Die Begriffe Altlast, Altablagerung und Altstandort sind im Bundes-Bodenschutzgesetz und in der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung definiert. Danach sind Altablagerungen vorwiegend stillgelegte Deponien. Altstandorte sind vorwiegend stillgelegte Industrieanlagen. Flächen stillgelegter militärischer Einrichtungen zählen ebenfalls zu den Altstandorten.
Alle Altablagerungen und Altstandorte sind zunächst altlastenverdächtige Flächen. Diese Flächen sind Altlasten, wenn durch sie schädliche Bodenveränderungen oder sonstige Gefahren für den Einzelnen oder die Allgemeinheit hervorgerufen werden. Es muss also im Einzelfall durch entsprechende - meist umfangreiche und kostenintensive - Untersuchungen erst geklärt werden, ob es sich bei einer Verdachtsfläche tatsächlich um eine Altlast handelt.
In Braunschweig sind auf ca. 1600 Altstandorten etwa 2300 altlastenrelevante Nutzungen bekannt. Zusätzlich sind ca. 389 Altablagerungen bekannt. Dabei handelt es sich um ehemalige Ton-, Sandgruben und dergleichen, die mit unbekanntem Material verfüllt wurden und dann in Vergessenheit geraten sind. Für die größeren Altablagerungen – 151 Stück – wurden Gefährdungsabschätzungen durchgeführt.
Die Altlasten und altlastenverdächtigen Flächen werden von der Bodenschutzbehörde der Stadt Braunschweig im Altlastenverzeichnis erfasst. Bei berechtigtem Interesse wird hieraus Auskunft erteilt. Anfragen können vom Eigentümer oder mit Vollmacht des Eigentümers gestellt werden. Ein entsprechendes Formular finden Sie im Formular-Service der Stadt Braunschweig (Link s. u.), im Themenbereich "Umwelt, Natur, Immissionen". Die Auskunft ist kostenpflichtig und richtet sich nach dem Zeitaufwand. Die Gebühr bewegt sich in der Regel zwischen 30 und 90€.
Formular: Auskunft aus dem Altlastenverzeichnis
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Kontakt zur Bodenschutzbehörde: Altlastenverzeichnis-Auskunft
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Kontakt zur Bodenschutzbehörde: Altlasten - technische Fragen
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Kontakt zur Bodenschutzbehörde: Altlasten - rechtliche Fragen
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Altablagerungen
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Stibiox: Sanierung des ehemaligen Werksgeländes
In einem 5 minütigen Film wird über die Sanierung des ehemaligen Werksgeländes Stibiox berichtet. Schwerpunkt ist die Sprengung des 51 Meter hohen Schornsteins am 11.08.2010.

