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Städtepartnerschaften - Begegnung, Austausch, Gemeinschaft

Sich kennen und verstehen lernen, Zusammengehörigkeit stärken, gemeinsame Anschauungen erkennen und nutzen und sich in unterschiedlichen Lebenswelten helfend begegnen - dies sind erstrebte Ziele von Städtepartnerschaften.

Hintergründe: Städtepartnerschaften - ein Beitrag zur Völkerverständigung


Braunschweig war mehr als drei Jahrhunderte wichtiges Mitglied des europäischen Handelsbundes der Hanse und erlebte während dieser Zeit eine Blüte. An diese Tradition einer aufgeschlossenen Stadt knüpft Braunschweig mit seinen weltweiten Beziehungen in der Neuzeit an - Bandung, Nîmes, Bath, Sousse, Zhuhai, Omaha und Kasan. Die Verbindung mit Magdeburg zwei Jahre vor der Wende in der DDR erregte Aufsehen nicht nur in Deutschland. Sie symbolisiert neben der mit Kiryat Tivon vielleicht am deutlichsten, dass Städtepartnerschaften und -freundschaften einen Beitrag zu Frieden und Verständigung zwischen den Menschen leisten können.

Ursprünglich entstanden kommunale Partnerschaften aus dem Wunsch vielfältige Lebenswelten vor dem Hintergrund einer unterschiedlichen Geschichte kennen zu lernen und dadurch gegenseitiges Verständnis aufzubauen. Sie sind auch heute noch ein wichtiges Instrument zur Völkerverständigung. Mit regelmäßigen Bürgerkontakten, intensivem Kulturaustausch und einem ausgeprägten Augenmerk auf den Austausch von Schüler- und Jugendgruppen, sind sie Grundlage für internationale Beziehungen und ein vereintes Europa.

Entwicklung: Städtepartnerschaften als Weg zur internationalen Zusammenarbeit

Die Partnerschaftsbewegung, die in den 50-er und 60-er Jahren stark auf das westeuropäische Ausland, insbesondere Frankreich konzentriert war, hat einen unschätzbaren und allseits anerkannten Beitrag zur Aussöhnung mit den westeuropäischen Nachbarvölkern geleistet.

Der Partnerschaftsgedanke, ein Gefühl der Gemeinsamkeit der Bürger in den Städten und Gemeinden über die Staatsgrenzen hinweg zu fördern, festigen und vertiefen, besteht nach wie vor und macht kommunale Kontakte mit dem Ausland zu einem unverzichtbaren und allgemein anerkannten Betätigungsfeld. Wesentlich sind nach wie vor Jugend- und Kulturaustausch.

In den letzten Jahren hat sich allerdings das Spektrum verändert. Die inhaltliche Ausrichtung von Städtepartnerschaften wurde erweitert. Internationale Kontakte auf kommunaler Ebene haben eine veränderte Qualität. War früher die Völkerverständigung im Mittelpunkt der Partnerschaften, gilt es heute, die globalen Probleme (Umwelt, Migration, Armut etc.) gemeinsam einer nachhaltigen Lösung näher zu bringen.

Der Weg zu einem vereinten Europa beeinflusst in einem erheblichen Maße auch die Handlungsspielräume der kommunalen Selbstverwaltung. Die Festlegung gesetzlicher Rahmenbedingungen erfolgt nicht nur durch Bund und Lände, sondern auf europäischer Ebene. Dies ist ein Grund, mehr internationale Präsenz zu zeigen und sich damit die Möglichkeit der Einflussnahme auf europäische Entscheidungen offen zu halten.