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Der Brink

„Der Brink war der Mittelpunkt von Timmerlah. Die breite Einmündung der damaligen Hauptstraße (heute Kirchstraße) war zentraler Platz, auf dem wichtige Ereignisse des Dorflebens stattfanden, wie z.B. 1930 der Festkommers anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Landwehrvereins.

Links im Bild sind Wirtschaftsgebäude des Landwirtes Gehrs zu sehen.

Das Mauerwerk des Kirchturms stammt aus romanischer Zeit und ist das einzige denkmalgeschützte Bauwerk in Timmerlah. Der zwiebelförmige Turmhelm, Wahrzeichen des Ortes, wurde 1799 errichtet.

Das Kirchenschiff wurde 1872 in seiner heutigen Form als Nachfolgebau einer zu klein gewordenen Kirche errichtet.

Das Schulgebäude in der Bildmitte entstand nach Abriss des Vorgängergebäudes1848. Die Gemeinde baute 1898 und 1903 hinter dem alten Schulhaus ein Haus mit zwei Klassenräumen. Die alte Schulstube wurde in die Lehrerwohnungen einbezogen. Der Schuppen vor dem Schulhaus enthielt u. a. die Toiletten. Rechts daneben ist ein niedriges Gebäude der Sattlerei Röper erkennbar. Timmerlah erhielt 1913 Anschluss an das elektrische Stromnetz. Seitdem prägten Freileitungen das Straßenbild, rechts war die Stromleitung, links Telefondrähte.“(Text G.Sauer)

„Mit dem Ausbau der Timmerlahstraße 1982/83 wurde die Abzweigung der Kirchstraße neu gestaltet. Eine Mittelinsel bietet Schutz für Fußgänger. Zusätzlich  wurde 1994 eine Fußgänger-Bedarfsampelanlage installiert, um vor allem  Kindern und Senioren eine sichere Querung der Timmerlahstraße im Kreuzungsbereich zu ermöglichen. Aus dem ehemaligen Dorfplatz Brink ist eine stark frequentierte Straße geworden. Die Bezeichnung ist nur noch alteingesessenen Timmerlahern geläufig und wird immer seltener verwendet.

Die 1945 zerstörten Hofgebäude wurden durch Neubauten ersetzt. Einfahrt, sowie Scheunen- und Stallgebäude des Gehrs´schen Hofes sind durch Baumgrün verdeckt und nicht im Foto erkennbar. Der Betrieb wird nicht mehr bewirtschaftet, die Gebäude wurden in den 70er Jahren verkauft.

Das bis vor gut 100 Jahren als Schulgebäude genutzte Fachwerkgebäude diente bis in die Nachkriegsjahre zwei Lehrerfamilien als Dienstwohnung. 1973 verkaufte es die Gemeinde kurz vor der Gebietsreform an Familie Sperling. Nach Abriss der Schuppen und Nebengebäude wurde das Schulgebäude von 1903 sichtbar. Es wird seit dem Bau der Schulanlage im Schülerweg in den 1950er Jahren nicht mehr für schulische Zwecke genutzt. Der Männergesangverein Timmerlah traf sich hier seitdem wöchentlich zu seinen Chorproben. Bis zum Bau der Turnhalle 1973/74 dienten die beiden zusammengelegten Klassenräume als Turn- und Gymnastikraum. Ihr Domizil haben hier auch die Altenbegegnungsstätte und nach Ausbau des Dachgeschosses der Hort für Grundschüler. Im ehemaligen Schulgarten hinter dem Gebäude entstand 1972 die Kindertagesstätte in Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt.“(G.Sauer)

 

           

Ideen:

 

    • Diese Gegenüberstellung könnte auch für andere Ortsteile durchgeführt werden. Haben Sie Bilder von damals und „heute“ (ggf. mit Text, z. B, als „Zeitzeugenaussage“)?

 

Hinweis:

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