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Flughafen 1917 bis 1945 und Kriegseinwirkungen

Erster Flugbetrieb begann 1917. Ab 1929 erreichte der Flugplatz große Bekanntheit durch die Verlegung der Deutschen Verkehrsfliegerschule von Berlin-Staaken nach Broitzem.

Von 1934 bis 1945 übernahm das Reichsluftfahrtministerium den Platz für militärische Zwecke Kasernen, Hallen und Wohnungen für eine Fallschirmjägerausbildungseinheit wurden gebaut. Der Flugplatz erstreckte sich in südwestlicher Richtung vom Kasernengelände mit dem ehemaligen Empfangsgebäude (heute Gemeinschaftshaus Weststadt) bis zur Gaststätte "An der Rothenburg".

Fliegerhorst Broitzem 1938 (Postkarte)
Fliegerhorst Broitzem 1938
(Postkarte)
 (Luftaufnahme US-Airforce April 1945 - Archiv Dieter Heitefuß)
(Luftaufnahme US-Airforce April 1945 - Archiv Dieter Heitefuß)
Henschel HS 126 (Archiv Dieter Heitefuß)
Henschel HS 126
(Archiv Dieter Heitefuß)

Ab 1936 landeten Verkehrsflugzeuge auf dem neuen Fughafen BS-Waggum. Von Luftangriffen blieb Broitzem wegen seiner Nähe zum Flugplatz und zum Industriegebiet im Südwesten der Stadt nicht verschont. Im alten Ortskern wurden Wohn-, Stall- und Scheunengebäude zerstört, in der Rentensiedlung ein Wohnhaus, in der Feldmark eine Feldscheune und Gebäude der Marienberger Mosaikplattenfabrik. Broitzem beklagte 1944 drei Tote in der Rentensiedlung und elf Menschenopfer in der Plattenfabrik.

Nach 1945 entstand auf dem ehemaligen Rollfeld wieder Acker- und Gartenland. 1960 erfolgte hier der erste Spatenstich für den 1. Bauabschnitt der Weststadt.

 

Hinweis:

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