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Das können Sie tun

In der Wissenschaft herrscht ein breiter Konsens darüber, dass das vom Menschen produzierte Kohlenstoffdioxid (CO2) für rund zwei Drittel des in den vergangenen 100 Jahren gemessenen Temperaturanstiegs verantwortlich ist. Die Folgen dieser unnatürlichen Klimaerwärmung sind an vielen Orten der Erde in zunehmendem Maße spürbar, wenn auch mit räumlich unterschiedlicher Intensität. Darüber hinaus bedeutet die größtenteils auf fossilen Energieträgern beruhende Wirtschaftsweise auf globaler Ebene massive soziale Ungerechtigkeiten und Umweltzerstörungen – für sich allein genommen schon Grund genug zu Veränderungen.

Deutschland ist als global agierende Wirtschaftsnation ein wesentlicher Träger dieser Entwicklung. Rund zwei Fünftel seines CO2-Ausstoßes entstehen bei der Erzeugung von Strom und Wärme in Kraftwerken. Die anderen drei Fünftel entstehen in den Sektoren Verkehr, Industrie/Gewerbe und private Haushalte.

Durch energiebewusstes Verhalten können wir einerseits dazu beitragen, die Auswirkungen des Klimawandels auf Mensch und Natur so gering wie möglich zu halten. Andererseits schaffen wir durch Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz gute Voraussetzungen für neue Märkte und die Leittechnologien des 21. Jahrhunderts. Klimaschutz bedeutet einen Gewinn für Ökologie und Ökonomie.

Die Energiepreise steigen in Deutschland seit fünf Jahren stark an. Wer Energie spart, schont nicht nur das Klima, sondern auch seine eigene Haushaltskasse: Durch die richtigen Maßnahmen lassen sich jährlich Energiekosten von einigen hundert Euro einsparen.

Wie viel Energie wofür?

Der Primärenergieverbrauch in Deutschland betrug im Jahr 2012 abstrakt erscheinende 13.645 Petajoule. Anders ausgedrückt entspricht diese Menge fast 4.000 Milliarden Kilowattstunden. Zum Vergleich: Ein Zwei-Personen Haushalt verbraucht etwa 2.500 Kilowattstunden.

In Raffinerien oder Kraftwerken werden diese Primärenergieträger wie Mineralöl oder Steinkohle in verschiedene Formen der Endenergie umgewandelt, damit sie vom Endkunden genutzt werden können. Am Ende verbleiben etwa 2.500 Milliarden Kilowattstunden, die in Form von Benzin, Heizöl oder Strom bereitstehen. 1.500 Milliarden gehen durch Umwandlungsverluste oder Abwärme verloren.

Die privaten Haushalte verbrauchen etwa 28 Prozent dieser Endenergie, zu einem Großteil für die Bereitstellung von Heizung und Warmwasser.


 (© Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena))
(© Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena))

Elektrischer Strom als ein Teil der Energiekosten von privaten Haushalten

Obgleich elektrischer Strom zum Teil auch zur Warmwasserbereitung, wie beispielsweise zum Betrieb eines Durchlauferhitzers eingesetzt wird, macht er nur etwa 15 Prozent der jährlichen Energieverbräuche der privaten Haushalte aus. Die Stromrechnungen setzen sich aus einer Vielzahl elektrischer Verbraucher zusammen.


 (© EnergieAgentur.NRW)
(© EnergieAgentur.NRW)

Viele Verbraucher - viele Möglichkeiten

Nicht nur die Anzahl an elektrischen Verbrauchern ist hoch. Es existiert eine ebenso große Zahl an attraktiven Möglichkeiten zur Reduzierung des Strom- und Energieverbrauchs. Ob durch den Austausch der alten Heizung oder die Verwendung eines energiesparenden Leuchtmittels:

Je nach den individuellen Möglichkeiten können alle Bürgerinnen und Bürger Energie einsparen, sie gar selber erzeugen, ihren individuellen Beitrag zum Klimaschutz leisten und natürlich auch die Haushaltskasse entlasten!

Auf den folgenden Seiten soll Ihnen ein erster Einblick in die verschiedenen Bereiche des Klimaschutzes gegeben werden.

Entscheiden Sie selbst, wo Sie aktiv werden wollen!