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Wärme aus Blockheizkraftwerken

Blockheizkraftwerke (BHKW) beruhen auf dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Dabei erzeugt ein Motor durch Verbrennung eines Primärenergieträgers elektrischen Strom. Im Gegensatz zu anderen Anlagenformen, wird die als Abfallprodukt entstehende Abwärme ebenfalls nutzbar gemacht (Warmwasserbereitung, Raumwärme). Dadurch erzielt die Anlage einen sehr hohen Wirkungsgrad. Ein weiterer Vorteil: Auch Biogas oder andere auf natürlicher Basis beruhende Rohstoffe können als Energieträger in BHKW genutzt werden.

Hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung auch in Braunschweig

In Braunschweig werden die Heizkraftwerke Mitte und Nord sowie zwei, auf Bioenergie basierende BHKW betrieben. Eine kleine Anlage befindet sich im Klärwerk Steinhof. Hier wird das Biogas aus der Klärschlammfaulung, das Biogas der Bioabfallvergärung der Kompost GmbH sowie das Deponiegas der Deponie Watenbüttel genutzt. Der produzierte Strom und die Abwärme werden im Klärwerk und in der Bioabfallvergärungsanlage des Abfallentsorgungszentrums Braunschweig-Watenbüttel (AEZ) eingesetzt.

Aufbau eines Mikro-BHKW (© Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V.)
Aufbau eines Mikro-BHKW
(© Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V.)
Energiebilanz eines Mikro-BHKW (© Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V.)
Energiebilanz eines Mikro-BHKW
(© Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V.)

Klein aber fein - auch für Einfamilienhäuser

Mini-BHKW sind kleine Anlagen im Leistungsbereich von etwa 10 bis 50 kWel, die in größeren Gebäudekomplexen (kleinen Mehrfamilienhäusern, Hotels, Schwimmbädern, Krankenhäusern, Schulen, Verwaltungsgebäuden etc.) eingesetzt werden. Die Bauteile sind in einem Block montiert, der als kompakte Einheit einschließlich Steuerung geliefert und direkt am Aufstellort angeschlossen wird. Da die Motoren vollständig abgekapselt sind, liegt der Geräuschpegel im Betrieb kaum über 50 db(A), was etwa einem sprechenden Menschen entspricht.

Die kleinste Variante sind Mikro-BHKW, die zunehmend in Einfamilienhäusern zum Einsatz kommen und auch als „stromerzeugende Heizung“ bezeichnet werden. Die Anlagen sind hinsichtlich ihrer Leistung so ausgelegt, dass sie den durchschnittlichen Grundlastbedarf an Strom und Wärme eines Einfamilienhauses decken können. Die Lastspitzen müssen von sekundären Systemen (zum Beispiel von einem Brennwertheizkessel oder dem Stromnetz) abgedeckt werden. Die überschüssig erzeugte Menge Strom wird in das Stromnetz eingespeist und gemäß dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) vergütet.

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