Über 10 % des privaten Stromverbrauchs gehen inzwischen aufs Konto von Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik -Tendenz steigend. Ein Teil davon wird durch unnötigen Stand-by-Betrieb und andere Leerlaufformen verursacht. Abhilfe schafft man oft schon durch "Stecker ziehen".
Beim Fernsehen gilt grundsätzlich: Je größer der Bildschirm, desto größer der Stromverbrauch. Kommen noch weitere technische Finessen hinzu wie HDTV, Dolby Surround o. a., steigt der Verbrauch zusätzlich. Es lohnt sich also, beim TV-Kauf nicht nur auf das klare Bild zu achten, sondern auch auf einen geringen Stromverbrauchswert. Das gilt natürlich auch für Sat- und DVBT-Empfänger, Festplattenrecorder, HiFi-Komponenten etc.
Notebook oder PC? Hier ist der Punkt Energieverbrauch interessant. Notebooks arbeiten energieeffizienter, schon allein um die eingebauten Akkus nicht zu schnell auszupowern. Dabei ist ein durchschnittlich ausgestattetes Notebook im Schnitt sparsamer als eines mit besonders leistungsstarken Komponenten.
Bei einem großen Tischgerät (Desktop-Rechner) lässt sich über das sogenannte Powermanagement den Stromverbrauch drosseln. Bildschirmschoner verbrauchen unnötig Strom. Stellen Sie lieber Ihr Gerät so ein, dass sich der Bildschirm nach einigen Minuten ganz ausschaltet, sollten Sie den PC eine Weile nicht nutzen.
Tipps:
- Schalten Sie TV, DVD-Spieler und -Aufnahmegeräte, SAT-Empfänger oder die Geräte Ihrer Stereoanlage nach Möglichkeit immer komplett aus, um Leerlaufverluste zu vermeiden. Am einfachsten geht das über eine abschaltbare Steckerleiste.
- Nutzen Sie die Energiesparoptionen Ihres PCs.
- Bildschirm, Drucker, Scanner und das Internetmodem sind häufig heimliche Stromfresser, die sich am Gerät nicht mehr vollständig ausschalten lassen. Auch hier leistet eine schaltbare Steckerleiste Abhilfe.
- Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre der Deutschen Energie-Agentur zum Thema Unterhaltungselektronik und in den Bestenlisten unter http://www.ecotopten.de sowie der Broschüre Energiespartipps des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt und Klimaschutz.

