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12 Die Hirtenhäuser

Hirtenhäuser (Foto: Zehfuß 2005)
Hirtenhäuser

Wir folgen nun der Straße Hohes Feld und erblicken auf der rechten Seite hinter dem Neubau die beiden erhaltenen Hirtenhäuser. Hier wohnten im kleineren vorderen Haus der Schweinehirt und dahinter der Kuhhirt. Von hier aus zog sich der Dorfanger bis zum Großen Weghaus hin, auf den Gänse, Enten und Ziegen getrieben wurden. Durch den Dorfanger floss der Hohe Wiese Bach, der heute verrohrt ist. Auf dem Stadtplan von 2006 kann man erkennen, dass sich ein schmales Grundstücksband vom Großen Weghaus bis zu dem Haus Rüninger Weg 12 zieht. Unter diesem Grundstück fließt der Hohe Wiese Bach. Es gehört noch heute der Feldmarksgenossenschaft. In den sog. Weidegerechtigkeiten war genau festgelegt, wie viele Kühe von jedem Hof vom Kuhhirten auf die Viehtriften (Richtung Mascherode) und die Brachfelder (Dreifelderwirtschaft) getrieben werden durften. Der Schweinehirte trieb die Schweine der Höfe zur Mast in das Lechlumer Holz. Pfarre und Pfarrwitwen waren an den Weidegerechtigkeiten beteiligt. 1767 gab es zwei Schäfereien mit zwei Schafherden, die zusammen etwa 500 Schafe umfassten. Inhaber der Schäfereien waren der Burgmeier Berend Isensee (Ass.25) und der Köther Conrad Hercher (Ass.28). Zwei Schafmeister trieben die Schafe aus dem ganzen Dorf auf genau von der Gemeinde festgelegte Weiden und Brachfelder.
Rudolf Zehfuß

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