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Schwermetalle auf Kinderspielflächen

Der über 1000-jährige Bergbau im Harz führte in Teilen seines Vorlandes zu erheblichen Schwermetallbelastungen der Flussauen. Massiv betroffen war und ist auch die Oker. Bei den für die Oker relevanten Schwermetallbelastungen handelt es sich um die Stoffe Blei, Cadmium, Arsen und Zink.

Im Jahr 2010 wurde eine verwaltungsinterne Projektgruppe ins Leben gerufen, die sich mit der Schwermetallbelastung auf Kinderspielflächen in der Okeraue befassen sollte. Die Projektgruppe setzte sich aus Vertreter/-innen aus den Abteilungen Umweltschutz und Gesundheitsamt und den Fachbereichen Kinder, Jugend und Familie und Stadtgrün und Sport zusammen.

Insgesamt wurden in den Jahren 2010 und 2011 88 Kinderspielflächen genauer betrachtet, die aufgrund ihrer Nähe zur Oker im Verdacht standen, möglicherweise mit Schwermetallen belastet zu sein. In Abstimmung mit dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt und dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Klimaschutz wurden auf der Grundlage der Ableitungsmaßstäbe für die Prüfwerte der Bundesbodenschutzverordnung Handlungswerte festgelegt.

Diese Handlungswerte wurden nur bei einem der untersuchten Objekte (Bolzplatz Bruchweg/Bruchwiese in Stöckheim) geringfügig überschritten. Auf den übrigen Objekten wurden keine Überschreitungen festgestellt.

Der Bolzplatz Bruchweg/Bruchwiese in Stöckheim wurde zeitnah umgestaltet. Auf einer Fläche von ca. 700 qm wurde im Jahr 2012 Boden mit einer Mächtigkeit von 20 cm aufgetragen und Rasen eingesät. So konnte auch die Nutzbarkeit des Platzes verbessert werden.

Im nächsten Arbeitsschritt zur Bewältigung der Problematik der Schwermetallbelastung sollen die landwirtschaftlich genutzten Flächen einer genaueren Betrachtung unterzogen werden.

Gemeinsam mit dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie wird auf der Basis von Untersuchungsergebnissen aus Braunschweig und landesweit verfügbarer Daten eine Karte der Gebiete entwickelt, auf denen Schwermetallbelastungen zu erwarten sind. Damit sollen die betroffenen Landwirte in die Lage versetzt werden, ihren Verpflichtungen zur Erzeugung unbedenklicher Nahrungs- und Futtermittel qualifizierter nachzukommen.

Der nachfolgenden Karte kann der Betrachtungsbereich „Kinderspielflächen“ entnommen werden. Dieser Bereich wurde bewusst sehr groß gewählt, da nur so die erforderliche Sicherheit für die Betrachtung der sensiblen Nutzung als Kinderspielfläche gewährleistet werden konnte.