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Heizen

In unserer Temperaturzone wird fast die Hälfte des Jahres geheizt. Ca. 75% des Energieverbrauchs privater Haushalte geht auf die Heizung zurück. Weitere 10% werden für die Warmwasserbereitung benötigt. Das Einsparpotenzial ist oft beträchtlich.

Die gesündeste Raumtemperatur liegt zwischen 18 und 20 °C bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 %. Für ein angenehmes Wohnklima genügen im Wohn- und Kinderzimmer 20 °C, in der Küche 18 °C, im Bad 23 °C und im Flur 15 °C.

Jedes Grad Raumtemperatur weniger senkt den Energieverbrauch um ca. 6 %. Noch einmal kräftig sparen kann, wer nachts die Raumtemperatur senkt, - aber nicht mehr als um 5 °C, sonst benötigt am nächsten Morgen das schnelle Aufheizen der Räume zu viel Energie.

Moderne Thermostatventile halten die gewünschte Raumtemperatur sehr genau ein. Wird der Heizkörper trotz aufgedrehten Thermostatventils nicht mehr richtig warm oder gluckert es in der Heizung? Dann hat sich vielleicht eine Luftblase gebildet. Sie kann über das Entlüftungsventil am Heizkörper abgelassen werden.

Hausbesitzer haben viele weitere Möglichkeiten, die Heizung energiesparender zu gestalten. Der Ersatz einer alten Anlage gegen eine moderne - möglicherweise mit Unterstützung durch Solarwärme - wird den jährlichen Energieverbrauch deutlich senken. Aber auch eine Optimierung der bestehenden Anlage kann viel Ersparnis bringen. Merkliche Stromersparnis ergibt sich z. B. oft schon durch den Austausch von alten Heizungsumwälzpumpen. Hocheffiziente neue Pumpen benötigen bis zu 80% weniger Energie. Auch ein hydraulischer Abgleich der Heizkörper führt in vielen Fällen zu Energieeinsparungen. Er sorgt dafür, dass alle Heizkörper - auch diejenigen, die von der Pumpe weit entfernt sind - gleich warm werden. So muss die Pumpe weniger laufen und die Vorlauftemperatur muss nicht so hoch sein.

Tipps:

  • In Heizkörpernischen sind Hauswände oft besonders dünn. Dadurch geht mehr Wärme ungenutzt nach außen verloren. Kleiden Sie deshalb Heizkörpernischen mit Dämmplatten oder Reflexionsfolie aus oder entfernen Sie die Nischen ganz.
  • Beseitigen Sie Undichtigkeiten an Fenstern und Türen mit Dichtungsbändern oder Schaumstoff - oder lassen Sie die alten gegen neue, besser gedämmte Fenster austauschen.
  • Verdecken Sie Heizkörper nicht durch Verkleidungen, Vorhänge oder Möbel und nutzen Sie sie nicht als Wäschetrockner. Bis zu 20 % Wärme geht sonst verloren.
  • Halten Sie die Türen zu wenig beheizten Räumen geschlossen.
  • Lüften Sie kurz, aber mit weit geöffneten Fenstern, und schließen Sie dabei die Thermostatventile. Bei andauernder "Kippstellung“ geht viel mehr Wärme verloren.
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