Menü und Suche

Volkmarode

Wappen von Volkmarode

Das Wappen ist in den Farben Rot und Gold/Gelb, den Farben des früheren Herzogtums Braunschweig. Aus dem Geschlechterwappen der einst am Ort ansässigen Familie de Volcmerod ist eine Rose entnommen. Die gezinnte Mauer nimmt Bezug auf die 1302 erwähnte "Burgstätte" und erinnert zugleich an die im Jahr 1978 abgebrochenen Produktionsgebäude der Ziegelei Moorhütte. (Entwurf  Dr. A. Rabbow)

VolkmarodePfarrdorf am Sandbach.  So ist zu lesen in Beschreibungen über das ehemalige Herzogtum Braunschweig. Seit dem Jahr 1974 ist Volkmarode ein Stadtteil am östlichen Rande der Großstadt Braunschweig. In einer Urkunde Heinrich des Löwen aus dem Jahr 1154 ist der Ort erstmalig belegt als Sitz einer sächsischen Adelsfamilie. Eine "Borchstede" wird im Jahr 1302 in einer Kaufurkunde des Aegidienklosters erwähnt. Fundamentreste der Burgstätte will der ehemalige Lehrer Heinrich Daues im Jahr 1939 auf den Höfen ass.Nr.1 und ass.Nr.2 sondiert haben.

Bis in das 19te Jh. bleibt Volkmarode ein kleines Bauerndorf mit Kirche, Schule und neun Hofstellen in Abhängigkeit vom Grundherrn, dem Verwalter auf Burg und Amt Campen.

Von 1512 bis 1706 ist Volkmarode ein Grenzort des Fürstentum Lüneburg, danach fällt das Dorf wieder an das Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel zurück.

Seit den ersten Industrieansiedlungen im Braunschweigischen Land, u. a. Gründung der Ziegelei Moorhütte durch den Verleger Friedrich Vieweg im Jahr 1799, und insbesondere nach 1915, Bau der Optischen Werke Voigtländer nahe der Ortsgrenze von Volkmarode/Gliesmarode, entwickelte sich der einst landwirtschaftlich geprägte Ort mehr und mehr zu einer Vorstadtgemeinde mit überwiegend Wohncharakter.

In den Nachkriegsjahren des Zweiten Weltkrieges zog es viele Familien in ein eigenes Siedlungsheim am Stadtrand. Zwischen dem alten Dorf und der Stadtgrenze entstanden neue Wohnsiedlungen beiderseits der verkehrsreichen Bundesstraße - Berliner Heerstraße. Die alte Dorfkirche ist abseits der lärmenden Heerstraße, auf von der Eiszeit geprägter Anhöhe, zu finden.

Verblieben im Ort sind zwei Hofstellen, die landwirtschaftlich bewirtschaftet werden und die ihre Rentabilität teilweise mit Pferdepension verbessern. Viehzucht, Milchwirtschaft und Schweinemast sind hier nicht mehr zu finden.

Wald und Wiesen der Gemarkung stehen zu großen Teilen unter Natur- und Landschaftsschutz. Volkmaroderinnen und Volkmaroder schätzen die landschaftlich reizvolle Umgebung, die Infrastruktur am Ort und die guten Verkehrverbindungen zur Innenstadt.

Jörn Miehe - im Mai 2006

Zu diesem Thema

 

Hinweis:

Die Informationen zu den Stadtteilen werden von den jeweiligen Heimatpflegerinnen und Heimatpflegern betreut. Für den Inhalt sind diese ausschließlich verantwortlich.