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Photovoltaik

Die Sonne sendet der Erde pro Jahr etwa 15.000-mal mehr Energie, als dort benötigt wird. Auf der Erdoberfläche hat der Mensch seit kurzem damit begonnen, einen Teil dieser Energie technisch in eine für ihn wertvolle Form umzuwandeln – in elektrischen Strom.

Die Bezeichnung „Photo“ (griechisch für „Licht“) – „Voltaik“ (elektrische Spannung) beschreibt die direkte Umwandlung von solarer Strahlungsenergie in elektrischen Strom. Eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) besteht aus Modulen, in denen viele Solarzellen elektrisch verschaltet sind. Sie produzieren dabei Gleichstrom, der von einem Wechselrichter in haushaltsüblichen Wechselstrom umgewandelt wird. Dieser Strom kann ins öffentliche Netz eingespeist (und gemäß EEG vergütet), oder im eigenen Haushalt verbraucht werden.

Funktionsweise und Anschluss einer Photovoltaikanlage (© Agentur für Erneuerbare Energien)
Funktionsweise und Anschluss einer Photovoltaikanlage
(© Agentur für Erneuerbare Energien)

Die Sonne schickt keine Rechnung

Sofern man über eine Dachfläche verfügt, gibt es viele gute Gründe für die eigene PV-Anlage. Der wichtigste zuerst: Der Brennstoff ist gratis, die Sonne schickt keine Rechnung. Einmal angeschafft, arbeitet die Anlage kostenlos.

Ob für die Produktion des eigenen Stromes, den persönlichen Beitrag zum Klimaschutz oder die Wertsteigerung der Immobilie: Die Investition sollte auch wirtschaftlich sinnvoll sein.

Da die Sonneneinstrahlung im Tages- und Jahresverlauf erheblich schwankt und zudem wetterabhängig ist, kann die Investition in eine PV-Anlage nur über den Jahresstromertrag (Kilowattstunden pro Jahr / KWh/a) ökonomisch beurteilt werden. Jede in das öffentliche Stromnetz eingespeiste Kilowattstunde Solarstrom wird dem/der Anlagenbetreiber/-in mit einem festgelegten Vergütungssatz über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütet. Die Höhe ist abhängig vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Anlage und gilt für 20 Jahre, zuzüglich des Jahres der Inbetriebnahme.

Zwar wurden die Vergütungssätze für Solarstrom in den letzten Jahren immer niedriger, aber durch technische Weiterentwicklungen konnten auch die Anschaffungskosten drastisch reduziert und die Wirkungsgrade von PV-Anlagen kontinuierlich erhöht werden. Seit 2006 sank der Anschaffungspreis einer PV-Anlage um 67 Prozent – ein in dieser Kürze der Zeit beeindruckender Wert. Zudem wurde die Anlagentechnik in den letzten Jahren weiterentwickelt. Zellen und Wechselrichter erbringen immer höhere Erträge. Unter anderem diese Entwicklungen machen weiterhin einen wirtschaftlichen Betrieb der eigenen PV-Anlage möglich.

Der Schlüssel liegt im Eigenverbrauch

 (© Agentur für Erneuerbare Energien)
(© Agentur für Erneuerbare Energien)

In Zeiten steigender Strompreise ist jede Kilowattstunde Strom vorteilhaft, die nicht erst gekauft werden muss. Vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll, eine möglichst große Menge des auf dem Dach produzierten Solarstroms auch selber zu verbrauchen.
Für jede relativ billig erzeugte Kilowattstunde Solarstrom muss keine teurere aus dem Netz bezogen werden.
Die Eigenverbrauchsquote lässt sich vor allem auch durch die Installation eines Stromspeichers erhöhen. So kann der in der Mittagszeit erzeugte und gespeicherte Strom abends beim Kochen verbraucht werden. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat zu diesem Zweck ein eigenes Speicherprogramm aufgelegt.

Lohnt sich Photovoltaik nur auf Süddächern?

Die Zeiten, in denen PV-Anlagen so konzipiert wurden, dass möglichst viel Strom in das Stromnetz verkauft und eine entsprechende Rendite erwirtschaftet werden konnte, sind vorbei. Aufgrund der dauerhaften Verringerung der Vergütung über das EEG ist der selbst produzierte Strom inzwischen so günstig, dass seine ausschließliche Produktion zu Verkaufszwecken deutlich an Attraktivität verloren hat. Im Gegenteil: Je mehr eigenen Solarstrom Sie jetzt selber verbrauchen, umso attraktiver ist die PV-Anlage! Damit haben sich auch die Anforderungen an PV-Anlagen verändert. Zwar liefert eine nach Süden ausgerichtete PV-Anlage noch immer den höchsten Ertrag pro Quadratmeter Modulfläche, allerdings hat sie ihren Leistungshöhepunkt um 12 Uhr mittags, wenn die Sonne im Süden am höchsten steht. Was nützt aber der hohe Ertrag, wenn alle Bewohner/-innen nicht im Haus sind und kein Stromspeicher vorhanden ist?

Für Anlagen auf Ost/-West-Dächern stehen theoretisch zwei Dachflächen zur Verfügung. Dadurch können diese Anlagen in Summe ihren verringerten Ertrag pro Quadratmeter, verglichen mit einer nach Süden ausgerichteten Anlage, mehr als ausgleichen. Durch die zwei Leistungsspitzen am Morgen (Ostdach) und am Nachmittag (Westdach) liefern sie den Strom zudem in Zeiten, in denen Sie ihn besser selber verbrauchen können!

Ost/West-Anlagen können also eine durchaus attraktive und lohnende Investition für Sie sein. Braunschweiger/-innen können zudem noch Zuschüsse durch das Braunschweiger Förderprogramm für regenerative Energien erhalten!

Welches Dach liefert die größten Solarerträge?

In Braunschweig gibt es mit dem Projekt Braunschweig Solar ein kostenloses Angebot, das Ihnen zeigt, wie viel Sonnenstrahlung Ihr Dach erreicht. Wenn Sie wissen wollen, ob sich das Haus, in dem Sie wohnen, für Photovoltaik oder Solarthermie eignet, dann schauen Sie doch einfach mal nach!

Weitere Informationen erhalten Sie über den Bundesverband der Solarwirtschaft und den Solartechnikberater!