern, Am Magnitore, Gördelingerstraße 2, Friesenstraße, Höhe, Wilhelmstraße.
Neunter schwerer Luftangriff. Schadensstellen Außenstadt: Wilhelmitorwall, Petritorwall, Gliesmaroder Straße, Karlstraße, Wilhelm-Bode-Straße, Wachholtzstraße, Waterloostraße, Schunterstraße, Wabestraße, Allerstraße, Heinrichstraße, Roonstraße, An der Paulikirche, Wiesenstraße, Gneisenaustraße, Altewiekring, Husarenstraße, Kaiser-Wilhelm-Straße, Hagenstraße, Fasanenstraße, Kasernenstraße, Parkstraße, Helmstedter Straße, Kastanienallee, Korfesstraße, Bertramstraße, Marthastraße, Bismarckstraße, Moltkestraße, Windmühlenberg, Augusttor.
Neunter schwerer Luftangriff. Einzelne bekannte Gebäude zerstört: Alte Waage, Mumme-Haus, Grotrian-Steinweg-Saal, Vordergebäude der Hoffmann-von-Fallersleben-Schule, Raabeschule (Lazarett), Südflügel des Alten Ministeriums, Firma Langerfeldt, Flügel der Okerschule schwer beschädigt. Frühere Dompfarrei, Staatsanwaltschaft, Hagenmarktapotheke, Pfeiffer & Schmidt, Rückfront des Südflügels des Schlosses, Neues Ministerium, Öffentliche Bücherei, Martineum, Neustadtrathaus, St. Vinzenz-Krankenhaus, Mokkastube. Etwa 250 Tote.
Gedenkakt im Staatsdom für die Opfer des 10. Februar.
Zehnter Luftangriff. Schadensstellen: Cellerstraße, Hildesheimer Straße, Lenaustraße, Wendenring, Julius-Konegen-Straße, Ernst-Amme-Straße, Ützenkamp, Bahnhofstraße, Cyriaksring, Helenenstraße, Schöttlerstraße, Kramerstraße, Fabrikstraße, Frankfurter Straße, Sophienstraße, MIAG, Landeskrankenhaus, Rotes Kreuz. 28 Tote.
Elfter Luftangriff. Schadensstellen: Querum, Schuntersiedlung, Bahnhof. 26 Tote.
Sanitätsrat Dr. Otto Deicke ist verstorben (* 07. Mai 1859 in Braunschweig).
Gedenkakt im Staatsdom für die Opfer des 20. und 21. Februar.

Informationen

Die Chronik der Stadt Braunschweig wurde in den 1930er Jahren von Mitarbeitern des Stadtarchivs angelegt. Für die bis zum Jahr 1933 aufgeführten Ereignisse wurden schriftliche Belege aus den Beständen des Archivs, insbesondere von alten handschriftlichen Chroniken, herangezogen.

Seit 1934 werden die Einträge fortlaufend geführt und basieren in erster Linie auf Meldungen der regionalen Presse, wie der Braunschweigischen Landeszeitung (erschienen bis 1936), der Braunschweiger Tageszeitung (erschienen bis 1945) und der Braunschweiger Zeitung (erscheint seit Januar 1946). Die zunächst handschriftlichen Aufzeichnungen sind in eine Datenbank übertragen worden. Die Chronik ist somit ein Zeitdokument und spiegelt die jeweils zeitgenössische Sichtweise wider.

Für die vorliegende Internetversion wurde auf redaktionelle Anpassungen und Kürzungen weitestgehend verzichtet, um den Charakter als historisches Dokument zu bewahren. Alle Einträge, insbesondere diejenigen aus der Zeit des Dritten Reiches müssen in ihrem damaligen Kontext gesehen werden. Bei der Übertragung von Daten können Fehler auftreten, deshalb wird für die Vollständigkeit und Richtigkeit aller Einträge keine Gewähr übernommen. Für ausführliche Informationen zu den Chronikeinträgen steht Ihnen das Stadtarchiv gern zur Verfügung.

Kennen Sie ein bedeutendes historisches Ereignis, das nicht in der Stadtchronik aufgeführt ist? Dann schicken Sie eine E-Mail mit entsprechender Quellenangabe an das Stadtarchiv. Auch für Hinweise, Kritiken oder Korrekturen sind wir dankbar.

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Bei der redaktionellen Bearbeitung wurden die Einträge weitestgehend der neuen Rechtschreibung angepasst.

Haben Sie Anregungen oder Kritiken zur Funktionalität und Bedienung der Stadtchronik, ist Ihnen ein Fehler aufgefallen? Dann schicken Sie eine E-Mail an das Stadtarchiv.

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